{"id":384,"date":"2011-06-25T22:19:43","date_gmt":"2011-06-25T21:19:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.riedel.aero\/?p=384"},"modified":"2015-02-28T14:00:47","modified_gmt":"2015-02-28T13:00:47","slug":"friedrichshafen-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.riedel.aero\/?p=384","title":{"rendered":"Friedrichshafen"},"content":{"rendered":"<p>Heute ging es zum ersten Ausflug mit der neuen Maschine und dem G1000 mit G\u00e4sten. Wir hatten eine etwas gr\u00f6\u00dfere Runde \u00fcber F\u00fcssen, Friedrichshafen und dann den Bodensee geplant.<\/p>\n<p>Das Wetter sollte laut Bericht eigentlich sch\u00f6n (aber bew\u00f6lkt) sein, aber auf dem Hinweg nach Augsburg bin ich schon durch etliche Schauer gefahren. In Augsburg hat es dann auch leicht geregnet, es sah aber \u00fcberall rundrum recht hell aus. Also sind wir losgeflogen in der Hoffnung das es uns nicht auf dem ganzen Weg geh\u00f6rig einseift. Bereits kurz nach dem Start war es dann auch tats\u00e4chlich trocken, also: gute Entscheidung und dank der Wolken waren auch nicht viele andere unterwegs.<\/p>\n<p>Ich konnte dann das G1000 das erste Mal richtig ausspielen. In Augsburg habe ich noch bis zum ausleveln gewartet und dann den Autopiloten angeschaltet und den Rest von ihm machen lassen. Das hat schon Airliner-Feeling: Alles nur noch auf Knopfdruck, man muss \u00fcberhaupt nicht trimmen (im Gegensatz zum Pitch Stabilizer in der D-EOIC der ja nur in einem bestimmten Trimm-Bereich die H\u00f6he halten kann). Gerade das man noch Gas geben (oder rausnehmen) muss wenn man die H\u00f6he \u00e4ndern will.<\/p>\n<p>In Richtung Berge wurde es dann auch etwas bockig, aber das steckt der Autopilot ganz l\u00e4ssig weg. Das Sch\u00f6ne: Man kann auch mal in Ruhe in die Papierkarte sehen ohne das man gleich Angst haben muss, dass es unkontrolliert irgendwohin geht. Auch mein Karten-Setup finde ich total praktisch: Auf dem PFD die Traffic-Anzeige in &#8220;Radar&#8221;-Darstellung, auf dem MFD die Karte ohne Topographie aber mit Traffic und Terrain. Das PFD zeigt also meine 2 NM-&#8220;Schutzzone&#8221; um das Flugzeug und auf dem MFD sehe ich alle Luftr\u00e4ume und den Verkehr und wenn es dort Gelb oder Rot wird muss ich mal \u00fcber die H\u00f6he nachdenken. Quasi Airbus-Black-Screen-Prinzip &#8211; solange es dunkel ist ist alles in Ordnung.<\/p>\n<p>Die Landung in Friedrichshafen war dann ziemlich ruhig bei sehr sch\u00f6nem Wetter. Wir haben dort einen Kaffee getrunken und sind dann wieder gestartet. Da konnte man wieder mal sehen, was \u00dcbung am Verkehrsflughafen ausmacht: Vor uns war ein Unge\u00fcbter&#8230; bleibt erst am CAT II\/III-Rollhalt stehen und versteht die Aufforderung doch mal zum Rollhalt zu rollen auch erst beim dritten Mal, dann soll er zum Abflugpunkt rollen und bekommt dann 2 min. nach dem Start einer Air Berlin (wegen Wirbelschleppen) seine Startfreigabe und braucht dann nochmal eine halbe Minute bis er auch den Gashebel gefunden hat&#8230; Naja&#8230; mag sein dass das auf der Graspiste wo er sonst unterwegs ist alles nicht so auff\u00e4llt&#8230;<\/p>\n<p>Auf dem R\u00fcckweg habe ich dann gleich kurz nach dem Abheben den Autopiloten angeschaltet, der schafft den Steigflug und das Ausleveln ja auch. Danach sind wir \u00fcber Mainau und haben dann spontan noch einen Abstecher \u00fcber M\u00fcnchen gemacht. Dank 25 kt R\u00fcckenwind (und 145 kt Groundspeed) waren wir in knapp einer halben Stunde schon in Oberpfaffenhofen. Ab etwa Memmingen wurde es dann wieder bew\u00f6lkt und dunkler, in M\u00fcnchen hat es auch leicht geregnet.<\/p>\n<p>Wir sind dann die A8 entlang zur\u00fcckgeflogen und haben im Funk einen geh\u00f6rt, der einen IFR-Pickup wollte, weil in Augsburg das Wetter so schlecht w\u00e4re. Das hat mich 10 s nerv\u00f6s gemacht, angesichts dessen, dass wir das AKW Gundremmingen aber\u00a0von Dachau aus schon\u00a0verschwommen sehen konnten, konnte das ja nicht sein. Des R\u00e4tsels\u00a0L\u00f6sung: Der Wettermacher von Ausgburg war schon heim gegangen und nur noch der Automat da. Der kann aber nur Sichtweiten bis 2100 m messen, also sagt die ATIS: &#8220;Visiblity 2100 m&#8221;.\u00a0Ok, wer schonmal bei nicht so\u00a0guten Sichten geflogen ist,\u00a0kann ungef\u00e4hr einsch\u00e4tzen wie weit man bei 2100 m sehen k\u00f6nnte. Von daher:\u00a0Genau wie ich dem GAFOR nicht blind vertraue, sollte ich halt\u00a0auch eine ATIS-Ansage mal auf Plausibilit\u00e4t pr\u00fcfen.\u00a0<\/p>\n<p>Unsere Landung war dann &#8211; bei durchaus beachtlicher Fernsicht &#8211; wieder recht ruhig und einsam. Wieder einmal eigentlich typisch: Kaum ist mal eine Wolke am Himmel, traut sich keiner mehr in die Luft. Obwohl ich nicht wirklich \u00fcbermorgen durch die Gegend hoppeln&#8230; \u00e4h fliegen&#8230; m\u00f6chte, wo 34 \u00b0C angesagt sind und bestimmt ein Traumtag f\u00fcr jeden Segelflieger wird.<\/p>\n<p><a href=\"\/wp-content\/uploads\/EDMA-NY-1106.htm\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" title=\"Track\" src=\"\/wp-content\/images\/maps.png\" alt=\"\" width=\"48\" height=\"48\" \/><\/a> <a href=\"\/wp-content\/uploads\/EDMA-NY-1106.htm\" target=\"_blank\">Track<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute ging es zum ersten Ausflug mit der neuen Maschine und dem G1000 mit G\u00e4sten. 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