{"id":1943,"date":"2017-07-04T21:45:47","date_gmt":"2017-07-04T20:45:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.riedel.aero\/?p=1943"},"modified":"2017-07-08T11:27:14","modified_gmt":"2017-07-08T10:27:14","slug":"egelsbach-hassfurt-eggenfelden-augsburg-da42-abholung-und-training","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.riedel.aero\/?p=1943","title":{"rendered":"Egelsbach &#8211; Hassfurt &#8211; Eggenfelden &#8211; Augsburg (DA42-Abholung und -Training)"},"content":{"rendered":"<p>Heute war es endlich soweit: die D-GIGA &#8211; unsere DA42 &#8211; ist verkehrszugelassen und konnte aus Egelsbach abgeholt werden. Fast 3 Monate mussten wir jetzt warten, bis alle Beh\u00f6rdeng\u00e4nge erledigt waren. Als gestern das Mail kam, dass die D-GIGA zugelassen ist habe ich sofort alle Termine verschoben, damit ich den Vogel heute abholen kann &#8211; es ist einfach etwas &#8220;Ich will fliegen&#8221;-Stau&#8230;<\/p>\n<p>Wir sind dann am Morgen nach Egelsbach gefahren um dort den Flieger in Empfang zu nehmen. Die Papiere wurden also \u00fcbergeben &#8211; alles quasi noch warm aus dem Drucker &#8211; und ein bis auf den \u00dcbergabeflug durch den Pr\u00fcfer jungfr\u00e4uliches Bordbuch. Sch\u00f6n, wenn man dann die erste Eintragung machen kann \ud83d\ude42<\/p>\n<p>In der Theorie und in dem &#8220;Motivationsflug&#8221; habe ich mich ja schon ein bisschen mit der DA42 vertraut gemacht. Jetzt das erste Mal im eigenen Flieger zu sitzen sorgt aber schon f\u00fcr ein klein wenig Aufregung. Es ging dann auch sehr vorsichtig in Egelsbach los, wir wollten allerdings den Flug gleich als Schulflug nutzen, da ich ja recht bald mit der D-GIGA in den Urlaub fliegen m\u00f6chte. Als Strecke hatte ich Hassfurt &#8211; Eggenfelden &#8211; Augsburg ausgesucht, damit wir gleich ein paar Landungen haben. Kurz hinter Egelsbach haben wir dann also auch gleich mit Airwork angefangen, die \u00fcblichen Steilkurven und Stall\u00fcbungen. Die DA42 ist da recht gutm\u00fctig, bei den Steilkurven braucht man noch nicht mal mehr Gas geben, das geht einfach so. \u00dcberhaupt ist sie immer sch\u00f6n schnell, da kann man leicht mit 145 kt Reisegeschwindigkeit planen.<\/p>\n<p>Nach dem einfachen Airwork ging es dann gleich mit Einmotorenflug los. Sinn und Zweck des MEP-Trainings ist es ja nicht, dass man mit zwei Motoren fliegt, sondern eher mit einem Motor. Es k\u00f6nnte ja mal einer ausfallen und da muss man nat\u00fcrlich auch einmotorig fliegen k\u00f6nnen. Das Problem daran ist, dass man einmotorig einen ziemlich asymmetrischen Schub hat, was man mit Seitenrudereinsatz und Fl\u00e4che h\u00e4ngen lassen ausgleichen muss. Vorher geht es dann auch noch darum, zu identifizieren, welcher Motor \u00fcberhaupt ausgefallen ist &#8211; sehen tut man es nicht, die Propeller drehen sich einfach, einer vom Motor der andere vom Wind angetrieben. Also muss der entsprechende Drill ge\u00fcbt werden: Callout &#8211; Clean configuration &#8211; Identify &#8211; Verify &#8211; Secure. Die ersten paar Motorausf\u00e4lle hatte ich auch etwas Probleme, die Richtung zu halten. Seitenruder treten und halten geht alles noch, aber dann noch gezielt geradeaus zu fliegen ist doch gar nicht so einfach bzw. halt \u00dcbungssache. Einmal sind wir auch in die N\u00e4he der Vmca gekommen &#8211; das ist die Minimum controllable airspeed, unter welcher man die Richtung im Einmotorenflug nicht mehr halten kann. Das ist schon sehr eindr\u00fccklich: der Flieger fliegt zwar noch, aber mehr oder weniger irgendwo hin, nicht dort wo man unbedingt will. Das war gleich die erste Lektion: die Red Line (die Vmca ist am Fahrtmesser mit einer roten Linie markiert) meidet man besser.<\/p>\n<p>Die erste Landung in Hassfurt war dann einfach, nach dem Bezahlen der Landegeb\u00fchren ging es gleich nach Eggenfelden weiter. Nat\u00fcrlich ist auch auf dem Weg dorthin immer wieder einer der Motoren ausgefallen. Und in Eggenfelden sollte ich dann meine erste Einmotoren-Landung machen. Die war auch sehr eindr\u00fccklich: zum Gl\u00fcck waren wir eigentlich viel zu schnell (fast 140 kt in der Platzrunde) und viel zu hoch. Ich bin dann beim Eindrehen in den Endanflug etwas \u00fcber die Centerline rausgeschossen und trotz voll getretenem Seitenruder war es ganz sch\u00f6n schwierig, \u00fcber den &#8220;toten&#8221; Motor zur\u00fcckzukurven und die Centerline zu halten. Jetzt mussten wir nat\u00fcrlich noch H\u00f6he abbauen und langsamer werden &#8211; also habe ich das Gas rausgezogen, was dazu f\u00fchrte das man schlagartig Geschwindigkeit und H\u00f6he verliert (ich hatte nat\u00fcrlich zu viel Gas rausgezogen). Kurz vor dem Aufsetzen muss man dann das voll ausgeschlagene Seitenruder auch passend zum Gashebel nachlassen, sonst w\u00fcrde man wohl recht abrupt auf der Piste abbiegen. Die Landung war dann zwar nicht die sch\u00f6nste meiner Karriere, aber f\u00fcr das erste Mal in Ordnung. Das war die zweite Lektion: mit Single-Engine-Landungen ist nicht zu spa\u00dfen.<\/p>\n<p>Nach einer St\u00e4rkung ging es dann nach Hause nach Augsburg. Fazit: die GIGA ist ein sehr sch\u00f6ner Flieger, das MEP-Training auch wieder eine ganz neue Erfahrung. N\u00e4chste Woche gibts dann noch zwei Mal MEP-Bootcamp und danach gleich die Pr\u00fcfung.<\/p>\n<p><a href=\"\/wp-content\/uploads\/1707-EDFE-QT-ME-MA.htm\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone\" title=\"Track\" src=\"\/wp-content\/images\/maps.png\" alt=\"\" width=\"48\" height=\"48\" \/><\/a>\u00a0<a href=\"\/wp-content\/uploads\/1707-EDFE-QT-ME-MA.htm\" target=\"_blank\">Track<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute war es endlich soweit: die D-GIGA &#8211; unsere DA42 &#8211; ist verkehrszugelassen und konnte aus Egelsbach abgeholt werden. Fast 3 Monate mussten wir jetzt warten, bis alle Beh\u00f6rdeng\u00e4nge erledigt waren. 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