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15 Dec2013

(Nochmal) Nürnberg

  •   15. December 2013. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-ECHK, EDDN, EDMA

Eigentlich wollten wir nochmal ein ganzen Wochenende wegfliegen und einen der vielen Weihnachtsmärkte in Deutschland besuchen, aber der Nebel hat uns wieder fest im Griff.
Zwar nicht ganz so schlimm wie in den letzen Wochen, aber Augsburg und alles nördlich davon und auch der Bodenseeraum waren wieder betroffen, also nichts mit Wochenendausflug.

Aber heute war es dann doch überall schön (außer am Bodensee und entlang der östlichen Donau), so sind wir nochmal zu einem Ausflug zum Kaffeetrinken nach Nürnberg aufgebrochen.
Der Start in Augsburg auf der Piste 25 war ganz ruhig, es waren nur 3 kt Wind. Kaum etwas hochgestiegen ist mir dann gleich aufgefallen, dass man einen ziemlichen Vorhaltewinkel braucht, um LIMA anfliegen zu können. Tatsächlich waren dann in 3000 ft Höhe beachtliche 32 kt Wind aus nordwestlicher Richtung (am Boden eben Wind aus Süden mit 3 kt). Und es waren in dieser Höhe auch 13 °C (am Boden -4 °C !!!). So eine ausgeprägte Inversion mit so krassen Temperaturdifferenzen habe ich bislang noch nicht erlebt. In Nürnberg hing dann auch eine entsprechende Wetterwarnung des DWD aus.

Die Inversion ist also diesmal extrem bodennah, was den Vorteil hat, dass man kaum in der Luft auch schon durch ist und darüber ist und dann die übliche extrem gute Fernsicht genießen kann. Von Augsburg bis Nürnberg hielt entsprechend der Alpenblick. Einfach traumhaft.

Wir sind dann erstmal in Richtung Ingolstadt geflogen, nördlich der Kontrollzone von Neuburg. Dort war heute sogar die Luftwaffe aktiv und hat mit Eurofightern Formationsflug geübt. Wir waren daher wieder für Verkehrsinformationen auf der Frequenz von Donau Radar, wo es heute nicht nur guten Service gab, sondern auch was zu hören und zu sehen, was man so nicht alle Tage erlebt: Die Eurofighter waren mehr oder weniger direkt über uns und werden ja auch von Donau Radar gelotst. Also konnten wir sehr schön mitbekommen, wie zuerst alle Radar Vectors von denen schön abgeflogen wurden und dann wurden auch noch Split und Rejoin in der Formation geübt (also Auflösen der 2er-Formation und dann Sich-wieder-formieren). Sehr schön zu beobachten…

Dann ging es der A9 entlang nach Nürnberg, wo wir auf der 10 hätten landen sollen (Wind 110 / 6 kt). Auch dort war oben der Wind fast aus der entgegengesetzten Richtung mit 18 kt. Letztes Mal habe ich mich ja über den Lotsen beklagen müssen, der uns so ewig hatte warten lassen. Hat gewirkt 😉 … Heute war die Lotsin super. Wir sollten von FOXTROTT in den rechten Gegenanflug zur 10, es kam auch noch eine Air France rein: Ob wir nicht einen Direktanflug auf die 28 machen könnten / wollen? Na klar… 6 kt Rückenwind auf 2500 m Landebahn sind kein Faktor. Dafür haben wir locker 6-7 min gespart. Die Landung war entsprechend ziemlich lang, aber sehr ruhig.

Nach einem Kaffee ging es wieder zurück. Der Start war wieder angenehm ruhig, im Funk konnte ich mal wieder Psychologie üben: Die Lotsin gibt uns erst FOXTROTT als Abflugstrecke, dann gibt sie bei der Startfreigabe für SIERRA frei und ich lese FOXTROTT zurück. Nach einer halben Minute ist mir das dann sogar noch aufgefallen und ich habe nochmal nachgefragt. Fand sie scheinbar ganz nett und meinte dann, sie hätte sich schon beschwert wenn es falsch gewesen wäre…

Dann ging es mit sagenhaftem Alpenpanorama den Weg wieder zurück und wir sind in Augsburg gelandet. Die Landung war zwar nicht so butterweich wie in Nürnberg, aber trotzdem ganz in Ordnung.

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27 Nov2013

Nürnberg

  •   27. November 2013. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-ECHK, EDDN, EDMA

Endlich. 8 Wochen Nebel und an den drei Tagen wo es mal schön war, konnte ich nicht. Aber heute endlich, heute sollte das Wetter schön sein. War es in München auch, nur Augsburg war wieder mal nebelsicher. Aber wir waren geduldig. Der Wetterdienst hatte CAVOK versprochen. Eigentlich für den ganzen Tag, aber das hat nicht ganz gestimmt…

Wir sind also gleich früh zum Flugplatz gefahren und wollten eine größere Runde drehen. Nach Friedrichshafen, dann über Stuttgart nach Nürnberg und von dort wieder zurück. Leider war aber Nebel und so haben wir im Café in Augsburg gewartet. Ich musste dabei immer an unser Warten in Governors Harbour auf den Bahamas im Sommer denken. Hat alles seine Vor- und Nachteile: In Governors Harbour waren die Stühle unbequem und es stank wahlweise nach altem Fett oder den Ausdünstungen der Klimaanlage und draußen gab es die netten Sandfliegen, die alles zerstechen. Dafür waren 30 Grad. In Augsburg sitzt man bequem bei lecker Essen und Trinken. Dafür sind draußen -9 Grad. So eine Kombination aus beiden wär jetzt nicht schlecht…

Anyway, kurz nach dem Mittagessen riss es dann auch in Augsburg auf und wir sind doch noch losgeflogen. Nachdem es allerdings ja jetzt um 16:30 schon wieder dunkel wird, ging es dann nur noch nach Nürnberg. Auch nicht schlecht, ich will ja Landen und Verfahren üben (oder in Übung bleiben).

Der Flug war ganz ruhig, die Sicht nicht berauschend aber auch nicht schlecht. Von kurz nach dem Start bis kurz vor Donauwörth war auch noch unter uns der restliche Nebel, danach war es wolkenlos. Anflug und Landung waren auch gut und sehr ruhig. Also nach 8 Wochen doch noch nichts verlernt…

Nach einem kurzen Kaffee in Nürnberg mussten wir auch schon wieder zurück. Wir haben dann in Nürnberg erstmal fast 10 min am Rollhalt gestanden, weil der Lotse einfach zu dä***ich war. Musste natürlich eine Lufthansa noch vor uns rauslassen und bekommt es dann nicht hin uns mal zwischen seinen spärlichen Verkehr zu schieben. In Augsburg wär in der Zwischenzeit wahrscheinlich der halbe Flughafen gestartet und wieder gelandet.

Endlich gestartet ging es dann voll gegen die sehr tiefstehende Sonne wieder zurück nach Augsburg. Am Anfang: Sicht praktisch null. Wir haben uns dann auch gleich für Verkehrsinfo bei München Information gemeldet und wurden dann auch an Donau Radar weitergegeben. Anscheinend war die Bundeswehr auch in der Luft (nur dann wird man dorthin gegeben). Der Service ist dort aber um Längen besser als bei der DFS, im Prinzip richtige Staffelung auch wenn man “nur” VFR unterwegs ist.

Etwa ab Donauwörth war die Sonne dann so tief, dass sie nicht mehr wirklich gestört hat und wir waren dort auch über der Inversion und konnten zum Abschluß noch ein wunderschönes Alpenpanorama genießen.

Dann ging es auch schon wieder zur Landung. Kurz vor Sonnenuntergang wollten alle wieder nach Hause und so hatte der Lotse in Augsburg gehörig zu tun. Da hätte der von Nürnberg vermutlich einen Herzinfarkt bekommen bei dem Stress. Die Landung war dann auch sehr sanft und ruhig. Auf dem Weg zum Auto konnte man schon wieder sehen, wie der Nebel wieder entstand. Also: den einen Tag mit gutem Wetter heute perfekt genutzt.

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18 Nov2012

Nürnberg (Sophie’s erster Flug)

  •   18. November 2012. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-ECHK, EDDN, EDMA

Heute war seit der AZF-Prüfung der erste Tag, wo mal kein Nebel bzw. Hochnebel über dem Süden Deutschlands lag. Also haben wir den Tag genutzt, um einen kleinen Ausflug zu machen, heute das erste Mal mit unserer Tochter Sophie (die gerade 2 geworden ist).

Da wir natürlich nicht wissen konnten, wie Sophie sich beim ersten Flug so “anstellt”, haben wir eine nicht allzu lange Strecke gewählt, so dass wir auch jederzeit umkehren oder kurzfristig woanders landen könnten. Ich habe dann erst an Memmigen gedacht, auch wegen des Wetters. Aber dann hat ab Mittag auch Nürnberg CAVOK gemeldet und dort gibt es doch für Sophie noch etwas mehr zu sehen als in Memmingen.

Wir sind dann also in Augsburg in Richtung Nürnberg gestartet, Sophie und Mama hinten. Der Flug war ruhig und angenehm, die Inversion der letzten Wochen im Süden weggeblasen und schöner Alpenblick. Ab Donauwörth bis hinter dem Altmühltal sind wir in einem Layer geflogen, sprich unter uns Wolken (Nebel) und über uns auch Wolken, dazwischen wunderbare Fernsicht. In Nürnberg war die Inversion dann noch ausgeprägt und beim Landeanflug sind wir in etwas Dunst eingetaucht. Die Landung war auch sehr ruhig und uns und Sophie hat es Spaß gemacht.

In Nürnberg haben wir uns kurz gestärkt und sind dann wieder zurück geflogen. Wir sind ca. 1 h vor Sonnenuntergang losgeflogen und es war schon überall relativ diesig und man konnte sehen, wie sich der Nebel wieder bildet. Der Alpenblick war weg und die Sichtweiten auf ca. 15 km zurückgegangen. Trotzdem war der Flug auch sehr ruhig und Sophie hat wieder ihren Spaß dabei gehabt. Sie hat auch kein einziges Mal das Headset abgenommen, was ich etwas befürchtet hatte, ganz im Gegenteil, als es einmal etwas runtergerutscht war, wollte sie es gleich wieder aufsetzen weil es sonst zu Laut sei 🙂

Die Landung in Augsburg war dann fast bei Windstille auch sehr ruhig. Danach ging es wieder nach Hause.

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20 Oct2012

Nürnberg

  •   20. October 2012. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-ECHK, EDDN, EDMA

Heute waren wir schon wieder fliegen, diesmal um die schönen Herbstbäume anzusehen. Dazu sollte es nach Nürnberg gehen.

Das Wetter war heute Severe CAVOK. Etwas Föhn an den Bergen aber sonst wenig Wind und warm. Bereits auf der Autobahn war Alpenblick. Wir sind dann auf der 07 in Augsburg gestartet und anschließend bis zum Altmühltal geflogen. Dann diesem gefolgt bis ca. zur A9. Dort in der Gegend gibt es viele Laubwälder, die bereits sehr schön bunt gefärbt sind. Dazu noch ein Blick bis zum Horizont – sprich Alpen und Bayrischen Wald. Das war also Genuß pur. In Nürnberg gabs dann fliegerisch auch noch was “neues”, dort war gerade Rush-Hour und wir mussten noch 2 Verkehrsflieger landend und 1 startend abwarten. So viele Warteschleifen hab ich dort noch nie gedreht. Dann sind wir aber auch ruhig gelandet und haben einen Kaffee getrunken.

Danach gings wieder nach Hause. Diesmal mit Alpenblick ab FOXTROTT Nürnberg. Den konnten wir auch eine ganze Zeit genießen, denn es waren zeitweise 30 kt Gegenwind, allerdings genau auf der Nase, so dass es absolut keine Turbulenz gab. Die Landung in Augsburg war dann auch wieder sehr ruhig, am Boden war gar kein Wind.

Und: Am 08.11. geht’s zur AZF-Prüfung. Mal gucken was man da so wissen muss…

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26 Apr2012

Strausberg – Nürnberg – Augsburg

  •   26. April 2012. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-ECHK, EDAY, EDDN, EDMA, Mehrere Tage

Nachdem ich gestern abend schon die Rezeption im Hotel bei der Frage “Warum sind Sie heute in Berlin?” mit der Anwort “Wegen der HannoverMesse” verwirrt hatte, ging es heute also vom HannoverMesse-Ausflug wieder nach Hause. In Hannover war zwar nicht wie angekündigt Regen mit tiefen Untergrenzen sondern “nur” Wind mit 18 in Böen 36 kt Wind, und südlich alles voller Regenschauer. Also war die Entscheidung zur Flucht nach Berlin schon gut (wegen Tegel sowieso…).

In Berlin war es zwar auch windig und die Aufzugsbewölkung schon gut fortgeschritten, aber eben noch CAVOK. Wir sind dann gegen Mittag in Strausberg gestartet und haben noch etwas Sightseeing über der Stadt gemacht. Vermutlich war es das letzte Mal, das wir dafür eine Freigabe gebraucht haben, die neue Luftraumstruktur von Berlin sieht eigentlich ganz Sightseeing-freundlich aus, fast genau wie in München.

Im Osten von Berlin wurde es dann auch richtig bockig, dort waren 40 kt Wind und das noch böig und schräg von vorn. Nach der Kontrollzone war unser Glück, das der direkte Kurs in Richtung Leipzig auch genau die Windrichtung war. D.h. wir hatten die ganze Zeit so 30-40 kt genau auf der Nase. Dadurch war es zwar relativ ruhig im Flieger, aber mit 70-80 kt Groundspeed kommt man halt auch nicht richtig voran. Ich wollte erst in Leipzig landen, um dort was zu essen, angesichts von 22G35 kt Wind auch noch von der Seite und sogar einer Windwarnung in der ATIS haben wir uns das gespart und sind nur durch die Kontrollzone geflogen.

Trotzdem gibts in Leipzig natürlich immer was zu erleben… Nur eine Bahn aktiv (die andere wird wieder mal gebaut), ganze zwei Flugzeuge im Anflug. Das ist für den Lotsen zu viel… “Ich rufe zurück, wegen Verkehr keine Positionsmeldungen, ich rufe zurück…”. Ist schon klar, ich hätte ja auch einmal “D-ECHK, NOVEMBER, 2400” gesagt, da wär die Frequenz ja quasi voll gewesen. Ich hab dann extra langsam gemacht, damit auch beide Flieger schon unten sind, bevor wir in die Nähe der Bahnen kommen, keine Ahnung was wir sonst hätten machen müssen.

Danach gings dann weiter nach Nürnberg und südlich von Leipzig wurde nicht nur das Wetter besser (sprich wolkenlos) sondern auch der Wind weniger. Länger als bis Nürnberg ging aber nicht mehr… da hatten wir schon 2:30 h gebraucht und da muss man einfach mal oben was zu- und unten was abführen… Wir sind dort also kurz gelandet und haben Kaffee und Kuchen genossen.

Danach dann der letzte kurze Hüpfer nach Augsburg in schönem Wetter aber leider ohne Alpenblick. In Augsburg war dann wieder so einer von diesen Super-Erfahrenen unterwegs. Mit einer Mooney – immerhin oder in diesem Fall vielleicht “leider”. Das es mit dem Funk an kontrollierten Plätzen hapert ist ja noch einsehbar wenn man da nie hinfliegt. Aber sowas ist schon grenzwertig: Lotse: “…Piste 25 frei aufsetzen und durchstarten” Pilot: “nee ich starte nicht durch” “aber sie wollten doch aufsetzen und durchstarten” “ja schon, aber ich geh nicht durch” “??? dann machen sie also eine Abschlußlandung” “nein, ich mache zwei Platzrunden, die Abschlußlandung dann nach dieser Landung” “??? was ist dann jetzt ihre Absicht” “landen” “also doch eine Abschlußlandung” “nein” – wir hatten zwischenzeitlich auf Anweisung des Lotsen mal sicherheitshalber den rechten Gegenanflug verlängert. Er ist dann gelandet und von der Bahn gefahren, wir auch, also fehlt der Rest der Diskussion in der zweiten Platzrunde von ihm… 

Im Gegensatz zum Norden, wo die FIS-Frequenzen wie ausgestorben waren, war im Süden mit wolkenlosem Himmel und schönem Wetter doch der eine oder andere unterwegs. Ich kann und will das nie verstehen, für die meisten heißt Sichtflugwetter scheinbar wirklich Severe CAVOK. Dabei sind wir auch dieses Mal wieder trotz teilweise GAFOR D1/M2 gut nach Hannover gekommen und trotz Wind und gefährlich aussehender Aufzugsbewölkung auch wieder gut nach Hause. Klar, wer Alpenblick bis Nürnberg fordert um überhaupt an fliegen zu denken, wird jetzt sagen “wahnsinnig”. Ich würde aber empfehlen, einfach auch mal bei 7 km Sicht oder OVC015 wenigstens eine Platzrunde zu drehen. Vielleicht sieht das von oben gar nicht so gefährlich aus, wie als Fussgänger.

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24 Mar2012

Nürnberg

  •   24. March 2012. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-ECHK, EDDN, EDMA

Die ganze Woche ist jetzt schon schönes Wetter, jetzt muss ich das auch endlich wieder mal zum Fliegen nutzen. Nachdem der geplante Flug zur CeBIT nach Hannover einer ausgeprägten Warmfront zum Opfer gefallen war, konnte ich heute auch nicht den ganzen Tag nutzen. Also ging es wieder mal nach Nürnberg. Im Moment pendle ich irgendwie zwischen Nürnberg und Friedrichshafen hin und her… das liegt aber daran, dass uns das Wetter immer einen Strich durch die ganzen geplanten größeren Runden gemacht hat. Naja, das Jahr ist noch lang und die Planung auch.

Eigentlich hatte ich die D-EMUT gebucht weil die D-ECHK für einen mehrtägigen Ausflug blockiert war. Der wurde dann kurzfristig wegen Nebel abgesagt, was ich nicht so ganz nachvollziehen kann (ok, in Augsburg war wahrscheinlich Bodennebel bis 9:30 Uhr und die Sicht danach auch nicht die geforderten 150 km Mindestsichtweite), aber für uns war es gut, dadurch konnte ich kurzfristig “auf Glas” umbuchen. Das war praktisch, da ich noch mehr Glas mitgebracht hatte, was ich auf dem Flug mal ausprobieren wollte, sprich: Ich habe ein neues Flieger-Navi besorgt. Das G1000 kann ja leider keine VFR-Karten anzeigen und kennt ja noch nicht einmal Pflichtmeldepunkte und das zusätzlich eingebaute ThinkNav T7 ist permanent kaputt, also bin ich ja, wie in den anderen Fliegern, ein bisschen auf eigene Technik angewiesen. Ich benutze die ganze Zeit schon Sky-Map und bin damit eigentlich rundum zufrieden was die Software angeht, nur ist mein Medion GoPal halt etwas in die Jahre gekommen. Daher habe ich ein Android-Tablet besorgt, genauer ein Odys Space, welches für sagenhafte 145 € bei Amazon sogar UMTS an Bord hat. Ein paar Tage habe ich es zu Hause schon ausprobiert und bin mit Android nicht so richtig zufrieden, wahrscheinlich von iPad und iPhone verwöhnt, also zum Surfen ist es keine Alternative, aber als Flieger-Navi schon. Mit 7″ ist es angenehm groß, das Display sehr gut abzulesen und für die eigentlich nicht so tolle Hardwareausstattung ist es angenehm schnell. Andersrum habe ich das iPad auch schonmal im Flieger probiert und fand es nicht so prickelnd, das GPS ist einfach nur schlecht, befestigen kann man es nicht richtig und als Kniebrett mag ich es eigentlich nicht haben. Das JeppFD ist zwar ganz nett, aber ich fliege ja VFR und da hätte ich halt schon gerne eine ICAO (oder wegen mir auch Jeppesen VFR)-Karte.

Also habe ich das neue Teil mal im Flieger “angesaugt” und wir sind losgeflogen. Der Flug war relativ ruhig, ein wenig Thermik war durch die kräftige Frühlingssonne schon zu spüren. Die Sicht war allerdings Richtung Nürnberg nicht ganz so berauschend, zwischen Altmühltal und Allersberg waren vielleicht so 20-25 km Sicht, in Richtung Sonne gefühlt nur so 10 km. Da war also viel Wasser in der Luft. Trotzdem war es ein schöner Flug, wir haben mal Audi angeguckt und einen ICE zwischen Ingolstadt und Nürnberg verfolgt. Ich bin gemütlich nur so um die 100 kt geflogen und wir waren genau so schnell wie der ICE. Ich dachte immer der kann so 250-270 km/h fahren…

Die Landung in Nürnberg war dann trotz etwas böigem Seitenwind mit 9 kt einfach und ruhig. Wir haben dann einen Kaffee getrunken und sind dann wieder zurück geflogen mit einem sehr schönen Sonnenuntergang. Zwischen Nürnberg und Altmühl hatte es auch noch weiter zugezogen und dort waren vielleicht noch 8-9 km Sicht, aber über der Inversion halt ein sehr schönes Abendrot. Die Landung in Augsburg war auch sehr ruhig, die Thermik war ja eh schon zusammengebrochen, also war es ja eh ruhig wie auf Schienen.

Und das Android-Tablet? Das hat seinen ersten Einsatz gut gemeistert. In Nürnberg war zwar im Anflug die Karte mal weg (wegen “Out of memory”), das ließ sich aber am Boden dann leicht beheben indem ich mal alle Programme beendet habe, die ich so im Laufe der Zeit ausprobiert hatte. Unterwegs konnte man es auch sehr leicht bedienen und der Akku war auch bei voller Display-Helligkeit in den 2 Stunden wo es angeschaltet war gerade von 99 auf 78 % gesunken. Alles in allem also auf jeden Fall keine Fehlinvestition.

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