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25 Jul2013

Augsburg – Stuttgart – Egelsbach

  •   25. July 2013. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-ECHK, EDDS, EDFE, EDMA, Mehrere Tage

Heute sollte es wieder mal zu einer Veranstaltung meiner Firma nach Frankfurt gehen. Das Wetter war sehr heiß und gut vorhergesagt. Wir wollten noch einen Kollegen in Stuttgart abholen, also sind wir am frühen Nachmittag von Augsburg in Richtung Stuttgart aufgebrochen. Entgegen der Wettervorhersage war aber in Stuttgart bereits Gewitter und auch auf dem Weg waren schon einige Gewitter im Radar zu sehen.

Wir sind also mal ruhig auf der 25 in Augsburg gestartet, und kurz hinter WHISKEY waren aber schon die ersten Schauer unterwegs. Wir sind also nach Süden abgedreht, um nicht durch die Schauer (Gewitter) fliegen zu müssen. Es ging dann nördlich von Memmingen in Richtung Laupheim und dann weiter nach Reutlingen, dort war es fast wolkenlos, die Gewitter standen nördlich und der Loste von München Information hat uns auch sorgenvoll darauf hingewiesen, dass das letzte METAR von Stuttgart CBs und Gewitter in der Umgebung vorhersagt. Wir sind dann trotzdem weiter geflogen und in Stuttgart stand im Westen vom Platz eine dicke schwarze Wand… Wir sind dann bei relativ viel Verkehr kurz hinter einer Air Berlin gelandet. Angesichts des herannahenden Gewitters haben wir uns dann entschieden, dieses noch vorbei ziehen zu lassen.

Da Stuttgart ziemlich teuer ist, konnten wir so einen Teil der Landegebühren ab-trinken und -sitzen 😉 … was auch nett war: Auf der Anzeigetafel im GAT stand unser Flug drauf. Angemessene Ankunft…

Nach 1.5 h warten war das Gewitter vorbei und wir konnten wieder starten. Das Wetter war wieder richtig schön, wolkenlos und später auch recht ruhig, also keine Thermik mehr. Der Start war nur etwas komisch, ich hatte vergessen den Pitotrohrschutz anzubringen und beim Rollen zum Rollhalt wurden schon 25 und später 31 kt angezeigt, laut meinem GPS hatten wir nur 15 kt und weniger drauf. Also stimmte da wohl was mit der Geschwindigkeitsanzeige nicht, ich nehme an, da war Wasser drinnen. Ich habe daher mal die Pitotrohrheizung angeschaltet und am Rollhalt ist die Anzeige auch plötzlich von 30 auf 0 kt abgefallen. Also sind wir “normal” gestartet und ich habe bei 55 kt rotiert. Offenbar waren wir aber langsamer, denn die Stallwarnung war sofort an. Also drücken und flacher steigen um Fahrt aufzunehmen. Das ging dann gut, nach einer Weile hat es dann auch wieder gepasst und die indicated speed war mit der Groundspeed identisch.

Mit etwas Sightseeing ging es dann über Bad Liebenzell, Pforzheim nach Norden, dann haben wir noch eine Runde um den Hockenheimring gedreht und dann ging es direkt nach Egelsbach. Dort sind wir diesmal aus Süden zur 27 geflogen und der Platz war wieder Mal schlecht zu finden (obwohl bei jedem Mal einfacher, weil man halt die Hochspannungsleitung schon kennt und kurz danach kommt dann der Platz). Die Landung war bei etwas Seitenwind dann ganz ruhig und wir konnten noch ein Feierabendbier und lecker Essen bei Schubecks Check Inn geniessen.

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15 Jun2013

Straubing – Midfieldcrossing München

  •   15. June 2013. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-ECHK, EDDM, EDMA, EDMS

Nachdem das Wetter die letzte Zeit ziemlich schlecht war und durch den vielen Regen auch halb Deutschland im Hochwasser versunken ist, war es in dieser Woche mal sehr schön.

Wir haben daher heute den Tag genutzt um mal etwas Sightseeing zu machen. Dazu sollte es mal an ein neues Ziel gehen – Straubing. Dort war ich bei meinem allerersten Flug mit einem kleinen Flugzeug schonmal, da sind wir von Landshut das kurze Stück nach Straubing geflogen und das war so toll, dass ich dann ein paar Wochen später mit dem Flugschein begonnen habe.

Das Wetter war sehr gut, aber relativ feucht. An der Donau war am Morgen noch Nebel / Dunst. Wir sind dann auf der 25 gestartet und einige Wolken standen schon bei 2700 ft rum. Das war natürlich praktisch, dadurch war man in relativ geringer Höhe schon über der Thermik. Wir sind dann in Richtung Neuburg/Donau geflogen und wollten dann immer der Donau folgen bis nach Straubing. Das ging auch zunächst ganz gut, an der Donau war es noch vergleichsweise diesig, aber locker 10-15 km Sicht. Wir konnte mit Freigabe von Donau Radar auch durch das militärische Sperrgebiet bei Ingolstadt fliegen. Danach standen allerdings schon viele TCU / CB, so dass wir nicht nach Regensburg geflogen sind, sondern  mehr oder weniger direkt nach Straubing.

Die Donau war vom Hochwasser noch extrem dreckig, lehmig und zum anderen Stand das Wasser auch an vielen Stellen noch über dem Ufer. Interessant, dafür dass der Regen jetzt schon seit fast zwei Wochen weg ist.

In Straubing war die Landung angenehm ruhig, der Anflug ist dort ziemlich großzügig. Für Flugschüler sicher nicht schlecht zum üben, da hat man mal richtiges “Final”. Am Platz gab es was zum Essen und dann ging es auch gleich weiter.

Die Wolken waren weitgehend weg, so konnten wir höher steigen und über das wegen dem Hochwasser eingerichtete Flugbeschränkungsgebiet fliegen. Ich hatte mich gleich nach dem Start bei FIS gemeldet und wollte dort ankündigen, dass wir ÜBER dem Beschränkungsgebiet fliegen würden (Dokumentation kann angesichts von durchgedrehten Ordnungshütern in dem Fall evtl. nicht schlecht sein). Der Lotse hat aber gleich von sich aus gesagt, wir sollten nicht in das Beschränkungsgebiet einfliegen. Das gab dann etwas Diskussion, weil das Gebiet nämlich nur bis 2000 ft über Grund geht und man ja dann locker drüber fliegen kann. Der Lotse hat das (etwas barsch) auch eingesehen. Da hätte man halt das Gebiet anders definieren müssen… Zu sehen gabs jedenfalls eh nichts besonderes, das Wasser an der Donau war zwar noch hoch und am Zusammenfluß von Donau und Isar (sprich Deggendorf) war auch noch viel Wasser zu sehen, aber ich schätze das wäre vor einer Woche noch viel interessanter gewesen als heute. Über Deggendorf stand jedenfalls auch ein ganz dunkler CB, so dass wir dort auch nicht direkt hingeflogen sind.

Es ging dann an der Isar entlang zurück. Die war auch noch recht dreckig, wirkte aber vom Flußbett her recht normal, also keine Überschwemmungen mehr wie noch an der Donau. Es ging dann über Landau, das Atomkraftwerk Ohu (Isar I und II) und Landshut weiter. Dort ist mir dann eingefallen, dass man doch wieder mal ein Midfieldcrossing in München machen könnte. Also haben wir kurz bei Munich Tower reingefunkt und freundlich gefragt und es ging dann trotz ziemlich viel Verkehr.

Das Midfieldcrossing ist für mich als Piloten immer eher anstrengend – und daher natürlich interessant. Vom Flughafen sehe ich am meisten an den Bildern, die die Mitflieger anfertigen. Man muss da schon recht konzentriert sein. Nachdem das Crossing der einen Bahn (diesmal der 26R) genehmigt ist, bekommt man immer erstmal ein “hold between the runways” und muss dann schnell zum anderen Tower (für die 26L) umschalten. Diesmal gabs dann wieder mal ein “behind landing traffic cross runway 26L behind”, das ist immer ganz spannend, denn wir fliegen dann parallel zum landenden Verkehr zwischen den beiden Bahnen entlang, dann schnell das Gas raus, damit wir möglichst langsam sind und das landende Flugzeug uns überholen kann, schön Höhe halten, warten bis der Airliner unten ist und dann die Piste überqueren. Für Sightseeing bleibt da dann keine Zeit mehr, aber es ist trotzdem immer wieder ein tolles Erlebnis.

Danach gings dann quer über München zurück nach Augsburg, wo die Landung diesmal so sanft war, das man gar nichts gemerkt hat – das klappt auch nicht immer 😉

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14 May2013

Frühlingsausflug: Hamburg – Leipzig – Augsburg

  •   14. May 2013. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-ECHK, EDDH, EDDP, EDMA, Mehrere Tage

Die letzten zwei Tage in Hamburg waren nicht ganz so sportlich aber dafür auch sehr schön. Der Hafengeburtstag ist auf jeden Fall eine Reise wert, da kommen wir sicher geplant nochmal wieder. So viele Schiffe auf einen Haufen sieht man jedenfalls nicht alle Tage und die Queen Mary 2 war auch recht beeindruckend, insbesondere im Vergleich zum daneben liegenden “Traumschiff” MS Deutschland – ein “Beiboot”…

Heute sollte es jedenfalls wieder zurück nach Hause gehen, was laut Wetterbericht aber gar nicht so sicher war, denn es waren eigentlich niedrige Untergrenzen und schlechtes Wetter angesagt. Im Moment klappt das aber mit der Vorhersage irgendwie nicht so richtig, drum war ich auch nicht besonders beunruhigt und wir haben in Ruhe gewartet wie es wohl wirklich sein würde.

Es war dann GAFOR grün im Osten, orange und rot im Thüringer Wald und bei Hof (kennen wir schon, ist nicht wirklich ein Hindernis…) und gelb und orange im Westen. In Hamburg war FEW025 gemeldet (also heiter). Ergo: Perfektes Flugwetter. Zwar nicht die direkte Route über Hannover – Kassel – Fulda, aber die Route mit Zwischenstop in Leipzig ist laut Planung auch nur 8 min länger, also nicht der Rede wert.

Am Hamburger Flughafen konnten wir dann auf dem Weg zum GAT sehen, dass die ganze Feuerwache aufs Vorfeld verlegt, kurz gefragt: Einmal im Jahr findet für eine Woche eine große Übung statt, wo die Flughafenfeuerwehr aus einem Flugzeugsimulator löschen, bergen, retten muss. Der Follow-Me-Fahrer ist mit uns auch netterweise extra zum Übungsplatz gefahren, so dass wir da ein paar Minuten beim Löschen zugucken konnten. Das war jedenfalls nicht nur für die Sophie interessant 😉

Danach ging es dann recht ruhig auf der 23 los und direkt über die Innenstadt von Hamburg und den Hafen nach SIERRA. Von dort dann einfach DCT EDDP – die Landschaft würde eh nicht so sonderlich interessant sein. Das Wetter war ganz in Ordnung, ab und an etwas Thermik wo mal die Sonne geschienen hat, ansonsten bewölkt mit brauchbarer Sicht und ruhig. Zwischendrin hat es auch mal kurz geregnet, das hat aber für die Mücken auf der Frontscheibe nicht gereicht…

In Leipzig war wie immer nichts los und wir konnten ruhig auf der 26L landen. Dann wollte ich nochmal volltanken, was leider dort ziemlich nervig ist, weil die Tankwarte immer ewig brauchen bis sie mal kommen. Als wir von der kurzen Pause wieder zurück gekommen sind, stand auch eine King Air da, die auch gerade auf den Tankwagen gewartet hat. Die Piloten waren auch ziemlich ungehalten, schließlich waren sie “Ambulance” unterwegs (also quasi mit Blaulicht). Es kam dann auch ein Notarzt-Auto gefahren, was das Ärzteteam vermutlich für eine Transplantation gebracht hat worauf die Piloten noch während dem Tanken alles startklar gemacht haben (klar, ab dem Moment “pressierts”).

Der restliche Flug war dann relativ unspektakulär und ich konnte mich wieder mal an “Menschliches Leistungsvermögen” erinnern. Zwischen Hof und Nürnberg hatte ich mein tief… da wär ich beinahe eingeschlafen so tief war mein Aufmerksamkeitsniveau gesunken. Das ist im Flieger natürlich eher unpraktisch, aber es gibt trotz Selbstmotivationsversuchen keinen leichten Weg raus. Der Durchflug durch die Nürnberg CTR hat auch nur wenig geholfen… Das blöde ist, dass man für die Landung die Konzentration halt wieder auf 100 % steigern muss und das quasi von jetzt auf gleich. Es ging dann… vor mir war eine 152er Cessna etwas “rumgeeiert” in der Platzrunde, so dass man die andauernd suchen musste.

Die Landung auf der 07 in Augsburg war dann jedenfalls wieder recht sanft und so ging eine schöne Woche mit vielen Eindrücken zu Ende.

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11 May2013

Frühlingsausflug: Heringsdorf – Hamburg

  •   11. May 2013. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-ECHK, EDAH, EDDH, Mehrere Tage

Unser diesjähriger Ausflug ist recht sportlich, gestern sind wir ungefähr 30 km von Ahlbeck nach Zinnowitz geradelt (und haben den Zug zurück genommen), daher war heute Muskelkater auskurieren im Flugzeug angesagt 😉

Heute ging es also von Heringsdorf nach Hamburg. Wir sind gegen Mittag aufgebrochen, damit wir noch vor den vorgesagten Schauern und Gewittern am Nachmittag in Hamburg ankommen können. In Heringsdorf war heute auch richtig was los, am Wochenende kommen da die ganzen Linienflieger an und die Kontrollzone ist dann auch “richtig” aktiv. Bei der Landung hatte ich das nicht ganz verstanden, wir haben uns zwar bei Heringsdorf Turm gemeldet, aber es gab nur ein “dann direkt zur rechten Queranflug Piste 28”. Laut NOTAM wäre die CTR aber aktiv gewesen, naja sei’s drum. Der Tankwart meinte dann auch, dass heute 12 Linienmaschinen kämen.

Nach dem Tanken ging es jedenfalls auf der 28 los und dann aus der Kontrollzone, was wieder den Lotsen nicht so richtig interessiert hat – insofern ist die CTR “komisch”… Danach wollten wir eigentlich noch etwas Sightseeing die Ostseeküste entlang machen, aber das haben wir uns angesichts der Sichten erspart. Es war dicht bewölkt und so geschätzte 10-15 km Sicht, also nicht sonderlich berauschend. Daher haben wir direkten Kurs nach Hamburg genommen. Das ging dann südlich von Rostock vorbei, dann über Wismar und nördlich von Lübeck zum Pflichtmeldepunkt NOVEMBER von Hamburg. Ab ca. Wismar war das Wetter… anders… die Sicht gut dafür aber ziemlich bockig. Das ist nicht so toll, weil es der Beatrix dann immer schlecht wird – dadurch das man hinten so schräg und unnatürlich sitzt. Sophie macht das nichts aus, die schläft eigentlich immer.

Von NOVEMBER 1 ging es jedenfalls dann über NOVEMBER 2 direkt zum Endanflug Piste 23. Offenbar war wenig Verkehr, von Hamburg ist man ja sonst viel Traffic gewohnt und es gab auch ein NOTAM dass man mit Delays wegen einer Veranstaltung rechnen müssen. Naja, das galt für uns nicht. Der Follow-Me-Fahrer hat uns dann aufgeklärt: Es ist gerade Hafengeburtstag. Nicht schlecht, dann gibt es morgen ja viel anzuschauen mit Schiffsparade, Queen Mary usw.

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09 May2013

Frühlingsausflug: Dresden – Heringsdorf

  •   9. May 2013. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-ECHK, EDAH, EDDC, Mehrere Tage

Nachdem wir uns gestern in Dresden körperlich ertüchtigt haben und auf der Bastei waren (497 Stufen oder 195 Höhenmeter den Kinderwagen hochgetragen, runtergerollt ist er dann auf der anderen Seite vom Berg von selbst), ging es heute zum nächsten Ziel.

Eigentlich war Kopenhagen geplant, aber dort war gestern schon den ganzen Tag Nebel und heute auch wieder. Also haben wir auf Barth umdisponiert und sind dann am Ende nach Heringsdorf auf der Insel Usedom geflogen.

Gegen Mittag ging es in Dresden los, wir haben erst noch ein Regen- und Gewittergebiet vorbeiziehen lassen, welches in Richtung Nordosten über Dresden weg gezogen ist und uns somit den direkten Weg im Osten von Berlin vorbei an die Ostsee versperrt hat. Wir sind daher erstmal der Elbe gefolgt in Richtung Wittenberg, das Ganze bei schönem, fast wolkenlosen Wetter. Auf Höhe von Holzdorf sah man dann aber viele Cumulus-Wolken und auch einige TCU bzw. CB stehen, die da aus den Wolken rausragten. Daher haben wir uns dann entschlossen, etwas höher zu steigen, um über den Wolken zu sein und die TCU/CB somit gut sehen zu können. So ging es bis kurz vor Airspace C südlich von Berlin in 4500 ft dahin. Wenn wir in der Höhe den Berliner Luftraum umflogen hätten, wären wir aber direkt in ein Gebiet mit vielen CBs geflogen. Also habe ich bei Bremen Information mal gefragt, ob wir nicht den Airspace C von Berlin queren können. Die Lotsin hat das schnell koordiniert und es ging. Wir waren allerdings zu tief und sind dann kurz nach der Übergabe an Bremen Radar auf FL 65 freigegeben worden. Also sind wir noch hochgestiegen und dann mit Nordkurs weitergeflogen. Das war natürlich sehr angenehm, weil zum einen kurz und zum anderen sehr ruhig. Berlin und Umgebung ist aus der Höhe auch recht nett anzuschauen, das erlebt man ja nicht so oft. Etwa auf Höhe von Berlin Tegel, was man auch sehr gut sehen konnte, wurden wir dann an Berlin Arrival übergeben. Von dort waren es auch nur noch um die 10 min und wir waren aus Airspace C wieder draußen.

Wir sind dann noch eine Weile in der Höhe weitergeflogen. Irgendwie entsteht bei mir immer so ein Gefühl, dass man mit einer kleinen Nußschale in großer Einsamkeit unterwegs ist, wenn man mit der Cessna so vergleichsweise hoch fliegt und unten drunter recht viele Wolken sind, so dass man nach vorn im Wesentlichen nur noch Wolken sieht. Wie auch immer, man konnte ab Berlin schon eine Gewitterlinie sehen, die schon bei Start im Radar zu sehen war, und zwar westlich von Rostock. Wir haben uns dann immer östlich der Linie gehalten, was uns eher in Richtung polnische Grenze gebracht hat, also nicht wirklich dorthin wo wir wollten. Die Wolken wurden dann auch immer dichter, so dass wir so ca. 25 min vor Barth unter die Wolken gesunken sind. Das war im Prinzip eine schlechte Idee, denn dort war es mächtig bockig von der labilen Luftmasse.

Wir haben dann also nördlich von Neubrandenburg versucht, in Richtung Nordwesten, also nach Barth zu fliegen, aber dort wurde es immer bockiger und dunkler. Bei 2000 ft gab es auch wieder Internet und somit ein neues Radarbild und das zeigte dann, dass wir direkt in Richtung der Gewitterlinie fliegen. Also ganz schlechte Idee… Kurze Entscheidung: Wir nehmen eines unser Alternates, also Heringsdorf. Bis dorthin waren es noch 5 min bis zum Pflichtmeldepunkt.

In Heringsdorf war es auch schon recht bockig und ein böiger Wind mit 10 kt genau von der Seite. Also mal wieder gute Gelegenheit zum Seitenwindlandung üben und wieder mal recht unspektakulär. Die Landung war also recht ruhig und wir haben dann auch gleich ein Hotel in Ahlbeck gefunden.

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07 May2013

Frühlingsausflug: Augsburg – Dresden

  •   7. May 2013. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-ECHK, EDDC, EDMA, Mehrere Tage

Ab heute haben wir eine Woche die D-ECHK gebucht und machen einen größeren Frühlingsausflug. Zum Beginn sollte es nach Dresden gehen.

Wir wollten eigentlich gleich am Morgen losfliegen, was aber aufgrund des Wetters nicht ging (wegen schlechten Sichten und Dunst). Wir haben daher bis zum frühen Nachmittag gewartet. Die Sichten hatten sich bis dahin sehr gebessert, allerdings hatten sich zwischen Nürnberg und Hof und zwischen Chemnitz und Dresden zahlreiche Schauer und Gewitter gebildet und auf dem Radar zu jeweils zwei großen Regengebieten vereinigt.

Wir sind dann trotzdem losgeflogen, immer mit dem Hintergedanken, wenn es nicht weiter geht, umzukehren. Der Start auf der 07 in Augsburg war ganz ruhig und bis zum Altmühltal war das Wetter auch gut. Dann wurde es schon dunkler und man sah zahlreiche Schauer. Wir sind dann in Richtung Neumarkt abgedreht wo es etwas heller war und sind immer den “Sonnenflecken” am Boden gefolgt. Etwa auf Höhe von Nürnberg waren die aber zu Ende und es wurde richtig schlecht, wir konnten zwar immer so zwischen 1500-2000 ft über Grund fliegen, aber die Sicht ging auf etwa 8-10 km zurück. Wir sind dann in Richtung A9 geflogen, um diese als optische Referenz zu nutzen. Bis kurz nach dem Hienberg ging das auch ganz gut und es war noch trocken. Dann stand aber eine Regenwand im Weg, so dass wir etwas abdrehen mussten um halbwegs im Hellen zu bleiben. Ich habe dann mal ein aktuelles Radar abgerufen und konnte sehen, dass man sich bis Bayreuth durchschlagen muss und es danach wieder trocken sein würde. Also sind wir immer so geflogen, dass die Sicht ausreichend ist und es nicht gar zu sehr schüttet und siehe da… kurz hinter Bayreuth war wunderbares Wetter. Zwar bedeckt, aber Untergrenzen um 6000 ft.

Es ging dann also durch die Hofer Kontrollzone in Richtung Dresden. Kurz vor Zwickau wurde es dann wieder schlechter. Hier stand das nächste Regenband und wir mussten uns auch da wieder durchschlagen. Das ging aber auch sehr gut, bei Zwickau sind wir scheinbar unter einem eingebetteten TCU geflogen, da war es bis zum gut erkennbaren Rand der “bösen” Wolke leicht turbulent. Von dort ging es bis hinter Chemnitz in leichtem Regen weiter. Dann war es wieder besser, nur rechts von uns standen wieder viele Schauer mit Starkregen.

Wir haben uns dann bei Dresden Turm gemeldet, die sichtlich überrascht waren, dass sich ein VFR Light Aircraft bis zu ihnen durchgekämpft hatte. Wir bekamen dann auch trotz anderem IFR-Verkehr gleich ein “direct final 04 high-speed until short final”. Also flott… Das war sehr nett vom Lotsen, denn dort standen einige CBs und da weiß man ja nie, ob die nicht ein Gewitter ergeben. Also ging es mit 110 kt (was für die Cessna halt high-speed ist) quer durch einen kräftigen Schauer zum Final von der Piste 04. Dann im kurzen Endteil das Gas raus und die Klappen rein. Die Landung war dann sehr sanft und ruhig und als wir vom Follow Me eingewiesen waren, hatte auch der Schauer nachgelassen, so dass wir im halbwegs trockenen aussteigen konnten.

Alles in allem also kein optischer Genuß aber trotzdem ein navigatorisch sehr interessanter Flug. Hinterher habe ich dann dem Autopiloten vom G1000 und dem GPS gedankt. Ich glaube ohne die beiden Helferlein wäre das nicht möglich gewesen und wir wären umgekehrt. Die Arbeitsbelastung im Cockpit ist bei so marginalem Wetter auch mit Autopilot recht hoch und ohne GPS wird so ein herumschlängeln um Schauer und dabei noch grob die Richtung halten auch nicht ganz leicht (bis unmöglich).

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