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27 Jan2017

Egelsbach – Augsburg

  •   27. January 2017. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-ELDS, EDFE, EDMA, IFR

Heute war ich dienstlich in Frankfurt, wo unser Flieger immer noch bei der Werft steht. Wir mussten neben den Kraftstoffpumpen auch gleich den ganzen Tank tauschen lassen, da es sich dort Bakterien gemütlich gemacht hatten. Und die haben nicht nur Kerosin gefressen, sondern auch gleich die Plaste vom Tank mit (macht Sinn, ist ja beides aus Erdöl…). Ich hatte schon länger beim Drainen beobachtet, das da immmer so ein Kügelchen grün-brauner Batz mit rauskommt. Daraufhin hatten wir den Tank (bzw. eher dessen Inhalt) auch schon mit so einem antibakteriellem Zeug behandelt, aber das hat nur begrenzt geholfen.

Die Maschine war jedenfalls fertig und wir konnten sie heute mit nach Hause nehmen. Etwas wehmütig haben wir also unsere Tank-Untermieter in Egelsbach zurückgelassen und sind am Abend nach Augsburg aufgebrochen. Heute wieder IFR – ich wollte einfach nur schnell nach Hause. So ging ein ruhiger Flug in die Dunkelheit rein, kurz nach dem Start in Egelsbach ging es noch in der CTR von Frankfurt rauf in den Airspace C und dann gemütlich auf direktem Kurs zunächst nach Walda. Heute war in Augsburg die Piste 07 aktiv, also ist Walda eigentlich ein Umweg, da von Nordwesten aus ein anderer Wegpunkt auf dem GPS-Approach günstiger ist. Zeitgleich mit unserem Hangarnachbar (einer DA42) haben wir uns dann bei Munich Radar gemeldet und erst hat der Kollege nach der Abkürzung im Approach gefragt. Meine Konversation war dann recht kurz: “D-DS request…” – “D-DS I guess you also want RNAV GPS out of MA011” – “D-DS affirm” – “D-DS direct MA011” 🙂

Die Landung war dann angenehm ruhig und danach ging es noch schnell mit dem Auto nach Hause. Haustür-Haustür von Neu Isenburg aus heute knapp 3 h – mit etwas ratschen bei Diamond in Egelsbach. Im Radio kam dann, dass auf der A3 ewig lange Stau ist – gut das wir den Flieger hatten…

07 Jan2017

Augsburg – Egelsbach

  •   7. January 2017. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-ELDS, EDFE, EDMA

Heute ging es gleich wieder zum fliegen – diesmal nur von Augsburg nach Egelsbach, da unser Flieger wieder mal zu Werft muss, wo einige zeitlimitierte Motorteile getauscht werden müssen. Nachdem für die nächsten Tage schlechtes Wetter angesagt ist, bietet es sich natürlich an, das für die Werft zu nutzen.

Also ging es gemütlich VFR nach Egelsbach, das Wetter war noch recht schön, die Aufzugsbewölkung zwar schon auf etwa 8000 ft abgesunken, aber trotzdem war es trocken und zeitweise sogar sonnig. Interessanterweise war trotz das heute Samstag ist, niemand groß unterwegs. Weder bei München Information noch bei Langen war viel los. Schade, dass viele sich im Winter scheinbar nicht zu fliegen trauen.

Der Flug und auch der Anflug auf Egelsbach waren jedenfalls ruhig, nur in Egelsbach war dann einer vor uns, der war so unglaublich langsam, dass wir selbst mit 60 kt im Final immer näher kamen. Ich hatte dummerweise im Funk den Flugzeugtyp nicht mitbekommen, sonst hätte man das in etwa einschätzen können. Aber zum Glück hat es doch gepasst und wir sind nach ruhiger Landung zu Diamond gerollt und wollten anschließend eigentlich noch bei Schubeck’s essen gehen. Nur leider ist Schubeck’s wohl pleite… hoffentlich macht da wieder was neues auf.

02 Jan2017

Friedrichshafen

  •   2. January 2017. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-ELDS, EDMA, EDNY, IFR

Endlich war das Wetter wieder mal brauchbar – das musste natürlich gleich für den Jahreseröffnungsflug genutzt werden. Am vormittag lagen noch Reste einer Schichtwolkendecke über Bayern, Augsburg meldete stark bewölkt in 2000 ft, Memmingen schon CAVOK. Also perfektes Sichtflugwetter und über der nur noch schwachen Inversion würde auch beste Fernsicht sein.

In Augsburg angekommen hatte sich dann die Wolkendecke wieder verdichtet und war augenscheinlich unter 2000 ft abgesunken, meine Schätzung von 1000 ft war ziemlich gut, das METAR meldete scattered 900 ft. Irgendwie hadere ich immer noch mit IFR und Vereisung – am Boden waren -3 Grad, in den Wolken also noch kälter, oberhalb der Wolken zwar wärmer aber auch unter Null. Der DWD sagt natürlich dann leichte Vereisung an. Aber ist das wirklich so und ist das vor allem für uns ein Problem?
Wir sind dann VFR losgeflogen und recht bodennah unter den Wolken rumgeeiert. Erst kurz vor Memmingen waren dann die Wolkenlöcher groß genug, das man drübersteigen konnte. Der Flug war ruhig und die Fernsicht wirklich super, auch die verschneite Landschaft war schön anzusehen.

In Friedrichshafen war das Wetter dann auch gar nicht mehr so gut, 8000 m Sicht aber nur wenige Wolken (FEW) in 600 ft – da würde man also zur Not drumrum fliegen können. An sich eigentlich kein Problem – allerdings gegen die Sonne in diesen Dunst reinfliegen bedeutet praktisch: kaum Sicht. Es sah sogar erst so aus, als ob dort eine geschlossene Wolkendecke ist. Ich bin von ECHO aus langsam in den Dunst reingesunken und man hat auch nach unten immer den Boden gesehen, aber den Flugplatz nach Sicht finden – unmöglich. Für uns war das nicht so das Problem, da ich schon oft dort war und weiß, dass man immer der Eisenbahn folgt, die direkt zum Platz führt. Aber jemand, der noch nie am Platz war, für den ist so ein Wetter richtig gefährlich. Ich hatte anfangs auch überlegt, ob wir nicht umkehren sollen, letztlich ging es aber schon und die Landung war angenehm ruhig.

Es gab dann erstmal leckeres Essen beim Italiener, nach der Nachspeise verriet der Blick aufs METAR aber: da ziehts zu: scattered 600 ft ist VFR kein Spass. Also haben wir beschlossen, IFR zurückzufliegen, wohl wissend, dass wir im Falle von Vereisung mittlerweile bodennah positive Temperaturen hätten. Es ging also auf der Departure kurz durch Wolken – zu kurz als das da irgendwas ansetzen konnte – das sah von unten schlimmer aus, als es dann tatsächlich war. Danach bei schönstem Alpenpanorama zurück nach Augsburg, wo wir dann durch die mittlerweile dichte Schichtwolkendecke sinken mussten (-4 Grad drinnen, auch kein Eis). Dann sind wir noch ruhig das ILS runtergeflogen und in Augsburg wieder gelandet.
Insgesamt ein schöner erster Flug in diesem Jahr.

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30 Nov2016

Innsbruck

  •   30. November 2016. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-ELDS, EDMA, IFR, LOWI

Heute war wieder mal sehr schönes Wetter, dass muss genutzt werden, nachdem wir gerade meistens die übliche Herbstsuppe haben. Heute mal für ein Mittagessen in Innsbruck.

Am späten Vormittag ging es in Augsburg los, auf dem Hinweg IFR, damit wir den schönen Approach von oben ins Inntal genießen können. Der Start war ruhig, oberhalb der Inversion beste Fernsicht und 35 kt Wind aus Nordwest. So ging es also mit flotten 150 kt Groundspeed erst über München, zum Tegernsee und von dort über die Berge an Rattenberg vorbei auf den Localizer East. Es war ein wunderschöner, ruhiger Genussflug mit einem grandiosen Alpenpanorama. Und wider erwarten lag noch nicht mal viel Schnee.

Wir sind dann ruhig den Localizer runtergeflogen, es war nicht mal turbulent, was ich eigentlich angesichts der 30 kt Wind erwartet hatte. Die Landung auf der 26 in Innsbruck war dann sehr ruhig und danach gab es im Restaurant das wohlverdiente Mittagessen.

Danach hatte ich einen Z-Flugplan aufgegeben, wir wollten das Inntal rauf fliegen bis nach Kufstein und dort dann irgendwo den IFR-Pickup machen. Da es in Innsbruck windstill war, ging es auf der 08 raus und dann immer in ca. 5000 ft im Tal entlang, wo es nach Nordosten hin immer unruhiger wurde – was man auch gut an der erratisch rumspringenden Windanzeige vom G1000 gut “nachlesen” konnte. Zwischen Wörgl und Brannenburg war es dann etwas bockig, kaum im Flachland angekommen, war es wieder ruhig, dafür 25-30 kt Wind auf der Nase. Wie geplant haben wir dann unseren Pickup gemacht, sind gemütlich in 5000 ft mitten über München geflogen und heute per Non-Standard-Verfahren aufs ILS gesetzt worden. Das Maisach VOR war heute außer Betrieb und stand daher im Approach auch nicht zur Verfügung. Wir sollten dann erst “direct MA001” fliegen – einem Wegpunkt auf der Anfluggrundlinie, dann wollte uns der Lotse Vectors geben. Und: auch der Lotse kann sich mal verrechnen: für das Dogleg (zum Anschneiden des Localizers) hat er uns Heading 260 gegeben. Bei 250° final track und 20 kt Wind aus Nord wird das allerdings so nichts. Ist ihm dann auch aufgefallen gerade als ich ihn nach dem Sinn fragen wollte – mit Heading 280 war’s ein bisschen besser. Allerdings auch ziemlich spät, so dass wir den Glideslope beinahe von oben anschneiden mussten. Naja, der Rest des Anfluges und die Landung waren dann wieder sehr ruhig.

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13 Nov2016

Nürnberg

  •   13. November 2016. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-ELDS, EDDN, EDMA, IFR

Lange war ich nicht mehr auf einen “100 €-Kuchen” in Nürnberg und aktuell stehen keine Dienstreisen an, die man sinnvoll mit dem Flieger erledigen könnte, also haben wir einen der aktuell wenigen halbwegs schönen Tage genutzt und sind wieder mal in die Frankenmetropole geflogen. Damit ich nicht außer Übung kommen, gleich beide Legs als IFR-Flug.

Das typische süddeutsche Herbstwetter ist ja von einer Inversion geprägt, unter der sich wahlweise Nebel oder wenigstens Hochnebel hält und darüber ist es wolkenlos und schön. So auch heute. Die Hochnebeldecke war nur teilweise aufgelöst, man hätte auch drunter VFR fliegen können, insofern war das kein Faktor, aber ich muss ja das mit dem Icing noch einschätzen lernen. Also war ich ganz froh, dass wir beim Abflug zunächst die Freigabe auf 4000 ft bekamen – genau in die Hochnebeldecke rein, wo -4 Grad waren (knapp drunter übrigens 0 Grad). Aber kein bisschen Eisansatz, obwohl wir bestimmt 5 min drin waren. Obendrüber waren die Temperaturen dann wieder positiv (was zu erwarten war), also war das auch kein Risiko, da man jederzeit nach oben hätte flüchten können. Die Route führte genau über Neuburg/Donau zunächst nach UPALA und dann recht bald zu einem Wegpunkt in der Nürnberger Transition (DN452). Der Lotse hat dann noch zwei Airliner vor uns aufs ILS gesetzt und dann uns und wir sind ruhig dort gelandet und haben unseren Kaffee und Kuchen genossen.

Der Rückweg erfolgte dann bei einem schönen Sonnenuntergang und Alpenblick über der Inversion ab Nürnberg zunächst auch direkt nach Walda. Der Lotse von Donau Radar war aber gleich so nett und hat uns nach MA011 geschickt, was für den GPS-Approach sicherlich 10 min Flugzeit gespart hat. Man konnte in der Nähe der Donau auch von oben mehr oder weniger zusehen, wie sich die Hochnebeldecke immer mehr verdichtet und ausbreitet. Irgendwann sind wir dann durch gesunken und untendrunter war richtig schlechte Sicht und es war schon richtig dunkel. Man denkt immer gar nicht, wie stark selbst eine relativ dünne Wolkendecke (in dem Fall ca. 500 ft) die Sonne verdunkelt. VFR wär das jedenfalls kein Spaß gewesen bei der Suppe. Es ging so immer ganz knapp unter der Wolkendecke dahin auf den GPS Approach. Die Außentemperatur so um die -3 Grad und interessanterweise haben wir Eis angesetzt, obwohl wir gar nicht voll in den Wolken drin waren. Allerdings erstmal nicht an den Flügelkanten sondern oben auf den Flächen sowas wie Rauhreif. Die Schicht war nur teilweise und noch sehr dünn, aber ich schätze wenn man da noch eine Weile weitergeflogen wäre, hätte das sicher noch mehr angesetzt. Der Reif blieb jedenfalls bis nach der Landung erhalten und da es am Boden recht feucht war und schon wieder das Nebeln anfing, wurde er eher sogar stärker. Nach dem Tanken waren beide Flächen voll mit Reif.

Fazit: ein schöner Spaß-Flug und was das Icing angeht muss ich noch mehr Erfahrung sammeln. Dummerweise steht in den ganzen Theorieunterlagen nur “Icing ist gefährlich und muss vermieden werden” – allerdings steht da nicht, ob und wann es denn nun in welchen Wolken genau wieviel Eis gibt.

28 Oct2016

Luxemburg – Augsburg

  •   28. October 2016. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-ELDS, EDMA, ELLX, IFR, Mehrere Tage

Heute ging es von Luxemburg wieder nach Hause. In Luxemburg war es wieder dunstig, 3 km Sicht, 1400 ft Wolkenuntergrenze – also recht brauchbares Wetter, dafür war Augsburg das Sorgenkind. Als wir am Flugplatz angekommen waren, waren dort 2 km Sicht und bedeckt mit 400 ft Untergrenze. Man würde also am Missed Approach Point gerade 200 ft tiefer sein als die Wolken. Ich habe dann festgelegt, dass wir genau einen Anflug machen und wenn es nichts wird, dann sofort zum Alternate nach Memmingen fliegen, wo es sogar wolkenlos war. Ich finde es ist wichtig, einen festen Plan zu haben, den dann auch umzusetzen und nichts unnötig zu riskieren – ich will ja nicht so enden wie der Pilot gestern in Saarbrücken…

Der Start war dann ruhig, die SID hat uns der Lotse per Vectors abgekürzt und noch auf der SID gab es ein “direct RIXED” (die Route war wieder so ein Unsinn, der über Koblenz, Mannheim, Karlsruhe geführt hätte). RIXED ist nicht mehr weit von Walda, also eine schöne Abkürzung. Der Lotse von Stuttgart hat uns dann noch ein direct nach Walda gegeben. So ging es ruhig und etwas langweilig über dem Hochnebel dahin. Immerhin konnten wir die Sonne und die Aussicht auf den Schwarzwald und später die Alpen genießen, die allesamt aus dem Nebel rausgeschaut haben. Zwischen Stuttgart und Aalen war dann sogar wolkenlos, auch in Augsburg hatte sich der Nebel innerhalb von 90 min komplett verflüchtigt und Augsburg meldete sogar CAVOK. Also würden wir dort ganz entspannt landen können.

Trotzdem konnte man schon zusehen, wie es an der Obergrenze der Inversion wieder zu macht. Obwohl ja CAVOK war, war von oben die Sicht auf den Boden nach schräg vorne gleich null, nach senkrecht unten konnte man natürlich den Boden sehen. Wie man bei so einem Wetter VFR (und auch IFR) “see and avoid” machen soll, ist mir immer ein Rätsel. Der Lotse war jedenfalls mit dem anfliegenden Verkehr von München auch ganz schön ausgelastet, so dass wir gleich die Standard-Procedure geflogen sind, da hatte er mit uns nichts mehr zu tun, außer uns nach “established localizer” an Augsburg Tower zu übergeben. Wir sind dann mit noch weniger Sicht (es ging ja gegen die Sonne) das ILS runtergeflogen, in Augsburg war auch nichts los, die Landefreigabe gab es schon als wir noch 8 NM draußen waren.

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