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24 Jul2020

Augsburg – Wilhelmshaven – Hamburg

  •   24. July 2020. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-GIGA, EDDH, EDMA, EDWI, Mehrere Tage

Vor unserem Sommerurlaub, von dem ich Dank Corona immer noch nicht weiß, wo er eigentlich hingehen wird, sollte es heute nochmal auf eine schnelle Deutschland-Runde gehen.

Am Mittag ging es los, ich wollte auch wieder mal zu einem neuen Platz: diesmal Wilhelmshaven. Da wir die Strecke in den Norden von Deutschland landschaftlich schon ganz gut kennen, ging es gleich IFR nach Wilhelmshaven. In Augsburg also gleich hoch, über die Wolken und so war es ein ruhiger Flug bis etwa auf die Höhe von Kassel. Dort waren die Wolken dann recht hoch und “to avoid” sind wir also zunächst auf 6000 ft gesunken, um drunter zu sein. So etwa nördlich vom Wesergebirge ging es dann noch weiter runter auf 4000 ft aber irgendwann war man dann doch in den Wolken und so mussten wir ein ganzen Stück lang immer wieder mal durch die Cumuli rumpeln. Dank hoher Temperaturen war da jeweils ganz gut Turbulenz drinnen. Mit relativ viel VFR-Verkehr im Jadebusen ging es dann den RNP-Anflug von Wilhelmshaven runter, wo wir ruhig gelandet sind.

Nach einem Eis und einem Kaffee ging es dann VFR weiter zu unserem Tagesziel: Hamburg. Es war mittlerweile schon etwas später und gefühlt ist die gesamte norddeutsche VFR-Flotte auf dem Weg nach Hause gewesen. Jedenfalls war bei FIS im Funk die Hölle los und es war teilweise sogar richtig nervig, dieses ganze Gestotter zu hören und die zum Teil nicht vorhandene Funkdisziplin. Der Flug war gleich ein schöner Sightseeing-Flug immer der Küste entlang, einmal um den Containerhafen von Bremerhaven und dann noch um die kleine Insel Neuwerk. Es war gerade Ebbe und ich finde die Nordsee immer wieder gerade dann sehr schön, weil man die ganzen Priele sehr gut sehen kann.

Der Elbe folgend ging es dann in Richtung Hamburg, wo ich den Lotsen nach einer Sightseeing-Runde über der Stadt gefragt habe, was dieser mit “circling Außenalster approved” beantwortet hat. Also ging es für eine Fotorunde um die Außenalster. Leider war es etwas diesig, aber trotzdem gab es eine tolle Aussicht. Danach ging es dann zur Landung. Irgendwie habe ich in Hamburg immer das “Glück” dass ordentlicher Seitenwind ist. So auch heute. 17 in Böen 25 kt genau 80 Grad von der Seite. Man musste im Anflug das Seitenruder fast komplett durchtreten, um auf der Centerline zu bleiben. Nach der Landung ging es dann mal mit dem App2Drive-Auto in die Stadt, das kostet faktisch genau so viel, wie Taxi fahren. Und im Lieblings-Blockhouse gab es dann noch ALB und ALS – After Landing Steak 😉

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12 Jun2020

Müritz-Airpark – Chemnitz/Jahnsdorf – Augsburg

  •   12. June 2020. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-GIGA, EDAX, EDCJ, EDMA, Mehrere Tage

Heute gingen die paar Tage an der Müritz zu Ende. Insgesamt war es ganz schön, etwas bedauerlich ist, dass es zwar im Süden der Müritz ein paar größere Ferienparks und eben den Flugplatz gibt, dort touristisch aber nicht sonderlich viel los ist. Man kann zwar im Nationalpark wandern und radfahren oder sich an den Strand legen, aber sonst nicht viel machen. In und um Waren – was am Norden der Müritz liegt – ist allerdings deutlich mehr los. Wir hatten zum Glück den App2Drive genommen, also konnten wir problemlos dorthin fahren, ohne Auto wäre man aber etwas aufgeschmissen (außer man mag es, immer im gleichen Ort zu sein).

Eigentlich hätte ich nach Neubrandenburg fliegen wollen – zum Tanken und weil der auf meiner Verkehrsflughafenliste noch fehlt. In Rechlin gibt es nur AvGas. Danach dann weiter nach Rostock und dort noch einen Tag bleiben. Der Wetterbericht hatte sich aber wieder mal geirrt und es war am Morgen sogar noch komplett zugezogen und ganz Norddeutschland unter einer Hochnebeldecke. Wir haben also noch etwas Kleines unternommen und gewartet, bis der Hochnebel sich auflöst und sind dann losgeflogen. Auf dem Satellitenbild konnte man sehen, dass sich die Suppe von Süden her auflöst. Ob es in Rostock überhaupt frei würde, war angesichts der METAR-Historie von gestern aber eher fraglich. Also wollten wir nach Hause.

Nach dem Start wollten wir erst noch in Waren ein paar Fotos machen, von den Sachen, die wir angeschaut hatten, das ging aber schon nicht, da dort noch Hochnebel war. Damit war klar, dass auch Neubrandenburg sicher noch unter den Wolken ist. Kurz reingefunkt und der Flugleiter bestätigte das. Damit war das erledigt und wir sind gleich zur geplanten Pause und zum Tanken nach Chemnitz/Jahnsdorf geflogen. Bis südlich von Berlin waren wir bei starkem Dunst immer über Wolken (laut Bericht hätte es wolkenlos sein sollen). Die wurden dann immer höher und da wir unbedingt tanken mussten, wollte ich nicht riskieren, dass wir in Chemnitz nicht runterkommen, weil es dort auch zugezogen ist. Also sind wir dann runter und im Dunst und bei Thermik bis nach Chemnitz gehoppelt. Dort war ich noch nicht, daher wollte ich auch mal in meiner Geburtsstadt gelandet sein.

Apropros Tanken: Bei Langen Information war, gleich nachdem wir losgeflogen sind, Einer, der dort ernsthaft gefragt hat, wo er denn jetzt tanken könne, er hätte so langsam kein Benzin mehr. Das war eine 172er Cessna aus Würzburg und wollte weiter nach Rügen. Der Lotse hat ihm dann Kyritz empfohlen, was er dann gerade noch so erreichen würde nach eigener Aussage. Das sind so Momente, da fragt man sich ob das Ernst sein kann. Merkwürdige Flugplanung. Irgendwie kann ich gar nicht verstehen, dass bei unerwartetem Gegenwind plötzlich der Sprit nicht reicht, zumal bei der Strecke – soviel Orkan kann gar nicht sein, außer der Tank war schon beim Start zu leer. Immerhin war die Frage bei FIS ja besser, als auf dem Acker zu Enden. Und vielleicht ist dem Kollegen dann in Kyritz auch aufgefallen, dass Rügen wegen Hochnebel eh nicht gehen würde. Ok, Wetterbriefing – falls überhaupt – mit dem GAFOR gemacht – der war blau für Nachmittag. Stimmte halt leider nicht, was jedes METAR und Satellitenbild leicht gezeigt hat.

Nach der Mittagspause in Chemnitz ging es nach einer Sightseeingrunde dann auf einem Z-Flugplan nach Augsburg. Das Wetter war nach Süden hin deutlich besser, so folgte ein entspannter IFR-Flug nach Augsburg, wo es dann gleich noch das verdiente ALB gab, bevor es nach der schönen Woche wieder nach Hause ging.

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07 Jun2020

Heringsdorf – Müritz-Airpark

  •   7. June 2020. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-GIGA, EDAH, EDAX, Mehrere Tage

Heute ging es weiter an die Müritz. Das Wetter war sehr schön, also haben wir den Flug etwas ausgedehnt und sind noch an der Ostseeküste entlang eine Runde um Rügen geflogen (sonst wären es nur so 20 min gewesen). Das war schönes Sightseeing.

Dann ging es nach Müritz-Airpark weiter (oder Rechlin/Lärz wie das früher mal hieß). Da soll wohl irgendwann mal ein Fliegerdorf nach amerikanischem Vorbild entstehen. Nur leider sieht man davon noch nichts. Nachdem das Projekt schon in diversen Fliegerzeitungen hoch gelobt wurde, war ich etwas enttäuscht, dass wirklich noch gar nichts da ist. Der Ort ist historisch (Luftfahrttechnisches Museum Rechlin), die Piste groß und auch sonst ist genügend Platz da.

Immerhin gibt es aber ein app2drive-Auto am Platz und auch mein ausgesuchter Ferienhauspark ist nicht weit entfernt. Dort angekommen war mir dann auch schnell klar, warum das gestern mit der Anreise am gleichen Tag ein Problem war: das liegt tatsächlich jenseits der Vorstellung. Die Schlange am Check-In vor mir war mit Reisebüro-Bestätigung und Bargeld bewaffnet. Da war ich quasi wie so ein Außerirdischer mit meiner Handy-EMail und Kreditkarte. Vermutlich bucht man mindestens ein halbes Jahr vorher…

Nach einer kleinen Rundfahrt übers Land – im Gegensatz zur DA42 passt in den Fiat 500 entweder Gepäck oder Personen, aber nicht beides gleichzeitig – muss man sagen: das ist hier wirklich ländlich. Landschaftlich schön, aber da gibts Orte bei denen bin ich mir nicht so sicher, ob die die Wiedervereinigung schon bemerkt haben. Die nächsten Tage werden also ruhig.

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06 Jun2020

Augsburg – Altenburg – Heringsdorf

  •   6. June 2020. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-GIGA, EDAC, EDAH, EDMA, Mehrere Tage

Wie schon erwartet, war heute das Wetter zwar nicht besonders schön, aber auch nicht so schlecht, wie eigentlich vorhergesagt. So ging es am vormittag nach Augsburg – diesmal mit der ganzen Familie, denn heute sollte auch der erste Flug unserer Kleinen sein, die jetzt bald 2 Jahre alt wird. Wir haben alles aus dem Auto in den Flieger verladen, den Flugplan hatte ich von zu Hause schon aufgegeben. Als Nullgradgrenze war FL 60 vorhergesagt, dazu viel Regen aus Nimbostratus- / Cumulostratus-Bewölkung. Daher hatte ich – um nicht im Eis zu sein – FL 50 als Höhe aufgegeben. Mindestens bis zur bayerischen Landesgrenze im Norden würde das schlechte Wetter laut Radar andauern.

So war es dann auch. Wir sind in Augsburg gestartet und 3 min später in den grauen Wolken verschwunden. Allerdings war es da drin gar nicht so schlecht, größtenteils waren die Wolken ausgeschichtet und wir oft zwischen zwei Layern. Hin und wieder konnte man sogar mal den Boden sehen. Geregnet hat es aber aus den Wolken über uns, so dass wir mit gut gewaschenem Flieger kurz hinter Hof aus dem gröbsten draußen waren. Das letzte Stück bis zu unserem Zwischenstop in Altenburg war immer mal wieder in großflächigeren Cumuli, ab und an aber auch in Sichtflugbedingungen. Der Anflug war in etwas böigem Wind, je tiefer wir kamen, umso turbulenter wurde es und über dem Wald vor Altenburg hat es uns in einer Böe auch einmal die rechte Fläche ordentlich angehoben. Die Landung war aber dann ruhig. Der Flug war übrigens insgesamt auch relativ ruhig, im Stratocumulus war hin und wieder ein kleiner Wackler, aber sonst gab es keine Turbulenz.

Von Altenburg aus war klar, dass wir bis in den Norden weiter kommen, denn das Wetter war deutlich besser. Eigentlich wollten wir mal an die Müritz, aber der Ferienhauspark, den ich ausgesucht hatte, ist leider etwas unflexibel und eine Anreise noch am gleichen Tag (eigentlich so in zwei Stunden) ist jenseits der Vorstellungskraft. Naja, habe dann ab morgen ein Ferienhaus gebucht. Also mussten wir heute noch für ein Nacht woanders hin. Da bietet sich ja die Ostsee an. Im “Speicher Barth” waren wir schon einige Male, die haben auch normale Preise und sind daher ausgebucht. Rostock hat geschlossen – klar, Corona ist ja so gut wie vorbei, daher sind jetzt alle Plätze dicht. Als bleibt nur Heringsdorf. Dort müssen zwar die Hotels alle die Corona-Verluste durch absurde Zimmerpreise wieder reinholen, aber für eine Nacht geht es zur Not. Also von Altenburg aus schnell das Hotel gebucht und nach einem Picknick ging es dann weiter.

Zwecks Sightseeing ging es jetzt VFR weiter. Das Wetter war schön, immer wieder Cumuli in ca. 3000 ft über Grund. Ich habe dann rechtzeitig wegen Crossing Airspace C von Berlin gefragt, das war gar kein Problem. Es ging einfach auf Kurs Heringsdorf durch, nur um die Reichstags-ED-R mussten wir einen kleinen Bogen machen. Sehr verwunderlich war, dass dort wirklich so gar niemand im Funk war bei Bremen Radar. Also im Süden ist ja auch nicht viel los, aber selbst bei Munich Radar im Sektor von Nürnberg war mehr Verkehr (oder besser: war Verkehr). Die Aussicht auf Berlin ist so jedenfalls sehr schön, das sieht man so sicher nicht alle Tage.

So ging es dann weiter direkt in Richtung Heringsdorf, das Wetter wurde immer besser, je näher man an die Ostsee kam. In Heringsdorf waren dann allerdings 17 kt Wind aus Süden, also ungefähr 15 kt Seitenwindkomponente. D.h. die Landung war recht anspruchsvoll und es gab schon bessere Landungen, aber wir wollen ja die Kinder nicht gleich verwöhnen 😉

Nach der Landung ging es dann auf die Suche nach dem app2drive-Auto, leider hatte das noch nie jemand von den Leuten im Terminal gesehen, obwohl die App behauptete, es würde 0 m von unserem Standort entfernt stehen. Mir ist dann vom letzten Besuch in Heringsdorf eingefallen, dass es dort ja noch diesen “Hangar 10” gibt, wo man normalerweise auch rausgeht. Und siehe da: dort stand der app2drive. Also ging es damit zum Hotel und dann noch zu einem ausgedehnten Strandspaziergang. Viele Leute sind jedenfalls nicht da. Wahrscheinlich alle noch in Corona-Angst…

Ach und die Kleine: wollte erst das Headset nicht aufsetzen, aber nachdem sie gemerkt hat, dass es dann viel leiser ist, hat sie es doch genommen. Und hat dann die ganze Zeit ruhig aus dem Fenster geschaut, bis sie eingeschlafen ist. Und am Abend hat sie dann auch das neue Wort “Giga” gut gekonnt, als sie erzählen musste, dass sie da oben im Himmel war.

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28 Aug2019

Dresden – Augsburg (10 Jahre Blog)

1 Comment   •   28. August 2019. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-GIGA, EDDC, EDMA, Mehrere Tage

Nach einem schönen Tag in Dresden sollte es heute wieder nach Hause gehen. Ich wollte aber vorher noch ein paar Fotos von der Dresdner Innenstadt machen und vom Elbsandsteingebirge. Also haben wir einen Z-Flugplan aufgegeben und sind so von Dresden aus losgeflogen. Beim Towerlotsen habe ich gleich die Abflugstrecke entsprechend angefragt (Vollkreise über der Innenstadt dann der Elbe folgend nach Süden), was auch mit einem lapidaren „cleared as requested“ genehmigt wurde. Ich dachte erst, das geht nicht, weil vor ein paar Tagen eine Citation durch die Presse geisterte, die auch Sightseeing über Dresden gemacht hatte (ziemlich cool für einen Jet…) und sich aber irgendwelche Anwohner darüber beschwert hatten (sollte die die Sicherheitsmindesthöhe unterschritten haben, ist das nicht in Ordnung, aber gegen einen legalen Sightseeing-Flug ist ja nichts einzuwenden).

Wir sind also gestartet, haben dann unsere Runde über der Innenstadt gedreht und dabei ein paar schöne Fotos gemacht (siehe unten). Danach ging es der Elbe entlang zum Elbsandsteingebirge. Das sieht allerdings von oben ziemlich unspektakulär aus. Als Fußgänger ist die Basteibrücke und die Felsen dort sehr schön und beinahe atemberaubend, aber aus dem Flieger… naja sind halt Felsen im Wald. Vor lauter Bäumen sieht man die Felsnadeln nicht richtig. Eines der wenigen Beispiele, wo das Luftbild nicht schöner ist, als ein Bild vom Boden aus.

Danach ging es dann noch in Sightseeing-Höhe bis nach Chemnitz, dort eine Runde um die Stadt und dann schon so langsam nach oben, zu unserem IFR-Pickup-Punkt, der bei Plauen war. Die FIS-Lotsin fand das eine sehr gute Idee, dass man erst noch ein bisschen Sightseeing vor dem IFR-Heimflug macht, es waren Schauer und Gewitter angesagt und daher war eh niemand unterwegs, daher gab es auch heute wieder persönliche Betreuung durch FIS. Wir haben dann einen schönen CB rechts neben uns gelassen und konnten auch auf dem Stormscope schon ein paar Gewitter über dem Thüringer Wald sehen, aber unsere Strecke war wolkenlos. IFR gab es dann eine Freigabe zu einem Punkt nördlich von Nürnberg, was ganz gut war und uns knapp aber immer noch in für IFR ausreichendem Abstand an Grafenwöhr vorbeiführen würde. Der Lotse meinte dann, es läge eine Military Area vor uns und daher müssten wir abdrehen und nach Süden fliegen. Ich habe das nicht ganz verstanden, da es kein NOTAM oder sowas gab, über eine temporäre Beschränkung, aber ich glaube, der dachte, wir könnten in das Grafenwöhr-Gebiet reinkommen. Da das heute nicht wirklich ein Umweg war, habe ich mir eine Diskussion im Funk gespart, wir wären ja selbst bei Funkausfall nicht reingekommen, da wir ja die Clearance für den Punkt bei Nürnberg hatten. Querab Grafenwöhr haben wir dann auch gleich ein Direct nach WALDA bekommen. Dann sind wir noch gemütlich das ILS runtergeflogen und dann ruhig in Augsburg gelandet.

Das war ein schöner 10. Blog-Jahrestag 🙂 … im August 2029 geht es wieder nach Dresden.

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27 Aug2019

Augsburg – Dresden (10 Jahre Blog)

  •   27. August 2019. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-GIGA, EDDC, EDMA, Mehrere Tage

Der erste Flug in diesem Blog ging vor (ziemlich) genau 10 Jahren nach Dresden. Eine gute Gelegenheit, zum Einen nochmal nach Dresden zu fliegen und zum Anderen ein wenig zurückzublicken.

Damals ging es mit der PA28 vom Münchner Fliegerverein nach Dresden, heute mit der eigenen DA42. Damals VFR – heute IFR. Damals hatte ich nicht mal 100 h an Erfahrung, heute sind es etwas über 800 h (wie ich beim zusammenzählen festgestellt habe, war die 800. Flugstunde vor zwei Monaten auf dem Weg nach Maastricht). Damals war ich immerhin schon einmal in Österreich, heute auf zahlenmäßig mehr Flugplätzen im Ausland als in Deutschland. Das hat sich alles irgendwie so entwickelt… einmal am Fliegervirus erkrankt ist das unheilbar. Und wenn man sich einmal auf eine größere Strecke getraut hat, sind die Café-Flüge in 30 Meilen um den Platz einfach langweilig. Man will einfach mehr, fremde Plätze, neue Plätze, andere Landschaften sehen, als die Umgebung vom Heimatflugplatz. Das bildet übrigens auch ungemein in Geographie, man kennt einfach ganz viele Orte und Landschaften und hat dann auch immer sofort das zugehörige Luftbild im Kopf und kann sehr gut sagen, wie man dort hin kommt („hinterm Bodensee kommt dann Zürich, da dran vorbei kommt irgendwann Grenchen, Payerne und dann der Genfer See, dahinter gehts zwischen den komisch verteilten Hügeln durch zur Rhone und dann nach Süden, da kommt dann auch bald das Mittelmeer“ – oder so ähnlich). Und dann sitzt man immer mal wieder zu Hause vor Garmin Pilot und schaut, wo man denn noch so hinfliegen kann und jedes Mal fällt einem da auch was ein. Meine Liste innerhalb von Europa reicht alleine bestimmt für die nächsten 15 Jahre. Also lassen wir uns mal überraschen, was zum 20. Geburtstag von diesem Blog so alles an Eindrücken und Reisen dazu gekommen ist.

Heute ging es jedenfalls eben schon mal nach Dresden. In Augsburg ging es IFR raus, erst gab es auch kurz nach dem Start ein Direct nach UPALA (das ist bei Nürnberg). Das wurde dann aber relativ bald widerrufen, da die Alarmrotte in Neuburg rausgehen musste. Als die Kollegen dann weg waren, sollte es dann nach Norden gehen, so dass wir relativ bequem direkt östlich an Grafenwöhr vorbeigekommen wären, aber auch dass ging dann plötzlich nicht, weil die Bundeswehr plötzlich die Restricted Area brauchte, die bei Regensburg ist. Das heißt, wir mussten aus dem Weg und wieder in Richtung Nürnberg fliegen. Es hieß dann auch, rechts von uns sei militärischer Verkehr. Das habe ich so auch noch nicht erlebt. Dadurch mussten wir jetzt westlich an Grafenwöhr vorbei, was natürlich einiger Umweg ist. Die Lotsin hat uns dann aber versprochen, hinter Grafenwöhr gäbe es keinen Umweg mehr und tatsächlich wurden wir dann direkt nach DC426 freigegeben, das ist ein Punkt direkt neben Dresden. So ging es dann dahin, nur die Lotsin von Dresden war dann etwas komisch, die hatte wohl noch nicht viel mit General Aviation zu tun. Jedenfalls musste ich erst nachfragen wie es denn mit Sinkflug aussieht und dann hatte sie uns irgendwie vergessen, so dass die Radar-Platzrunde arg merkwürdig war. Die Landung war dann mit 15 kt Seitenwind mal wieder eine schöne Seitenwind-Übung.

Danach ging es in die Stadt zum Hotel und zum verdienten ALB.

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