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06 Jun2020

Augsburg – Altenburg – Heringsdorf

  •   6. June 2020. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-GIGA, EDAC, EDAH, EDMA, Mehrere Tage

Wie schon erwartet, war heute das Wetter zwar nicht besonders schön, aber auch nicht so schlecht, wie eigentlich vorhergesagt. So ging es am vormittag nach Augsburg – diesmal mit der ganzen Familie, denn heute sollte auch der erste Flug unserer Kleinen sein, die jetzt bald 2 Jahre alt wird. Wir haben alles aus dem Auto in den Flieger verladen, den Flugplan hatte ich von zu Hause schon aufgegeben. Als Nullgradgrenze war FL 60 vorhergesagt, dazu viel Regen aus Nimbostratus- / Cumulostratus-Bewölkung. Daher hatte ich – um nicht im Eis zu sein – FL 50 als Höhe aufgegeben. Mindestens bis zur bayerischen Landesgrenze im Norden würde das schlechte Wetter laut Radar andauern.

So war es dann auch. Wir sind in Augsburg gestartet und 3 min später in den grauen Wolken verschwunden. Allerdings war es da drin gar nicht so schlecht, größtenteils waren die Wolken ausgeschichtet und wir oft zwischen zwei Layern. Hin und wieder konnte man sogar mal den Boden sehen. Geregnet hat es aber aus den Wolken über uns, so dass wir mit gut gewaschenem Flieger kurz hinter Hof aus dem gröbsten draußen waren. Das letzte Stück bis zu unserem Zwischenstop in Altenburg war immer mal wieder in großflächigeren Cumuli, ab und an aber auch in Sichtflugbedingungen. Der Anflug war in etwas böigem Wind, je tiefer wir kamen, umso turbulenter wurde es und über dem Wald vor Altenburg hat es uns in einer Böe auch einmal die rechte Fläche ordentlich angehoben. Die Landung war aber dann ruhig. Der Flug war übrigens insgesamt auch relativ ruhig, im Stratocumulus war hin und wieder ein kleiner Wackler, aber sonst gab es keine Turbulenz.

Von Altenburg aus war klar, dass wir bis in den Norden weiter kommen, denn das Wetter war deutlich besser. Eigentlich wollten wir mal an die Müritz, aber der Ferienhauspark, den ich ausgesucht hatte, ist leider etwas unflexibel und eine Anreise noch am gleichen Tag (eigentlich so in zwei Stunden) ist jenseits der Vorstellungskraft. Naja, habe dann ab morgen ein Ferienhaus gebucht. Also mussten wir heute noch für ein Nacht woanders hin. Da bietet sich ja die Ostsee an. Im “Speicher Barth” waren wir schon einige Male, die haben auch normale Preise und sind daher ausgebucht. Rostock hat geschlossen – klar, Corona ist ja so gut wie vorbei, daher sind jetzt alle Plätze dicht. Als bleibt nur Heringsdorf. Dort müssen zwar die Hotels alle die Corona-Verluste durch absurde Zimmerpreise wieder reinholen, aber für eine Nacht geht es zur Not. Also von Altenburg aus schnell das Hotel gebucht und nach einem Picknick ging es dann weiter.

Zwecks Sightseeing ging es jetzt VFR weiter. Das Wetter war schön, immer wieder Cumuli in ca. 3000 ft über Grund. Ich habe dann rechtzeitig wegen Crossing Airspace C von Berlin gefragt, das war gar kein Problem. Es ging einfach auf Kurs Heringsdorf durch, nur um die Reichstags-ED-R mussten wir einen kleinen Bogen machen. Sehr verwunderlich war, dass dort wirklich so gar niemand im Funk war bei Bremen Radar. Also im Süden ist ja auch nicht viel los, aber selbst bei Munich Radar im Sektor von Nürnberg war mehr Verkehr (oder besser: war Verkehr). Die Aussicht auf Berlin ist so jedenfalls sehr schön, das sieht man so sicher nicht alle Tage.

So ging es dann weiter direkt in Richtung Heringsdorf, das Wetter wurde immer besser, je näher man an die Ostsee kam. In Heringsdorf waren dann allerdings 17 kt Wind aus Süden, also ungefähr 15 kt Seitenwindkomponente. D.h. die Landung war recht anspruchsvoll und es gab schon bessere Landungen, aber wir wollen ja die Kinder nicht gleich verwöhnen 😉

Nach der Landung ging es dann auf die Suche nach dem app2drive-Auto, leider hatte das noch nie jemand von den Leuten im Terminal gesehen, obwohl die App behauptete, es würde 0 m von unserem Standort entfernt stehen. Mir ist dann vom letzten Besuch in Heringsdorf eingefallen, dass es dort ja noch diesen “Hangar 10” gibt, wo man normalerweise auch rausgeht. Und siehe da: dort stand der app2drive. Also ging es damit zum Hotel und dann noch zu einem ausgedehnten Strandspaziergang. Viele Leute sind jedenfalls nicht da. Wahrscheinlich alle noch in Corona-Angst…

Ach und die Kleine: wollte erst das Headset nicht aufsetzen, aber nachdem sie gemerkt hat, dass es dann viel leiser ist, hat sie es doch genommen. Und hat dann die ganze Zeit ruhig aus dem Fenster geschaut, bis sie eingeschlafen ist. Und am Abend hat sie dann auch das neue Wort “Giga” gut gekonnt, als sie erzählen musste, dass sie da oben im Himmel war.

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05 Jun2020

Egelsbach – Augsburg

  •   5. June 2020. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-GIGA, EDFE, EDMA

Morgen soll es in den Urlaub gehen, aber dazu muss die GIGA erstmal aus der 200h-Kontrolle nach Hause kommen. Also sind wir heute morgen nach Egelsbach gefahren. In Corona-Zeiten scheinen Mietwagen sehr gefragt zu sein, jedenfalls gab es kein Angebot von Sixt, so dass wir mit einem app2drive-Auto nach Egelsbach gefahren sind. 400 km Autobahn im Fiat 500 Cabrio sind echt anstrengend…

Das Wetter war nicht gerade das Beste, es war böiger Wind vorhergesagt und Schauer und Gewitter ab dem frühen Nachmittag. Unterwegs war dann aber zusätzlich noch ein größeres Regengebiet von Ulm bis Mannheim, mit relativ tiefen Untergrenzen. Als wir in Egelsbach waren, war das dann in Richtung Nordosten gezogen, so dass zwar die Wolken am Odenwald auflagen (konnte man auf der Autobahn die ganze Zeit schön sehen). Aber das Rheintal war frei und damit gibt es ja einen Weg über Mannheim / Heilbronn nach Augsburg.

Wir sind nach einem Schauer dann in Egelsbach losgeflogen. Es ging zuerst nach Süden bis hinter Mannheim, dann nach Heilbronn und von dort auf direktem Kurs nach Augsburg. Das ging soweit auch ganz gut, bis auf die Tatsache, dass die Wolkenuntergrenze zur Albkante hin immer niedriger wurde. Das habe ich schon öfters mal beobachtet, so zwischen Schwäbisch Hall und Schwäbisch Gmünd ist so ein Höhenzug wo man dann nicht durch kommt. Wir sind also südlich drumrum geflogen, genau über Schwäbisch Gmünd und querab von Heubach zur Albkante und dann weiter nach Augsburg. Dort war es dann auch ordentlich turbulent, da wir aufgrund der Wolken dann “auf der Alb” nur noch etwas über 1000 ft über Grund waren.

Hinter der Albkante war dafür das Wetter deutlich besser und es ging noch ruhig dahin nach Augsburg. Dort hat vor ein paar Tagen das Café wieder geöffnet. Das haben wir gleich mal ausprobiert und das ALB (after landing beer) gleich dort getrunken.

Morgen geht es dann vielleicht weiter weg, die Vorhersage berichtet von einem Höhentrog, somit wäre “auch morgen wird irgendein Wetter” eigentlich richtig. Mal sehen, wie es tatsächlich aussieht, der Bericht verspricht eigentlich Mistwetter.

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08 May2020

Nürnberg – Erfurt – Schwäbisch-Hall

  •   8. May 2020. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-GIGA, EDDE, EDDM, EDDN, EDMA, EDTY

Nach 7 Wochen Corona-bedingter Abstinenz ging es heute wieder mal zum Fliegen. Mit dem eigenen Flieger geht wieder, in den Vereinen soll es in ein paar Tagen auch wieder gehen, nur die Berufsluftfahrt liegt noch vollständig am Boden… ein Jammer, hoffentlich gibt es eine schnelle Erholung.

Wir sind heute zu zweit geflogen, immer abwechselnd die einzelnen Legs. Los ging es mit mir als Copilot und zunächst VFR in Richtung Nürnberg. Das Wetter war bestens und so ging es erstmal zu mir nach Hause ein paar Fotos machen, danach wollten wir dann einen Low Approach am Münchner Flughafen probieren. Diesmal ging das auch problemlos, die südliche Piste war wegen Bauarbeiten sogar gesperrt und so mussten wir zunächst um den Tower kreisen den Low Approach machen zu können. Nach dem ersten Kreis hießt es gleich “Join downwind runway 26R”. Also ging es in der gedachten Platzrunde zum Low Approach auf die 26R und anschließend dann raus in Richtung Foxtrott (Norden). Dann haben wir noch die Manchinger Kontrollzone durchquert, einen Abstecher beim Haus meines Freundes gemacht und sind dann nach Nürnberg geflogen.

Dort gab es nur eine kurze Pause, da im Terminal alles geschlossen ist, waren wir nur im GAT. Dort darf man sich aber auch nur zur Flugvorbereitung aufhalten. Es sollte nach Erfurt weiter gehen und den Flugplan hatte ich von unterwegs (LTE geht recht gut und hoch) schon aufgegeben. Also nur kurz NOTAMs gecheckt und dann bin ich nach Erfurt geflogen. Der Flug war ruhig, lediglich über dem Thüringer Wald war es bockig, da dieser von Norden her angeströmt wurde und es dann entsprechend sich verwirbelt und etwas turbulent ist. Die Strecke war mehr oder weniger aus der SID von Nürnberg heraus ein Direct nach Erfurt, es ist ja nichts los und Radar kontrolliert scheinbar auch bis in den Upper Airspace. In Erfurt habe ich dann den Standard-Approach genommen, der hat einen Procedure Turn vom VOR aus auf das ILS. Konventionell ohne GPS geflogen war der GPS-Track ziemlich identisch mit dem Kartenblatt (was man ja in z.B. Garmin Pilot über die Karte legen kann). Lediglich den Turn selber kann man mit dem kleinen Flieger gar nicht so weit fliegen, wie der in der Karte steht, der wird dann immer enger. Aber insgesamt hat das gut gepasst und auch das ILS runter ging trotz böigem Wind ganz entspannt.

In Erfurt sind dann einige Flieger geparkt, die wohl wegen der Krise dort für eine Weile stehen werden. In München ist es im Prinzip noch trostloser, da dort auch ein Taxiway zugeparkt ist. Das ist wirklich kein schöner Anblick und hoffentlich geht das bald zu Ende.

Von Erfurt aus ging es dann weiter nach Schwäbisch Hall, auch der Flug IFR und auch hier gab es aus der SID heraus gleich ein Direct zunächst zur FIR-Grenze und dann aber auch recht bald konnten wir uns das Direct sogar aussuchen. Der Lotse meinte so “direct to any waypoint of your choice in the vicinity of Schwäbisch Hall”. Wir haben dann DKB (Dinkelsbühl VOR) genommen, das ist der IAF von Schwäbisch Hall. Dort war dann sogar etwas los, es waren zwei Maschinen da, die schon wieder Platzrunden geschrubbt haben. Nachdem Augsburg im Moment schon um 17:00 Uhr schließt, hatten wir es etwas eilig und haben im Prinzip nur die Plätze getauscht und dann ging es wieder nach Augsburg.

Das letzte Leg war auch IFR, auch hier gab es noch vom Info-Mann aus Schwäbisch Hall das Direct nach WLD (Walda VOR). Jetzt ist zwar im Moment nichts los und das Risiko daher klein, aber die Clearance war insofern etwas unklar, als dass WLD im Prinzip direkt hinter uns lag und damit sich die Frage nach Links- oder Rechtskurve stellt. Die SID macht eine Rechtskurve. Also haben wir sicherheitshalber nochmal bei Radar nachgefragt und der Lotse hatte wohl auch schon Linkskurve übermittelt (jedenfalls war er wegen der Frage überrascht). Das war bei uns aber nicht angekommen…

Auch das letzte Stück war wieder ein schöner IFR-Genußflug und es ging dann gemütlich das ILS runter nach Augsburg, wo wir dann sogar noch schnell tanken konnten und der Flieger um exakt pünktlich 17:00 Uhr wieder in der Halle stand.

In den Pfingstferien wollten wir eigentlich irgendwo hin fliegen (wie üblich gibt es keinen genauen Plan außer “da wo die Sonne scheint”). Diesmal werden aber noch ein paar mehr Bedingungen zu beachten sein. Mal schauen, ob bis dahin überhaupt irgendwo Hotels offen haben.

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18 Mar2020

Nürnberg

  •   18. March 2020. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-GIGA, EDDN, EDMA

Jetzt wollte ich ja eigentlich im Februar in der Bay Area fliegen gehen, aber kurzfristig hatten sich meine Reisepläne geändert und ich habe statt zu fliegen einen ausgedehnten Road-Trip von Phoenix über Grand Canyon, Hoover Dam, Las Vegas, Death Valley und Lake Tahoe nach San Francisco gemacht. Das war auch sehr beeindruckend. Diese Runde mal abfliegen ist sicherlich auch ein Plan für die Zukunft.

Noch während meiner Zeit in San Francisco ist in Deutschland die Corona-Krise ausgebrochen, seit drei Tagen sind die Schulen geschlossen und gerade diskutiert man über eine Quasi-Ausgangssperre. Der Flugverkehr ist bereits fast völlig zum erliegen gekommen, da die meisten Länder ihre Grenzen geschlossen haben. Da muss ich noch schnell mal fliegen gehen, bevor das auch noch eingeschränkt wird. Die Zielauswahl war schon gar nicht einfach: Italien hat die Grenzen dicht, Österreich auch – also fallen die Berge schon mal aus (obwohl das Wetter fantastisch ist). Baden-Württemberg faselt auch was von Flughafenschließung und hat laut NOTAM die Plätze mindestens PPR – also nichts für den spontanen Ausflug. Naja, in Nürnberg war schon länger nicht mehr…

Wir sind dann VFR in Augsburg losgeflogen, zunächst nach Norden aus der Kontrollzone, dann aber in Richtung in München. Ich wollte mal sehen, ob man angesichts des in München sehr übersichtlichen Verkehrs einen Low Approach machen kann. Wir haben dann ein Crossing der Kontrollzone angefragt, was etwas verzögert auch genehmigt wurde – der Lotse hat mit einem Turkish Airlines Flieger zu tun, der nach seiner Genehmigungsnummer für den türkischen Luftraum gefragt wurde (dort sind auch die Grenzen geschlossen). Leider hatte die Turkish keine solche Nummer – und hat dann letztlich auch keine Starterlaubnis bekommen. Wir konnten dann jedenfalls die Kontrollzone queren, aber Low Approach ging nicht. Das war dereinst während Vulkanaschezeiten auch schon so, dass man sich das schwer getan hat.

Es ging dann jedenfalls weiter nach Norden in Richtung Nürnberg, da liegt dann Manching im Weg. Dort sind wir auch durch die Kontrollzone geflogen und dann weiter in Richtung FOXTROTT Nürnberg. Dort sind wir ruhig gelandet. Ein bisschen Unterschied zu Vulkanasche war schon: es waren nicht alle Flüge gestrichen, dafür war aber im Terminal alles geschlossen.

Auf dem Rückweg ging es dann IFR nach Augsburg. Es waren sogar ein paar Wolken da, so dass auch ein paar Minuten IMC bei dem Flug dabei waren. Der Flug an sich war entspannt und auf dem ILS-Anflug hatten wir dann Wahl, mit 6 kt Rückenwind zu Landen oder einen Circling-Approach zu fliegen. Nachdem man letzteres im Prinzip nie fliegt, war das mal eine gute Gelegenheit zum Üben. Also haben wir Circling genommen, der Lotse hat sich um den Platzrundenverkehr gekümmert, den wir überholen mussten. Wir sind dann ruhig gelandet – das war nochmal ein schöner Ausflug, wer weiß was jetzt angesichts von Corona so alles passiert…

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24 Jan2020

Bozen

  •   24. January 2020. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-GIGA, EDMA, LIPB

Heute ging es zum ersten Flug des Jahres 2020. Das Wetter war (im Gegensatz zu den letzten Wochen) bestens, wunderschöner blauer Himmel über ganz Deutschland.

Nachdem wir eigentlich im Dezember schon nach Bozen wollten, uns damals aber der Föhn einen Strich durch die Rechnung gemacht hatte, haben wir das heute nachgeholt. Ich hatte einen Y-Flugplan aufgegeben, mit Flugregelwechsel vor Innsbruck, d.h. wir sind in Augsburg nach IFR gestartet, auf der Piste 25 und der RIDAR-Departure. Die Flugsicherung war heute ziemlich effektiv, so dass wir schon kurz nach dem Abheben in Richtung Süden abdrehen und auf Flugfläche 100 steigen konnten.

Der Flug war sehr ruhig, die Sicht allerdings nicht extrem berauschend, so dass man keinen schönen Fotos machen konnte. Es ging dann immer so dahin bis zum Brenner, danach dann nach rechts in Richtung Jaufenpass und Meran und dann zu einer ruhigen Landung in Bozen. Schnee lag nur oben auf den Bergen, in Bozen war es so warm, dass man auch hätte draußen sitzen können. Am Flughafen hat auch das Bistro wieder geöffnet, so dass man direkt dort eine Kleinigkeit zum Mittag essen kann.

Auf dem Rückweg wollte ich dann noch ein bisschen die Berge genießen, also haben wir einen Z-Flugplan aufgegeben, mit Flugregelwechsel ungefähr am Chiemsee. Das war zunächst wieder mal gar nicht so einfach, da das blöde IFPS die Route vom Chiemsee nach Augsburg erst partout nicht schlucken wollte. Aber mit ein paar Tricks hat es dann doch geklappt.

Also sind wir gemütlich in Bozen gestartet und dann der Brenner-Autobahn gefolgt bis zum Brenner. Danach ging es dann nach rechts in Richtung Zillertal und dann immer gerade aus nach Zell am See. Dort sind wir dann links abgebogen und in Richtung Chiemsee geflogen. Das ist immer wieder eine wunderschöne Strecke, die hat zu jeder Jahreszeit ihren Reiz.

Etwa beim Chiemsee haben wir dann den IFR Pickup gemacht und sind heute wieder ziemlich direkt in Richtung Maisach VOR geflogen. Dort ging es dann das Standardverfahren entlang auf das ILS und wir sind ruhig in Augsburg gelandet. Das war ein schöner Auftakt für dieses Jahr, wenn alles läuft wie geplant, fliege ich in vier Wochen auch wieder mal ein bisschen in der Bay Area rum, darauf freue ich mich schon.

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16 Dec2019

Friedrichshafen

  •   16. December 2019. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-GIGA, EDMA, EDNY

Jetzt war schon wieder 6 Wochen Fliegerpause, weil die GIGA schon wieder kaputt war… gleiches Problem wie beim letzten Mal. Wieder Overspeed auf dem rechten Propeller. Beim letzten Mal hatten wir uns vorsorglich einen Governor in Egelsbach weglegen lassen, da dort einer vorrätig war – und ihn dann nicht gebraucht. Dieses Mal haben wir dann den Governor tauschen lassen (der zum Glück immer noch da war). Gut das uns Diamond da immer so gut weiterhilft und viel möglich macht. Trotzdem dauert es immer einige Zeit, bis die Arbeiten fertig sind.

Eigentlich wollte ich zwischendrin noch ein paar Ausflüge in die Berge machen, aus denen nichts wurde. So war das also heute der Jahresabschlussflug für 2019. In die Berge ging leider nicht, dort war der Föhn so stark, dass auf dem Patscherkofel (bei Innsbruck) 59 kt Wind waren. Dafür war natürlich bei uns im Süden das Wetter super. Alpenblick bis Augsburg, also musste es wenigstens in die Nähe der Berge gehen – da bietet sich Friedrichshafen an.

Wir sind dann VFR nach Friedrichshafen geflogen, der Flug war sehr ruhig, die Aussicht grandios, nur je näher man Friedrichshafen (und den Bergen) kam, umso mehr wurde erwartungsgemäß der Wind. Über Ravensburg hatten wir in 3500 ft noch 45 kt Wind auf der Nase. In Friedrichshafen am Boden war es praktisch windstill. Es war aber trotzdem nicht übermäßig turbulent auf dem Weg nach unten – das hatte ich anders erwartet. In Friedrichshafen gab es beim Italiener am Platz ein ordentliches Mittagessen, was ich für die IFR-Planung für den Rückweg nutzen wollte, die sich als ziemlich schwierig erwies: normalerweise geht die Abflugstrecke südlich an Friedrichshafen vorbei nach Kempten (und die fliegt man erfahrungsgemäß auch so bis fast Kempten, da dort SkyGuide zuständig ist). Da hatte ich irgendwie keine Lust drauf… Turbulenz und so… also müsste doch auch eine Abflugstrecke nach Norden irgendwie nach Augsburg führen. Von mir aus auch mit Umweg. Ein paar Blätter Papier und Versuche mit dem IFPS später musste ich aber feststellen: das geht tatsächlich nicht. Selbst mit großem Umweg. An irgendwelchen unverständlichen IFPS-Restriktionen scheitert es. Was für ein Schwachsinn. Ich habe mir dann überlegt, man könnte ja mal einfach die erste (und kürzeste) Route, die ich rausgesucht hatte, nehmen und als Z-Flugplan probieren. Sprich: Z-Flugplan / SID weglassen, VFR abfliegen und am Endpunkt der SID den Flugregelwechsel machen. Ergebnis: das schluckt IFPS problemlos. ?!?!

Wir sind dann also VFR losgeflogen, ich habe unmittelbar nach Verlassen der Kontrollzone zu Zurich Information gewechselt und dort quasi mein “anytime ready for IFR pickup” als Einleitungsanruf gesagt. Der Lotse hat sich dann auch sofort um den Pickup bemüht (was wohl wegen der Koordination mit der Deutschen Flugsicherung eine Weile gedauert hat). Dann gabs den IFR Squawk noch von Zurich und dann nach dem Frequenzwechsel auf Munich Radar die Clearance von dort. Die war mit “direct WALDA” auch ziemlich – naja – direkt. WALDA ist gerade außer Betrieb und deswegen gab es dann Radar Vectors auf das ILS in Augsburg, was wir noch ruhig runtergeflogen sind. Das war ein schöner Jahresabschluß.

Dieses Jahr sind bei mir nur 46 Flugstunden (53 Blockstunden) zusammengekommen – das muss wieder mehr werden im nächsten Jahr, sonst komme ich ja aus der Übung. Und wird es wahrscheinlich auch, da wir im Sommer wieder in Urlaub fliegen werden, jetzt wo die Kleine dann zwei Jahre alt wird.

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