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11 Mar2014

Frühlingsausflug: Paderborn/Lippstadt – Nürnberg – Augsburg

  •   11. March 2014. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-ECHK, EDDN, EDLP, EDMA, Mehrere Tage

Heute ging es von Paderborn/Lippstadt wieder nach Hause. Kurz nach dem Aufstehen kam leider erstmal der Nebel über den Flugplatz gezogen, der war aber dank der Sonne relativ schnell wieder weg. Es blieb aber bei 4000 m Sicht in der Umgebung.

Wir wollten erstmal tanken und mussten eine halbe Ewigkeit auf den Tankwagen warten, obwohl kein einziges anderes Flugzeug zu betanken war. Das nervt immer etwas und spricht nicht unbedingt für den Flugplatz… Nachdem wir endlich fertig waren und losfliegen wollten, sprang dann der Motor nicht an – Batterie zu schwach. Also nochmal zurück zum Tower. Ich hatte mich schon auf nochmal 30 min warten eingestellt, aber AOG (aircraft on ground) ist scheinbar auch in Paderborn schlimm: Der Ground-Power-Wagen war schneller da, als ich zurück am Flugzeug war. Und wir haben auch gleich noch was gelernt: Airbus und Boeing haben auch die gleichen Stecker. Also kurz angesteckt, Checkliste für “Starting engine with external power” abgearbeitet und die Sache war erledigt.

Danach ging es dann auf der 06 los, bei immer noch 4000 m Sicht nicht unbedingt ein optisches Vergnügen und es gab natürlich auch eine der seltenen “Special VFR”-Freigaben. Und auch hier bewies Paderborn/Lippstadt Kreativität: “climb not above 2000 ft, leave control zone via SIERRA” war die Freigabe. Kurzer Blick auf die Karte: Richtung SIERRA hat uns die Energiewende ein paar Windmühlen beschert. Hindernishöhe: 1953 ft. Ich hab dann die Abflugroute eigenmächtig etwas geändert, 47 ft Hindernisfreiheit sind mir einfach zu knapp…

Danach sind wir dann auf 4500 ft gestiegen, um oberhalb der Inversion zu sein. Die Sicht in unsere Richtung nach schräg unten war damit praktisch null, zur Seite links und rechts ging es halbwegs. Auf der Strecke wurde es nach Süden auch etwas besser, über der Rhön dann sogar von der Sicht her ganz gut, dafür war es ab ca. der Wasserkuppe arg bockig. Auch Höhenänderungen haben daran nichts geändert, ich habe dann später im Wetterbericht gesehen, dass auch mäßig Turbulenz bis FL 70 vorhergesagt war. Kann ich bestätigen…

Wir haben dann beschlossen, in Nürnberg erstmal Pause vom gehoppel zu machen und dort was zu essen. Also ging es nach Nürnberg, allerdings nicht ganz direkt sondern das letzte Stück dem Main und der Regnitz folgend, da es dort über dem Tal nicht ganz so hoppelig war. In Nürnberg war der Wind variabel mit 6 kt, das versprach also auch einen bockigen Anflug. Tatsächlich war dann 010/09kt, also 9 kt Seitenwind. Zum üben ganz nett. Die Landung war sehr ruhig und nach einem lecker “all you can eat” Pasta-Buffet im Terminal ging es dann noch das letzte Stück mit direktem Kurs in Richtung Augsburg.

Die Turbulenzen wurden dann, je mehr man nach Süden kam, auch immer schwächer. In Augsburg war aber wieder der recht kräftige Ostwind, heute mit 14 kt genau auf der Bahn. Wir sind daher wieder sehr ruhig gelandet und konnten gleich bei BRAVO abrollen (je mehr Wind, umso kürzer ist ja die Landerollstrecke), was sicher 2 min an Taxi-Zeit spart.

Alles in allem ein schöner (Vor-)Frühlingsausflug mit diesmal gleich 5 angeflogenen, bislang unbekannten Plätzen.

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10 Mar2014

Frühlingsausflug: Augsburg – Hannover – Paderborn/Lippstadt

  •   10. March 2014. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-ECHK, EDDV, EDLP, EDMA, Mehrere Tage

Gestern haben wir den privaten Teil des Frühlingsausflugs beendet und waren wieder nach Hause geflogen. Heute ging dann der dienstliche Teil los, denn es ist wieder mal CeBIT und die wollte ich, wo wir mit der Firma dieses Jahr dort nicht ausstellen, auch mal besuchen. Das Wetter war heute schon ab dem frühen morgen in ganz Deutschland sehr schön, so dass wir gleich in der Früh zum Flugplatz nach Augsburg gefahren sind.

Dort ging es dann ziemlich alleine, ruhig auf der Piste 07 los. In der Höhe gab es – wie gestern – immer noch kräftigen Ostwind, der aber heute kein Faktor war, da er genau 90 Grad von der Seite kam. Es ging dann von OSCAR 1 aus auf direktem Kurs in Richtung Hannover. Im Funk war weder bei München Information noch bei Langen Information was los, klar, wochentags fliegen nicht sehr viele. So konnten wir schön angenehm die Strecke abspulen, es ging querab Nürnberg nach Hassfurt, dann weiter über Eschwege und Göttingen direkt nach Hannover. Dort konnten wir auch über LIMA anfliegen, also quasi übers Messegelände, was in den letzten Jahren nicht ging.

Die Landung in Hannover war dann heute sogar mal auf der “großen” 27R (Hannover hat noch die 27C, die nur 700 m lang ist, dafür aber unmittelbar neben den GA-Abstellplätzen liegt). Bei wenig Wind angenehm ruhig. Danach ging es zum Messegelände die CeBIT anschauen. Schon am Flughafen konnte man angesichts von gerade mal einem abgestellten Business-Jet erkennen, dass die CeBIT ihren Glanz der früheren Jahre absolut verloren hat. Das ist mir dann auf der Messe selber auch aufgefallen…

Wir wollten die horrenden Hotelpreise in Hannover nicht zahlen und sind dann am späten Nachmittag wieder zum Flughafen gefahren. Da ich ja noch die Verkehrsflughafenliste abarbeiten muss, ging es heute mal nach Paderborn/Lippstadt. Dort war ich noch nie und es gibt ein Hotel direkt am Flugplatz, also für uns optimal.

Der Start auf der 27C war dann ruhig und effektiv – Taxi-Zeit ca. 20 sec. Danach ging es immer der A2 entlang in Richtung Paderborn. Das ist von Hannover nicht sehr weit, nur ca. 35 min Flug.

Paderborn/Lippstadt ist dann – scheinbar dank vieler Flugschüler – fast geschäftiger als Hannover. Die Lotsen könnten sich aber an den Augsburger Kollegen mal ein Beispiel nehmen… drei Flugzeuge in der Platzrunde und dann noch wir: da müssen wir erstmal einen Vollkreis über dem Pflichtmeldepunkt drehen. Gut, hat nicht viel Zeit gekostet… danach gab es dann noch Vectors und dann doch ein “direkt zur Schwelle Piste 06”. Naja…

Die Landung war dann mit ein paar Knötchen Rückenwind, dafür aber nicht genau gegen die tief stehende Sonne. Das finde ich wiederum sehr gut von den Lotsen, da könnten die Augsburger noch was lernen 😉

Danach gings dann in das 2 Gehminuten vom Flugplatz entfernte Hotel zum verdienten ALB (After Landing Beer) und Abendessen.

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09 Mar2014

Frühlingsausflug: Mainz – Augsburg

  •   9. March 2014. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-ECHK, EDFZ, EDMA, Mehrere Tage

Nach einem schönen Nachmittag und Abend in Mainz, wo man schon zum Essen draußen sitzen konnte, ging es heute wieder zurück nach Augsburg.

Wir haben erst ausgeschlafen und sind dann zum Flugplatz gefahren. Danach ging es auf der Piste 08 los, mit einem ruhigen Start, dann ein kurzes Stück nach Süden und auf direktem Kurs nach Augsburg. Heute war die Sicht besser als gestern, aber unterhalb der Inversion immer noch dunstig. Wir sind auf 3500 ft gestiegen und waren dann in der Frankfurter Gegend sogar oberhalb der Inversion.

Es ging dann immer ruhig dahin, trotz viel Sonne gab es dank der Inversion keine Thermik und damit waren auch nur die Motorflieger unterwegs. Im Bereich von Langen Information in Scharen, alle wollten wohl das Fliegerjahr eröffnen – wobei diesen Winter zum Fliegen ja wieder super ging. Wir sind dann in Richtung Augsburg so langsam in die Inversion reingeflogen, sprich es wurde für uns dunstiger. Nachdem George aber wieder so ruhig dahin geflogen ist, habe ich nichts gemacht (sprich bin nicht gestiegen). Das einzige was blöd war, war dass wir die ganze Zeit so um die 20 kt Wind genau auf der Nase hatten und daher ca. 20 min länger gebraucht haben, als ohne Windeinfluss.

In Augsburg war auch gar nicht mal so viel los wie gedacht. Beim Anflug hat sich einer gemeldet, den München Information wohl zu Augsburg Turm geschickt hatte, um sich zu entschuldigen dass er ohne Freigabe in der Kontrollzone war. Seine Entschuldigung: Er könne nichts dafür, die Sonne blende so. ?!?! Was für eine blöde Ausrede… Der Lotse ist aber trotzdem ruhig geblieben und hat es bei einer Standpauke bewenden lassen. Ich glaub mit dem Spruch hätte ich als Lotse einen Violation Report geschrieben.

Wir sind jedenfalls sehr ruhig bei auch am Boden recht strammen Ostwind auf der Piste 07 gelandet.

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08 Mar2014

Frühlingsausflug: Düsseldorf – Dortmund – Mainz

  •   8. March 2014. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-ECHK, EDDL, EDFZ, EDLW, Mehrere Tage

Gestern haben wir mal Düsseldorf angesehen, heute ging es dann weiter. Wir haben uns für Mainz entschieden, das liegt schon grob auf dem Weg von Düsseldorf nach Hause und lohnt auch mal für 1 Nacht.

Es ging also gegen Mittag in Düsseldorf los. Es war wieder etwas dunstig, reichte aber großteils in Deutschland für CAVOK. In Düsseldorf war es auch recht seitenwindig. 15 kt aus 160 Grad, also fast quer zur Bahn. Eigentlich war die Piste 23L in Betrieb, was für uns bedeutet hätte, noch ewig weit zum Ende der Piste zu rollen. Die Lotsen sind aber zum Glück sehr pragmatisch und haben uns die Piste 05R angeboten. Dort haben wir zwar eine kleine Rückenwindkomponente beim Starten, sind aber nach 30 s Taxi gleich am Rollhalt. Das Angebot habe ich also gerne angenommen.

So ging es also bei besagten 15 kt Seitenwind in Düsseldorf los, gleich nach dem Abheben leicht bockig, sobald wir auf “Reiseflughöhe” 2300 ft waren, war es aber ruhig. Der Lotse hatte sich noch gewundert, wieso wir in Richtung Mainz über NOVEMBER (im Norden) ausfliegen wollte, aber wir hatten noch eine Ruhrgebiets-Runde geplant. Bislang waren wir noch nie in dieser Gegend und kennen die von oben folglich auch nicht. Es ging dann also von Düsseldorf erst nach Norden und dann immer der A2 entlang einmal quer übers Ruhrgebiet. Für meinen Geschmack: Ich möchte da nicht wohnen müssen. Zu viel Industrie, zu viele nicht sonderlich schöne Wohngebiete, andererseits aber doch relativ grün (war’s zwar noch nicht, aber die Bäume konnte man ja trotzdem sehen). Auf jeden Fall mal ganz interessant von oben zu sehen. Müsste man vielleicht wirklich im Sommer nochmal angucken…

Wo wir schon mal da waren, wollte ich noch die Verkehrsflughafen-Liste weiter abarbeiten, also haben wir einen Low Approach in Dortmund gemacht, dort kommen wir noch weniger hin als nach Köln/Bonn. Das ging ganz bequem, über WHISKEY rein, über die 06 den Low Approach, über ECHO wieder raus aus der Kontrollzone, das lag mehr oder weniger direkt auf der Strecke. Südlich von Dortmund ist das Ruhrgebiet auch (zum Glück) recht bald zu Ende und es wird bergig. Dort sind ja dann Sauerland / Siegerland und später der Taunus.

Der weitere Flug ging also übers Land. Auch diese Gegend kenne ich von oben noch gar nicht, außer vom Linienflug Richtung Düsseldorf. Dort gefällt es mir aber ganz gut. Da gibts viele Talsperren und ist eben etwas hügelig. In Richtung Süden / Taunus wurde dann die Sicht allerdings deutlich schlechter. Vorher war es zwar auch etwas dunstig, aber die Sichten ganz in Ordnung. Auf dem letzten Stück vor bzw. über dem Rhein war es dann aber schon recht dunstig, die Sicht geschätzt nur noch 6-7 km. Wir sind dann westlich von Mainz aus dem Taunus “abgestiegen” (dort gehts recht abrupt zum Rhein abwärts). Wir haben uns dann bei Mainz Info gemeldet und nach einem Direktanflug gefragt, was etwas unwirsch mit “wir haben schon einige Flieger in der Platzrunde” beantwortet wurde. Vermutlich hatte der Kollege dort die AIP noch nicht gelese, da steht nämlich dass Direktanflüge auf die 08 nach Genehmigung von Info zulässig sind. Naja, egal, wir sind also ein bisschen nach Süden geflogen und haben uns in die Platzrunde eingefädelt. Vor mir eine andere 172er Cessna – vermutlich mit einem Flugschüler. Der ist leider etwas ungleichmäßig schnell geflogen und die ganze Zeit unglaublich hoch geblieben. Wir haben also zum einen versucht, ihm nicht “hinten rein” zu fliegen und andererseits auch nicht zu sehr unter ihn zu sinken. Er hats dann nicht geschafft und sich glücklicherweise rechtzeitig zum Durchstarten entschieden. Wir sind dann mit vollen Klappen so etwa im ersten Drittel der Piste gelandet und haben neben dem Redaktionsflugzeug der “Pilot und Flugzeug” abgestellt, was dort gerade zufällig war.

Danach gings noch zum Bezahlen. Der Platz wird von einem Verein betrieben und am Wochenende sind scheinbar halt die Tage, wo viele da sind. Aber so ein Vereinsleben wär irgendwie nichts für mich. Wirkt so, als fliegt man dort, nachdem die obligatorischen 50 h Vereinsarbeit gemacht sind, halt mal nach Egelsbach. Auf dem Turm wurde ich jedenfalls etwas schief angeguckt bei der Antwort, dass wir gerade aus Düsseldorf kommen und morgen dann nach Augsburg weiterfliegen… Wir sind dann jedenfalls ins Rhein-Hilton gefahren und haben noch schön die Mainzer Innenstadt angeguckt.

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06 Mar2014

Frühlingsausflug: Augsburg – Köln/Bonn – Düsseldorf

  •   6. March 2014. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-ECHK, EDDK, EDDL, EDMA, Mehrere Tage

Die diesjährigen Faschingsferien wollten wir nutzen, um einen kleinen Frühlingsausflug zu machen. Eigentlich sollte es gestern schon los gehen, aber der Nebel – dieses Mal in ganz Deutschland – hat uns leider einen Strich durch die Rechnung gemacht. Auch heute war es anfangs nicht viel besser, immerhin war heute fast überall nur Dunst und darüber aber wolkenlos.

Wir haben also gewartet, bis in Augsburg die Sicht auf 7 km angestiegen war, was kurz nach 12 Uhr der Fall war, und sind dann losgeflogen. In ganz Deutschland waren die Sichten zu der Zeit mehr oder weniger einheitlich zwischen 4 und 8 km, aber es sollte besser werden. Es ging also ruhig auf der 07 in Augsburg los, dieses Mal in Richtung Düsseldorf. Zum einen muss die Gegend noch in meiner Verkehrsflughafen-Liste abgearbeitet werden, zum anderen waren wir touristisch noch nie da.

Wir sind zunächst auf direktem Kurs in Richtung Frankfurt geflogen. Die Sichten waren nicht sonderlich berauschend, aber ganz in Ordnung. Teilweise hatte die Nebelschicht angehoben und es waren Wolken so in ca. 1500-2000 ft über Grund. Wir sind gleich in der dunstigen Schicht geblieben, weil wir wegen dem Luftraum C von Frankfurt sowieso wieder runter gemusst hätten und es auch so ganz ruhig zu fliegen war.

Kurz vor Frankfurt wurde das Wetter auch besser – keine Wolken mehr und bessere Sichten. So konnten wir noch sehr schön Sightseeing entlang des Rheins machen, der uns ja eh nach Düsseldorf führen würde. Es ging also ab ca. Mainz immer den Rhein entlang. Diese Landschaft kannte ich noch gar nicht und die ist von oben auch sehr schön anzuschauen. Im Sommer mit grünen (Wein-)Bergen sicher noch schöner, aber auch so sehr interessant. Zu Hause muss ich mal suchen, wo denn eigentlich die Lorlei ist, und ob wir die auf fotographiert haben. In Koblenz mündet ja dann auch die Mosel in den Rhein (Stichwort “Deutsches Eck”), das Moseltal sieht auch sehr nett aus. Hinter Koblenz wird es ja dann auch schon flacher und man kommt dann recht bald nach Bonn.

Da ja Köln/Bonn noch abgearbeitet werden wollte und wir sonst dort eh nicht hin kommen, haben wir das per Low Approach erledigt. Die Losten sind dort jedenfalls sehr zuvorkommend, viele wollen dort über der Stadt ein paar Fotos machen. Erst hatte ich noch ein wenig Verwirrung: Freigabe: “Fliegen Sie entlang des Rheins in die Kontrollzone, Steuerkurs Nord” Was jetzt? Entlang des Rheins oder Steuerkurs Nord? Wir haben das recht kreativ gelöst: Erst ein Stück den Rhein lang, dann nach Norden Richtung Flughafen. Der Low Approach wurde trotz anfliegender Airliner ganz pragmatisch abgewickelt: wir sollten den auf der 14R machen (das ist dort die kurze Piste), die Airliner sind parallel dazu auf der 14L angeflogen und gelandet. Danach gab es dann ohne Frage ein “fliegen Sie direkt zum Dom”. Schönes Sightseeing also und nette Lotsen.

Kaum hat man die Kölner Kontrollzone hinter sich gelassen, muss man auch schon Düsseldorf rufen. Das liegt ja sehr dicht beieinander. Erst kommt noch Leverkusen und die wirklich beeindruckende, riesige Anlage von BASF und dann kommt auch schon Düsseldorf. Der Flughafen ist recht beschäftigt, viele Anflüge und im Funk entsprechend viel los, aber auch hier war der Lotse sehr gut. Er war zwar ein Schnellsprecher, aber das liegt mir ganz gut. So ging es auch hier schnell und flüssig direkt zum Platz, wo wir sehr angenehm und ruhig auf der 23L gelandet sind.

Danach gings dann zum Hotel, was direkt an der Rheinuferpromenade liegt. Dort gab es dann in einer der vielen Restaurants direkt am Rhein und recht angenehm auch draußen noch das obligatorische ALB (After landing beer).

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06 Sep2013

USA: Naples – St. Augustine

  •   6. September 2013. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, KAPF, KSGJ, Mehrere Tage, N6091V

Nach einer Nacht im sehr schönen Waldorf Astoria Resort in Naples ging es heute wieder zurück nach St. Augustine. Wir haben erst in Ruhe ausgeschlafen und sind dann gegen Mittag in Naples abgeflogen.

Das Wetter war noch sehr schön und so haben wir einen schönen Sightseeing-Flug unternommen. Zunächst sind wir noch Floridas Westküste gefolgt, über Fort Myers bis etwa nach Venice. Die Küste auf dieser Seite von Florida ist auch recht schön anzusehen, obwohl dort insgesamt weniger Strand ist, als auf der Ostküste. Dann ging es auf direktem Kurs in Richtung Lakeland, was etwa in der Mitte zwischen Tampa (an der Westküste) und Orlando liegt. So konnten wir frei vom Tampa Airspace B bleiben.

Beim nächsten Mal in den USA werde ich jedenfalls mit einem Fluglehrer mal ein Airspace B Crossing üben, genauso wie einige andere Sachen, die einem beim rumfliegen erst auffallen und wo man dann nicht so genau weiß, wie man damit umgehen muss. Es gibt hier z.B. viele Restricted Areas, die per NOTAM aktiviert werden. Nur wo bekommt man das NOTAM her… in Foreflight auf dem iPad hab ich das jedenfalls nicht entdeckt. Dann gibt es noch etliche MOAs (Military Operations Areas), wo auch nicht so ganz klar ist, wie die “funktionieren”. Aber dazu kommen wir ja wieder 😉

In der Mitte von Florida, bei Lakeland war es jedenfalls wieder extrem ländlich und später gab es auch einige eher hässliche Industriegebiete. Dort wird laut Internet wohl Phosphat abgebaut und augenscheinlich ist das nicht die sauberste Industrie. Von dort ging es dann weiter, nach Orlando. Wir sind dann, soweit erlaubt, um Disney World drumrumgeflogen und haben dann Kurs Richtung St. Augustine genommen.

Man konnte dann schon sehen, dass sich an der Ostküste ordentlich was an schlechtem Wetter zusammenbraut. Dort war es finster wie Nacht. Dummerweise mussten wir uns auch noch zwischen einer Restricted Area und dem schlechten Wetter durchquetschen. Wir sind also schnapp-ab an der Grenze der Restricted Area nach Norden geflogen, was aber dann doch recht nah an dem sich zusammenbrauenden Wetter war. Das war dann eher unangenehm, denn dort war es sehr turbulent, mit Updrafts (also extremen Aufwinden) dass wir stellenweise mit dem Motor im Leerlauf und mit der Nase ca. 15 Grad nach unten geflogen sind und trotzdem die Höhe kaum halten konnten. Zusätzlich war noch extrem böiger Wind mit bis zu 30 kt von der Seite. Selbst näher am Boden (wir sind dann stellenweise bloss noch in 8-900 ft geflogen) war es noch ziemlich bockig. Ich habe erst noch überlegt, ob wir bei einem nahegelegenen Flugplatz landen sollen und das Wetter abwarten, aber je näher wir nach St. Augustine kamen, umso heller wurde es wieder.

Wir sind dann also diesmal von Westen kommend nach St. Augustine geflogen, wo uns 12 kt Wind aus Nord-Ost erwarteten. Aktive Landebahn war dann die 13. Warum dort drei Landebahnen sind, wenn man selbst bei recht starkem Wind nicht im Wind landen kann, sondern eine Seitenwindlandung machen muss, wissen die Götter. Die Piste 06 wäre jedenfalls halbwegs “im Wind” gewesen… Naja, so konnten wir wieder mal eine Seitenwindlandung üben und wie schon die letzten Male hat es auch dieses Mal wieder sehr gut geklappt und wir sind ganz ruhig gelandet.

Im Nachhinein war es auch gut, dass Wetter nicht irgendwo anders abzuwarten, denn bis zum späten Nachmittag hatte sich das Ganze zu einem großen Unwetter über fast ganz Florida ausgebreitet und in den Nachrichten im Fernsehen wurde auch von allerlei Schäden berichtet.

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