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22 Feb2014

Nürnberg

  •   22. February 2014. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-ECHK, EDDN, EDMA

Eigentlich wollten wir schon Anfang des Monats für ein Wochenende wegfliegen, aber leider war da gerade ein Sturmtief über Deutschland und außerdem hatte mich eine Grippe wie schon seit Jahren nicht mehr für einige Zeit lahmgelegt.

Aber heute haben wir das schöne Wetter genutzt und einen kleinen Ausflug gemacht. Wir wollten schon länger mal den Donaudurchbruch bei Kelheim von oben angucken und sind daher heute nach Nürnberg geflogen mit einem kleinen Umweg über Regensburg.

Es ging ruhig in Augsburg auf der 25 los und dann in Richtung Donauwörth um immer entlang der Donau (außerhalb der Kontrollzonen von Neuburg und Manching) nach Kelheim zu fliegen. Wir haben uns nach dem Start gleich bei München Information gemeldet und wurde von dort an Donau Radar übergeben – die Bundeswehr war also aktiv. Nur bei Donau Radar niemand zu Hause… also wieder zurück zu München Information. Zwei Minuten später meinte die Lotsin dann, es würde ihr leid tun wegen der Umstände aber für den Sektor sei nun mal die Bundeswehr zuständig und sie habe jetzt angerufen in Neuburg und die Lotsen würden mich jetzt erwarten. Also haben wir wieder zurück auf Donau Radar gewechselt und tatsächlich war auch jemand da… naja es war wohl kurz vor Dienstschluss 😉 … Es gab aber wie immer super Service von der Bundeswehr (“radar service starts now”). Bei Ingolstadt wurden wir an Ingo Radar übergeben und es gab dann auch bald ein “opposite traffic, 10 NM, same altitude”. Das ist immer blöd wenn einer genau entgegen kommt und auch noch auf gleicher Höhe ist. Wie üblich ist es uns trotz 4 intensiv suchender Augen nicht gelungen, den Verkehr zu finden. Der Lotse hatte dann bei 4 NM Abstand nochmal gewarnt und wir waren daraufhin zum einen etwas gestiegen und etwas abgedreht. Erst als es nochmal ein “traffic in your 1 o’clock position, 1 NM” gab, konnten wir den Verkehr endlich finden – auch eine Cessna. Danke an den Lotsen… deswegen melde ich mich eigentlich immer bei den FIS-Lotsen oder noch lieber bei der Bundeswehr. Komischerweise haben viele Hobbypiloten-Kollegen insbesondere bei der Bundeswehr irgendwie Berührungsängste, dabei ist der Service noch viel besser als bei FIS (ok, die Sektorgröße pro Lotse ist auch deutlich kleiner…)

Danach haben wir jedenfalls den Donaudurchbruch angesehen – schaut von oben schon sehr interessant aus. Dann ging es weiter nach Regensburg und dann immer der A3 folgend nach Nürnberg. Dort haben wir wieder mal mit Wind von schräg hinten landen müssen und sind daher etwas eingeschlagen. Irgendwie ist dieser Rücken-Seitenwind nicht so meins…

Nach einer Stärkung im Terminal ging es dann wieder zurück nach Augsburg. Leider war die Sicht nicht so berauschend, da wir im Prinzip immer gegen die Sonne geschaut haben und es auch etwas diesig war. Daher ging es einfach auf direktem Kurs nach Augsburg. Dort kamen rechtzeitig vor dem Sonnenuntergang auch alle wieder nach Hause. Wir hatten aber Glück und die Lotsen in Augsburg sind ja auch immer sehr effizient. Wir sollten heute also gleich “mit gut Speed” direkt von NOVEMBER 1 in den rechten Queranflug zur 25 und dann kurzer Anflug. So konnten wir noch knapp vor einem anderen IFR-Verkehr landen und mussten nicht erst noch warten. Die Landung in Augsburg war dann fast perfekt und man hat das Aufsetzen gar nicht richtig gemerkt.

Heute gibt es mal keine Bilder, sondern ein Video. Endlich konnte ich meine GoPro mal richtig ausprobieren. Beim nächsten Mal auch mit Ton…

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Freie Filmmusik by Cayzland Studio. http://www.cayzland-music.de

03 Jan2014

Memmingen – Augsburg (Midfieldcrossing München)

  •   3. January 2014. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-ECHK, EDDM, EDJA, EDMA

Zuletzt war ich ja im letzten Jahr geflogen, also musste ich nach der langen Pause ja mal etwas zur Inübunghaltung tun 😉

Spaß beiseite: Die D-ECHK stand ja noch in Memmingen, wo wir vor 3 Tagen gestrandet waren, wegen des plötzlichen Nebels in Augsburg. Eigentlich wollten wir von heute bis zum 6.1. wegfliegen, aber das Wetter war nicht so ideal dafür. Also habe ich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen und den ersten schönen Tag des Jahres doch zum Fliegen genutzt und die HK aus Memmingen wieder nach Augsburg geholt.

Wir sind mit dem Zug nach Memmingen gefahren, dann mit dem Taxi vom Bahnhof zum Flugplatz. Die ganze Fahrt war schon wunderbares Alpenpanorama, da starker Fön war. Also wollten wir nicht nur die 15 min nach Augsburg fliegen. Man konnte allerdings auch schon eine heranziehende Front sehen, die etwa schon bis zu einer Linie Ulm – Bodensee vorgedrungen war.

Am Boden war es fast windstill, so sind wir ruhig auf der 24 gestartet und dann immer der A96 nach München gefolgt, die ganze Zeit mit bester Sicht und einem herrlichen Panorama. Von ca. Landsberg aus konnte man schon München sehr gut sehen (genauer die “Seifenblase” Allianz-Arena). In diese Richtung ging es recht flott, in 4000 ft Höhe hatten wir teilweise fast 40 kt Rückenwind. Wir sind dann am Fliegerhorst Lagerlechfeld vorbei, dann mal direkt über Oberpfaffenhofen zu uns nach Hause (Neuried) und von dort einmal quer zum Sightseeing über München.

Dann habe ich überlegt, man könnte ja mal ein Midfieldcrossing in München machen, das habe ich dieses Jahr ja noch gar nicht… Also dort kurz reingefunkt und es war interessanterweise so gut wie nichts los. Also ging das auch völlig problemlos und recht flott.

Danach ging es dann nach Augsburg, diesmal mit den 40 kt Wind genau auf der Nase, also entsprechend gemütlich. Die Front war mittlerweile auch schon vorangekommen und man konnte zum einen regelrecht zusehen, wie die Alpen von Westen her “verschwanden”, zum anderen drehte mit jeder Landung der Wind in Augsburg. Als ich die ATIS abgehört habe war der Wind 180° / 3 kt, als wir so 15-20 min später gelandet sind, war der Wind 260° / 9 kt. Pünktlich im Landeanflug fing es dann auch leicht an zu regnen.

Wir haben dann noch etwas gegessen und als wir mit dem Taxi zum Bahnhof gefahren sind, waren (lt. METAR) nur noch 8000 m Sicht und es regnete recht stark. Also waren wir gut getimed angekommen. Danach ging es dann mit dem Zug wieder nach Hause. Also: Fliegerjahr 2014 gut begonnen…

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30 Dec2013

Augsburg – Friedrichshafen – Memmingen

  •   30. December 2013. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-ECHK, EDJA, EDMA, EDNY

Nachdem die ganzen geplanten Wochenendausflüge wegen Nebel nicht geklappt hatten, wollten wir wenigstens den letzten möglichen Tag des Jahres zu einem schönen Jahresabschlussflug nutzen. Das Wetter war sehr schön (fast überall CAVOK), also sind wir nach dem Frühstück nach Augsburg gefahren, um etwas Sightseeing in Richtung Berge zu machen und dann schön in Friedrichshafen Mittag zu essen.

Wir sind also bei schönem Wetter und kaum Wind auf der 25 in Richtung WHISKEY 1 gestartet. Wie die ganze letzte Zeit schon, war auch heute wieder eine bodennahe Inversion, allerdings diesmal auch mit recht guter Sicht, aber darüber sollte die Sicht natürlich noch besser sein. Kurz hinter WHISKEY 1 konnte man allerdings auch noch den Nebel sehen, der sich hartnäckig an der Donau und umgrenzendem Gebiet festgesetzt hatte.

Wir sind dann in Richtung Berge geflogen und dann etwa über Kempten in Richtung Friedrichshafen, mit einem wunderschönen Alpenpanorama, allerdings auch noch wenigen Restwolken vom morgendlichen Hochnebel.

In Friedrichshafen, unterhalb der Inversion, war dann die Sicht auch gar nicht mal so gut, die Alpen waren nur noch diesig zu sehen. Es ging dann zum Mittagessen und danach wollten wir mit einer Runde um die Insel Mainau wieder zurück nach Augsburg, um rechtzeitig vor Sonnenuntergang wieder zurück zu sein.

Ich habe dann nach Verlassen der Kontrollzone die Frequenz von München Information eingestellt und mitgehört. Es meldete sich dann recht bald einer der von Aalen nach Augsburg wollte und unter sich wohl nur Nebel hatte und deswegen das Augsburger Wetter wissen wollte. Antwort: Nebel, 350 m Sichtweite. Ich dachte erst, ich hätte mich verhört, ein Anderer wohl auch, der gleich gefragt hat, ob er das mit den 350 m gerade richtig verstanden hat: in Augsburg ?!?!

Also habe ich mal Wetter auf dem Handy abgeholt, in Friedrichshafen habe ich ja im Traum nicht daran gedacht, das es etwas anderes als CAVOK in Augsburg sein konnte. Und siehe da: tatsächlich, die letzte Meldung, gerade 10 min alt, war: Nebel.
Das hieß für uns: wir werden in Augsburg nicht landen können. Also kurze Überlegung der Alternativen: Donauwörth – ganz sicher auch Nebel (war ja früh schon); Oberschleißheim – blöd weil ziemlich beschränkt; Jesenwang – Bahn zu kurz (jedenfalls für mein persönliches OPs Guide); also: Memmingen (da würde man wenigstens halbwegs einfach weiter kommen und es liegt eh am Weg).
Ich habe dann mal versucht, die ATIS von Augsburg abzuhören und die sagte noch 6000 m Sichtweite. Da könnte man also landen. Leider konnte uns Augsburg von der Position wo wir die ATIS bekommen haben, noch nicht hören. Also sind wir erstmal noch ein Stück weiter rangeflogen und haben dann beim Tower nachgefragt, ob die ATIS oder die letzte Wettermeldung stimmt. Leider war es die Wettermeldung…

Wir sind dann also umgekehrt und haben Memmingen angeflogen. Dort war noch schönstes Wetter, die Landung auf der 06 entsprechend angenehm ruhig. Dem Lotsen hatten wir schon gesagt, dass wir wegen Wetter unser Alternate anfliegen und die Maschine daher ein paar Tage bei ihm stehen wird. Daraufhin hat er uns einen Gras-Shelter angeboten. Memmingen war früher militärisch und deswegen gibt es dort noch einige der Shelter, wo früher die Tornados drin standen.

Also sicher gelandet, Maschine schön geschützt in der Halle, bleibt bloß noch die Frage: Wie nach Hause kommen? Genauer nach Augsburg, weil dort ja unser Auto stand. Mit der Bahn wäre eine blöde Idee, die braucht so 2:30 h von Memmingen nach Augsburg. Also dachte ich, wir könnten ja einfach einen Mietwagen nehmen. Zu dumm, dass die ganzen Mietwagenstationen um 16:00 Uhr schließen und wir erst um 16:20 da waren… Nur bei Hertz brannte noch Licht. Also habe ich da mal gefragt und die freundliche Frau meinte: “Nee, ein Auto können sie vergessen, ich hab nur noch – hihi – einen 7.5 Tonner”. Darauf ich: “Der fährt doch auch nach Augsburg oder?” Sie – ziemlich erstaunt: “Ja schon, den könnte ich ihnen zum PKW-Preis geben, wenn das wirklich ihr Ernst ist”. Also haben wir den gemietet und sind dann nach Augsburg gefahren.

Der Nebel begann interessanterweise erst ungefähr an der Augsburger Stadtgrenze und wurde dann immer schlimmer. Nachdem wir den LKW abgegeben hatten, sind wir mit dem Taxi zum Flugplatz und der Taxifahrer meinte schon, dass der Nebel mit einem Schlag gekommen wäre. Am Flugplatz waren dann auch nur noch so 100 m Sicht.

Alles in allem also ein schöner Ausflug, mit einer Heimreise, die uns sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Im Flug und auf der Fahrt nach Hause habe ich dann überlegt, ob unsere Planung schlecht war, da wir ja im Flug von dem schlechten Wetter am Ziel überrascht wurden. Daher habe ich dann zu Hause mal die Wetterhistorie angeschaut:

EDMA 301420Z 32009KT 0350 R25/0400 FZFG VV/// 00/00 Q1025 RMK ATIS DEL
EDMA 301350Z 34008KT 0300 FG VV/// 03/M00 Q1025 RMK ATIS CHA
EDMA 301320Z 09004KT 030V150 CAVOK 06/M00 Q1025 RMK ATIS ALF
EDMA 301220Z 14004KT 080V190 CAVOK 05/M00 Q1026 RMK ATIS GOL

Wir waren um 14:05 UTC abgeflogen (OBT war 13:57), d.h. wir hätten das METAR von 13:20 am Boden gehabt, da die METARs immer so mit ca. 6-8 min Verspätung im pc_met eintrudeln.
Unmittelbar beim Start war das METAR von 13:50 dann sicherlich schon abrufbar gewesen, nur niemand erwartet eine derartig schnelle Verschlechterung, zumal GAFOR C/O war und auch das Augsburger TAF für den ganzen Tag CAVOK versprochen hatte.
Das war also durchaus ein seltenes Ereignis, von wolkenlos nach dicker Nebelsuppe innerhalb von 30 min ist schon ziemlich “krass”.

So geht das Fliegerjahr 2013 mit einem sehr interessanten Flug zu Ende (der auch gleichzeitig die Nr. 300 in meinem Flugbuch ist). Diesmal sind wieder 57 h Blockzeit (54 h Flugzeit) und 41 Landungen zusammengekommen.

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15 Dec2013

(Nochmal) Nürnberg

  •   15. December 2013. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-ECHK, EDDN, EDMA

Eigentlich wollten wir nochmal ein ganzen Wochenende wegfliegen und einen der vielen Weihnachtsmärkte in Deutschland besuchen, aber der Nebel hat uns wieder fest im Griff.
Zwar nicht ganz so schlimm wie in den letzen Wochen, aber Augsburg und alles nördlich davon und auch der Bodenseeraum waren wieder betroffen, also nichts mit Wochenendausflug.

Aber heute war es dann doch überall schön (außer am Bodensee und entlang der östlichen Donau), so sind wir nochmal zu einem Ausflug zum Kaffeetrinken nach Nürnberg aufgebrochen.
Der Start in Augsburg auf der Piste 25 war ganz ruhig, es waren nur 3 kt Wind. Kaum etwas hochgestiegen ist mir dann gleich aufgefallen, dass man einen ziemlichen Vorhaltewinkel braucht, um LIMA anfliegen zu können. Tatsächlich waren dann in 3000 ft Höhe beachtliche 32 kt Wind aus nordwestlicher Richtung (am Boden eben Wind aus Süden mit 3 kt). Und es waren in dieser Höhe auch 13 °C (am Boden -4 °C !!!). So eine ausgeprägte Inversion mit so krassen Temperaturdifferenzen habe ich bislang noch nicht erlebt. In Nürnberg hing dann auch eine entsprechende Wetterwarnung des DWD aus.

Die Inversion ist also diesmal extrem bodennah, was den Vorteil hat, dass man kaum in der Luft auch schon durch ist und darüber ist und dann die übliche extrem gute Fernsicht genießen kann. Von Augsburg bis Nürnberg hielt entsprechend der Alpenblick. Einfach traumhaft.

Wir sind dann erstmal in Richtung Ingolstadt geflogen, nördlich der Kontrollzone von Neuburg. Dort war heute sogar die Luftwaffe aktiv und hat mit Eurofightern Formationsflug geübt. Wir waren daher wieder für Verkehrsinformationen auf der Frequenz von Donau Radar, wo es heute nicht nur guten Service gab, sondern auch was zu hören und zu sehen, was man so nicht alle Tage erlebt: Die Eurofighter waren mehr oder weniger direkt über uns und werden ja auch von Donau Radar gelotst. Also konnten wir sehr schön mitbekommen, wie zuerst alle Radar Vectors von denen schön abgeflogen wurden und dann wurden auch noch Split und Rejoin in der Formation geübt (also Auflösen der 2er-Formation und dann Sich-wieder-formieren). Sehr schön zu beobachten…

Dann ging es der A9 entlang nach Nürnberg, wo wir auf der 10 hätten landen sollen (Wind 110 / 6 kt). Auch dort war oben der Wind fast aus der entgegengesetzten Richtung mit 18 kt. Letztes Mal habe ich mich ja über den Lotsen beklagen müssen, der uns so ewig hatte warten lassen. Hat gewirkt 😉 … Heute war die Lotsin super. Wir sollten von FOXTROTT in den rechten Gegenanflug zur 10, es kam auch noch eine Air France rein: Ob wir nicht einen Direktanflug auf die 28 machen könnten / wollen? Na klar… 6 kt Rückenwind auf 2500 m Landebahn sind kein Faktor. Dafür haben wir locker 6-7 min gespart. Die Landung war entsprechend ziemlich lang, aber sehr ruhig.

Nach einem Kaffee ging es wieder zurück. Der Start war wieder angenehm ruhig, im Funk konnte ich mal wieder Psychologie üben: Die Lotsin gibt uns erst FOXTROTT als Abflugstrecke, dann gibt sie bei der Startfreigabe für SIERRA frei und ich lese FOXTROTT zurück. Nach einer halben Minute ist mir das dann sogar noch aufgefallen und ich habe nochmal nachgefragt. Fand sie scheinbar ganz nett und meinte dann, sie hätte sich schon beschwert wenn es falsch gewesen wäre…

Dann ging es mit sagenhaftem Alpenpanorama den Weg wieder zurück und wir sind in Augsburg gelandet. Die Landung war zwar nicht so butterweich wie in Nürnberg, aber trotzdem ganz in Ordnung.

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27 Nov2013

Nürnberg

  •   27. November 2013. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-ECHK, EDDN, EDMA

Endlich. 8 Wochen Nebel und an den drei Tagen wo es mal schön war, konnte ich nicht. Aber heute endlich, heute sollte das Wetter schön sein. War es in München auch, nur Augsburg war wieder mal nebelsicher. Aber wir waren geduldig. Der Wetterdienst hatte CAVOK versprochen. Eigentlich für den ganzen Tag, aber das hat nicht ganz gestimmt…

Wir sind also gleich früh zum Flugplatz gefahren und wollten eine größere Runde drehen. Nach Friedrichshafen, dann über Stuttgart nach Nürnberg und von dort wieder zurück. Leider war aber Nebel und so haben wir im Café in Augsburg gewartet. Ich musste dabei immer an unser Warten in Governors Harbour auf den Bahamas im Sommer denken. Hat alles seine Vor- und Nachteile: In Governors Harbour waren die Stühle unbequem und es stank wahlweise nach altem Fett oder den Ausdünstungen der Klimaanlage und draußen gab es die netten Sandfliegen, die alles zerstechen. Dafür waren 30 Grad. In Augsburg sitzt man bequem bei lecker Essen und Trinken. Dafür sind draußen -9 Grad. So eine Kombination aus beiden wär jetzt nicht schlecht…

Anyway, kurz nach dem Mittagessen riss es dann auch in Augsburg auf und wir sind doch noch losgeflogen. Nachdem es allerdings ja jetzt um 16:30 schon wieder dunkel wird, ging es dann nur noch nach Nürnberg. Auch nicht schlecht, ich will ja Landen und Verfahren üben (oder in Übung bleiben).

Der Flug war ganz ruhig, die Sicht nicht berauschend aber auch nicht schlecht. Von kurz nach dem Start bis kurz vor Donauwörth war auch noch unter uns der restliche Nebel, danach war es wolkenlos. Anflug und Landung waren auch gut und sehr ruhig. Also nach 8 Wochen doch noch nichts verlernt…

Nach einem kurzen Kaffee in Nürnberg mussten wir auch schon wieder zurück. Wir haben dann in Nürnberg erstmal fast 10 min am Rollhalt gestanden, weil der Lotse einfach zu dä***ich war. Musste natürlich eine Lufthansa noch vor uns rauslassen und bekommt es dann nicht hin uns mal zwischen seinen spärlichen Verkehr zu schieben. In Augsburg wär in der Zwischenzeit wahrscheinlich der halbe Flughafen gestartet und wieder gelandet.

Endlich gestartet ging es dann voll gegen die sehr tiefstehende Sonne wieder zurück nach Augsburg. Am Anfang: Sicht praktisch null. Wir haben uns dann auch gleich für Verkehrsinfo bei München Information gemeldet und wurden dann auch an Donau Radar weitergegeben. Anscheinend war die Bundeswehr auch in der Luft (nur dann wird man dorthin gegeben). Der Service ist dort aber um Längen besser als bei der DFS, im Prinzip richtige Staffelung auch wenn man “nur” VFR unterwegs ist.

Etwa ab Donauwörth war die Sonne dann so tief, dass sie nicht mehr wirklich gestört hat und wir waren dort auch über der Inversion und konnten zum Abschluß noch ein wunderschönes Alpenpanorama genießen.

Dann ging es auch schon wieder zur Landung. Kurz vor Sonnenuntergang wollten alle wieder nach Hause und so hatte der Lotse in Augsburg gehörig zu tun. Da hätte der von Nürnberg vermutlich einen Herzinfarkt bekommen bei dem Stress. Die Landung war dann auch sehr sanft und ruhig. Auf dem Weg zum Auto konnte man schon wieder sehen, wie der Nebel wieder entstand. Also: den einen Tag mit gutem Wetter heute perfekt genutzt.

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06 Sep2013

USA: Naples – St. Augustine

  •   6. September 2013. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, KAPF, KSGJ, Mehrere Tage, N6091V

Nach einer Nacht im sehr schönen Waldorf Astoria Resort in Naples ging es heute wieder zurück nach St. Augustine. Wir haben erst in Ruhe ausgeschlafen und sind dann gegen Mittag in Naples abgeflogen.

Das Wetter war noch sehr schön und so haben wir einen schönen Sightseeing-Flug unternommen. Zunächst sind wir noch Floridas Westküste gefolgt, über Fort Myers bis etwa nach Venice. Die Küste auf dieser Seite von Florida ist auch recht schön anzusehen, obwohl dort insgesamt weniger Strand ist, als auf der Ostküste. Dann ging es auf direktem Kurs in Richtung Lakeland, was etwa in der Mitte zwischen Tampa (an der Westküste) und Orlando liegt. So konnten wir frei vom Tampa Airspace B bleiben.

Beim nächsten Mal in den USA werde ich jedenfalls mit einem Fluglehrer mal ein Airspace B Crossing üben, genauso wie einige andere Sachen, die einem beim rumfliegen erst auffallen und wo man dann nicht so genau weiß, wie man damit umgehen muss. Es gibt hier z.B. viele Restricted Areas, die per NOTAM aktiviert werden. Nur wo bekommt man das NOTAM her… in Foreflight auf dem iPad hab ich das jedenfalls nicht entdeckt. Dann gibt es noch etliche MOAs (Military Operations Areas), wo auch nicht so ganz klar ist, wie die “funktionieren”. Aber dazu kommen wir ja wieder 😉

In der Mitte von Florida, bei Lakeland war es jedenfalls wieder extrem ländlich und später gab es auch einige eher hässliche Industriegebiete. Dort wird laut Internet wohl Phosphat abgebaut und augenscheinlich ist das nicht die sauberste Industrie. Von dort ging es dann weiter, nach Orlando. Wir sind dann, soweit erlaubt, um Disney World drumrumgeflogen und haben dann Kurs Richtung St. Augustine genommen.

Man konnte dann schon sehen, dass sich an der Ostküste ordentlich was an schlechtem Wetter zusammenbraut. Dort war es finster wie Nacht. Dummerweise mussten wir uns auch noch zwischen einer Restricted Area und dem schlechten Wetter durchquetschen. Wir sind also schnapp-ab an der Grenze der Restricted Area nach Norden geflogen, was aber dann doch recht nah an dem sich zusammenbrauenden Wetter war. Das war dann eher unangenehm, denn dort war es sehr turbulent, mit Updrafts (also extremen Aufwinden) dass wir stellenweise mit dem Motor im Leerlauf und mit der Nase ca. 15 Grad nach unten geflogen sind und trotzdem die Höhe kaum halten konnten. Zusätzlich war noch extrem böiger Wind mit bis zu 30 kt von der Seite. Selbst näher am Boden (wir sind dann stellenweise bloss noch in 8-900 ft geflogen) war es noch ziemlich bockig. Ich habe erst noch überlegt, ob wir bei einem nahegelegenen Flugplatz landen sollen und das Wetter abwarten, aber je näher wir nach St. Augustine kamen, umso heller wurde es wieder.

Wir sind dann also diesmal von Westen kommend nach St. Augustine geflogen, wo uns 12 kt Wind aus Nord-Ost erwarteten. Aktive Landebahn war dann die 13. Warum dort drei Landebahnen sind, wenn man selbst bei recht starkem Wind nicht im Wind landen kann, sondern eine Seitenwindlandung machen muss, wissen die Götter. Die Piste 06 wäre jedenfalls halbwegs “im Wind” gewesen… Naja, so konnten wir wieder mal eine Seitenwindlandung üben und wie schon die letzten Male hat es auch dieses Mal wieder sehr gut geklappt und wir sind ganz ruhig gelandet.

Im Nachhinein war es auch gut, dass Wetter nicht irgendwo anders abzuwarten, denn bis zum späten Nachmittag hatte sich das Ganze zu einem großen Unwetter über fast ganz Florida ausgebreitet und in den Nachrichten im Fernsehen wurde auch von allerlei Schäden berichtet.

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