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Über den Wolken...

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02 Nov2014

Friedrichshafen – Stuttgart (ILS Practice Approach)

  •   2. November 2014. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-ELDS, EDDS, EDMA, EDNY

Nachdem der letzte Flug jetzt schon wieder fünf Wochen her ist, musste es wieder mal raus gehen. Da nochmal ein sehr schöner Tag war, nach all dem Nebelgrau der letzten Wochen, haben wir uns wieder für Friedrichshafen entschieden. Der Flug immer auf die Alpen zu und auch die Bodenseeregion sind von oben immer wieder schön anzuschauen.

Es ging gegen Mittag ruhig auf der 25 in Augsburg los, dann erstmal immer entlang der A8 und über Ulm, Laupheim, Biberach in Richtung Friedrichshafen. Die ganze Zeit war schon Alpenblick und zurück sollte es dann an den Alpen entlang gehen. Der Flug war zunächst sehr ruhig, aber ab etwa kurz hinter Biberach wurde es arg bockig. Da waren wir wohl in einen Föhnstrich geraten, der Wind im G1000 sprang entsprechend auch sowohl in Richtung als auch Stärke immer hin und her. Es blieb dann auch bis kurz hinter Ravensburg so. Der Anflug über ECHO und die Landung waren dann aber wieder relativ ruhig.

Wir haben uns dann in Friedrichshafen etwas gestärkt und ich habe beschlossen, doch nicht die Alpen entlang zu fliegen, da dort ja aufgrund des sich aufbauenden Föhns noch mehr Turbulenzen sein würden. Gleich wieder direkt nach Hause wollte ich aber auch nicht, also haben wir beschlossen, mal über Stuttgart zu fliegen und dort einen Low Approach zu machen. Es ging dann also wieder über WHISKEY raus und auf relativ direktem Kurs (über Mengen) in Richtung SIERRA Stuttgart. Der Flug war sehr ruhig, keinerlei Turbulenz, obwohl wir konstant 18-20 kt Rückenwind hatten. In Stuttgart hatte ich dann eine Low Approach angefragt, der auch gleich genehmigt wurde. Im Gegenanflug mussten wir erst noch eine landende Lufthansa und eine andere 172er Cessna abwarten und der Lotse meinte dann nur, wir könnten entweder kreisen oder den Gegenanflug verlängern. Ich habe dann gesagt, wir würden lieber den Anflug verlängern. Dann meinte der Lotse, wir könnten eigentlich machen was wir wollen, es würde eh gerade kein Anflug mehr kommen. Ich habe dann spontan gedacht, wir könnten ja dann mal einen Practice ILS fliegen. Also kurz den Lotsen gefragt, der meinte nur, das ist OK, wir könnten gerne 10 NM Final haben. Gesagt, getan, sind wir also etwa 10 NM raus geflogen und gestiegen und dann in den Queranflug. Dann war ich etwas zu doof in der G1000-Bedienung… ich wunderte mich noch, wieso der Localizer vom ILS nicht reinläuft, dabei stand der CDI auf “GPS” statt “LOC”. Als mir das aufgefallen ist, waren wir natürlich schon über den Localizer rausgeschossen. Gut, dafür dass es das erste Mal alleine ohne Lehrer war, sicherlich verzeihlich… Ich habe dann den Localizer eingefangen und wir waren für das 10 NM Final natürlich erstmal viel zu tief für den Glideslope. Den haben wir dann auch eingefangen und sind schön das ILS runtergeflogen. Ich immer ohne Blick nach draußen, nur auf die Instrumente. Als der Marker gepiept hat, war dann auch die Bahn vor uns, so wie es sein soll. Hat also schonmal ganz ordentlich funktioniert.

Danach ging es nach dem Low Approach über ECHO wieder aus der Kontrollzone und es sollte dann von dort aus direkt nach Augsburg gehen. Vor uns war noch eine 152er Cessna, die auch in unsere Richtung flog. Bis dahin war der Flug ja die ganze Zeit sehr ruhig, aber über dem Stuttgarter Talkessel und dem Tal in Richtung Schwäbisch Gmünd war es dann dafür um so heftiger turbulent. Laut G1000 kam hier der Wind mal mit 8 k, dann gleich wieder mit 35 kt, also extrem böig und in der Richtung variabel. Uns hat es also ordentlich durchgeschüttelt. Die 152er Cessna hat dann auch irgendwann umgedreht und kam uns – mit Abstand – wieder entgegen. Ich kann mir schon vorstellen, dass es da noch heftiger gewesen sein muss. Die DA40 schluckt das ja mehr weg als so eine Cessna. Das Geschüttel hielt dann mal mehr, mal weniger an, bis wir die Schwäbische Alb hinter uns gelassen hatten. Dann kam der Wind nur noch konstant mit um die 20 kt aus Süd. Da hatte sich also ein “gescheiter” Föhn aufgebaut.

Mittlerweile war dann auch die Sonne untergegangen und wir sind ca. 10 min nach Sunset in Augsburg gelandet. Es war schon recht dunkel, so dass ich auch mal die Nachtbeleuchtung von der DA40 sehen konnte. Die ist auch recht ordentlich und angenehm gemacht. Viel besser als bei Cessna wie ich finde. Alles so Auto-ähnlich hinterleuchtet. Da werde ich wohl doch mal wieder Nachtflug machen im Winter…
Wir sind jedenfalls ruhig auf der 07 gelandet. Alles in allem ein ganz angenehmer Flug, trotz Turbulenzen. Und wieder mal was geübt was man nicht alle Tage macht.

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24 Sep2014

Friedrichshafen – Midfieldcrossing München

  •   24. September 2014. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-ELDS, EDDM, EDMA, EDNY

Diese Woche begann das Oktoberfest, also sind wir mit den Kollegen aus meiner Firma auch wieder dort gewesen. Daher stand auch ein Flug mit einem Kollegen an, heuer mit Steve aus England. Wir sind am frühen Nachmittag bei wolkenlosem Himmel nach Augsburg gefahren und wollte ein Richtung Berge und zum Bodensee fliegen.

Nachdem wir noch nichts gegessen hatten, sind wir erstmal von Augsburg aus direkt nach Friedrichshafen geflogen. Sowohl der Start als auch die Landung waren sehr ruhig, obwohl in Richtung Bodensee schon zum einen die Aufzugsbewölkung eines Tiefs zu sehen war und daher der Wind mit 20 kt auf der Nase stand. Unterwegs war es auch teilweise etwas bockig… letzte Thermikreste eines eher herbstlichen Sommers…

Nachdem wir uns gestärkt hatten, wollten wir dann ein bisschen Sightseeing entlang der Alpen machen. Ich hatte in Augsburg noch kurz überlegt, ob wir durch die Berge zum Bodensee fliegen sollen, aber angesichts von 27 gusting 40 kt Wind auf der Zugspitze habe ich das lieber bleiben lassen. Wir sind dann in Friedrichshafen über SIERRA abgeflogen und dann an Lindau vorbei in Richtung Königsschlösser (also Füssen). Mittlerweile hatten wir dann 30-35 kt Wind (diesmal von hinten) und wie erwartet war es über den Bergen auch teilweise bockig. An Füssen vorbei sollte es eine Runde um die Oktoberfest-Sperrzone zurück nach Augsburg gehen. Ich dachte dann, wir könnten noch etwas Spaß haben und wieder mal ein Midfieldcrossing in München machen. Also haben wir den Lotsen von München Information gefragt und es ging sogar gleich so (manchmal muss man dann eher den Tower direkt fragen, selbst wenn die Lotsen meinen es sei nicht möglich).

Wir sind dann über HOTEL in die Kontrollzone und dann erst über die Südbahn. Dann gab es etwas Konfusion mit der Freigabe, schade dass ich diesmal die GoPro nicht dabei hatte und daher keine Aufzeichnung vom Funk habe. Vom Tower South gab es nämlich ein “Hold between the runways, contact Tower North…”. Dann haben wir den Tower North gerufen und der hat erst gesagt, wir sollen “via Tower to threshold 26R” fliegen – was ziemlich merkwürdig ist und ich nicht so ganz verstanden habe. Dann kam aber meiner (und auch Steve’s) Meinung nach noch ein “hold”, was ich auch so zurückgelesen habe. Irgendwann meint dann der Lotse wieso wir in westliche Richtung fliegen. Ich habe dann gesagt, wir fliegen nicht in westliche Richtung, sondern wir halten zwischen den Landebahnen. Er meinte daraufhin, dass sei die Freigabe von Tower South gewesen und er hätte sie aber geändert. Gut, es war nichts passiert und niemand war gefährdet, wir sind dann nach einer Warteschleife via FOXTROTT aus der Kontrollzone raus und nach meiner Entschuldigung meinte der Lotse dann auch nur “hat scho’ passt”, trotzdem hätte mich eine Tonbandaufzeichnung interessiert.

Danach ging es jedenfalls nach Augsburg weiter, wo wir wieder sehr ruhig auf der 25 gelandet sind. Ich habe mich dann an der Tankstelle über 19,1 l Jet-A1 pro Stunde gefreut, auf der anderen Seite stand ein Flieger vom Fliegerverein, der sich vermutlich weder über den Spritverbrauch noch über den Zustand seines Fluggerätes gefreut hat…

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11 Sep2014

Augsburg – Stuttgart – Egelsbach

  •   11. September 2014. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-ELDS, EDDS, EDFE, EDMA

Unser Skandinavien-Exkurs ging ja gestern schon mit einem recht anstrengenden Flug in marginalem Wetter zu Ende, heute musste dann die D-ELDS noch zur 100 h-Kontrolle zu Diamond Aircraft nach Egelsbach gebracht werden. Anders als beim Fliegerverein, wo ja eher gar keine Wartung stattfindet, lassen wir unsere Maschine gleich beim Hersteller warten. Das ist zwar etwas mühsam, da Diamond eben in Egelsbach sitzt und sicher auch etwas teurer als beim erstbesten LTB ums Eck, aber dafür ist es halt der Hersteller und der weiß was man tut (und tun muss).

Es sollte also ein entspannter Flug nach Egelsbach werden und dann mit dem Mietwagen wieder nach Hause. Allerdings war auch heute das Wetter wieder nicht so geliefert worden, wie es der Wetterdienst bestellt hatte. Sprich: Auf dem Weg nach Egelsbach lag ein breites Regenband, obwohl es eigentlich nur hohe Schichtwolken geben sollte.

Wir sind dann nach Augsburg gefahren und haben uns auf den Weg gemacht. Ich wollte eigentlich erstmal in Richtung Karlsruhe fliegen und dann das Rheintal hoch nach Egelsbach. Bei Ulm sah es aber in Richtung Nordwesten ganz gut aus und auch im Radar hatte sich der Regen dort aufgelöst. Leider war das Internet etwas schlecht, so dass ich außer einem Radarbild nicht viel hatte. Wir sind dann also bei Ulm in Richtung Egelsbach abgedreht und bis hinter Heubach ging es auch ganz gut. Dann wurde es aber wieder dunkler und die Untergrenzen deutlich tiefer. Es hing dann die Schichtwolkendecke über uns und wenige Wolken vor/über uns. Wir sind dann also mal über die wenigen Wolken gestiegen, in der Hoffnung, dass wir dort zwischen den Wolkenschichten weiter kommen würden. War aber leider nicht… Also wieder ein Loch suchen und runter. Ich habe dann mal in Schwäbisch Hall nach dem Wetter gefragt und dort war bedeckt bei 200 ft Untergrenze. Da könnte man also nicht mal IFR hinfliegen…

Jetzt hatten wir gleich in zweierlei Hinsicht ein deja-vu. Zum einen das Wetter genauso bescheiden wie gestern vor Bremen, zum anderen war die Strecke damit eher in Richtung Stuttgart, so wie neulich bei unserer Firmenveranstaltung.

Es wurde dann in Richtung Stuttgart (ich wollte zum Rheintal hinkommen) noch schlechter, so dass wir uns letztlich entschieden haben, in Stuttgart sicherheitshalber zu landen und dort ein wenig zu warten. Die Topographie von Stuttgart ist bei so einem Wetter wenn man von Nordosten zum Platz kommt etwas ungünstig. Stuttgart liegt ja im Talkessel und der Flughafen ist “oben auf dem Berg”. Das Gelände steigt recht steil an. Die Wolken hingen also über der Stadt so bei 1900 ft (über dem Meeresspiegel), das Gelände beim Pflichtmeldepunkt ECHO, der zwischen den Fernsehtürmen liegt, ist aber schon 1800 ft hoch, die Türme 2200 ft. Sprich: schön einen Weg zwischen den Wolken suchen und ganz nah an die Wolkenkante ranfliegen, damit man wenigstens 400-500 ft über Grund ist beim Meldepunkt. Der Flugplatz selber ist dann wieder bei 1300 ft.

Die Landung in Stuttgart war dann ruhig, heute mal auf der 07. Nach zwei Stunden Wartezeit war das Wetter auch besser und wir sind in Richtung Egelsbach aufgebrochen. Es waren allerdings im Radar zahlreiche Schauer zu sehen. Tatsächlich waren auch viele Wolken und einige Schauer zu sehen, wir sind aber sehr gut ohne Regen hingekommen. Lediglich auf dem letzten Stück stand über dem Odenwald ein großer Schauer im Weg, dem wir einfach ausweichen konnten, in dem wir ins Rheintal geflogen sind und dann dort direkt nach Egelsbach.

Die Landung in Egelsbach war auch wieder sehr ruhig und dann haben wir die D-ELDS bei Diamond abgestellt und uns vor der Heimfahrt nach München noch ein gutes Essen beim Schubeck’s Check Inn gegönnt.

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10 Sep2014

Skandinavien-Exkurs: Sylt – Bremen – Augsburg

  •   10. September 2014. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-ELDS, EDDW, EDMA, EDXW, Mehrere Tage

Heute sollte es von Sylt aus wieder nach Hause gehen. Das Wetter war schön vorhergesagt, der Wind zwar noch kräftig aber der GAFOR für ganz Deutschland war grün. Sollte also ein ruhiger Heimflug werden… es kam aber anders…

Wir sind in Sylt auf der Piste 32 ruhig gestartet, ein paar Wolken hingen bei etwas über 1000 ft rum, so dass wir erstmal in 1000 ft geblieben sind und dann das Abflugverfahren befolgt haben. Dann wollten wir uns noch das Wattenmeer anschauen und anschließend nach Kassel fliegen, wo wir Pause machen wollten. Wir sind dann also erstmal über Föhr und Pellworm in Richtung Büsum geflogen. Es war zwar etwas dunstig, aber trotzdem war die Aussicht schön. Leider war nicht mehr Ebbe sondern das Wasser schon wieder am steigen, aber trotzdem konnte man das Watt noch sehr schön sehen.

Danach ging es auf Kurs in Richtung Kassel. Ein Stück hinter der Elbe wurde es dann aber immer dunkler und schlechter und zeitweise nieselte es schon. Ich habe dann mal Radarbilder geholt und gesehen, dass sich da ein größeres Niederschlagsgebiet gebildet hatte und das es wohl am besten wäre, dieses in Richtung Bremen zu umfliegen. Also haben wir Kurs auf Bremen gehalten, immer in gerade mal 1100 ft über Grund. Es wurde aber dann trotzdem immer schlechtere Sicht und immer dunkler. Geschätzt waren wir bei 5-6 km Sicht. Irgendwann stand dann eine Wolkenwand vor uns, mit noch viel tieferen Untergrenzen. Dort wollte ich dann nicht mehr weiterfliegen, also haben wir abgedreht und sind erstmal in Richtung Bremerhaven geflogen. Es war dann aber in Richtung Bremen doch an einigen Stellen noch hell genug, das wir uns bis dahin vorgearbeitet haben. Etwa 5 min nördlich von Bremen wurde es dann aber doch wieder schlechter. Also kurzer Entschluß: Wir werden sicherheitshalber in Bremen landen und dort entweder abwarten oder sogar nochmal übernachten. Wir sind dann die letzten paar Minuten bis zum Pflichtmeldepunkt im Regen und bei sehr schlechter Sicht (vielleicht so 3-4 km) unterwegs gewesen, die Untergrenzen werden so bei 900-1000 ft gewesen sein. Als wir uns dann im Gegenanflug gemeldet haben, wollte noch ein Rettungshubschrauber starten und die Kontrollzone war mittlerweile “Special VFR”. Wir sind dann recht ruhig gelandet und als wir im Follow-Me saßen, haben wir im Funk gehört, dass noch einer landen wollte und der Lotse nur meinte, die Kontrollzone wäre in IMC (Instrumentenwetterbedingungen) und eine Landung daher nicht möglich. Glück gehabt…

Wir haben dann erstmal gewartet. Der Bremer Flughafen ist ganz praktisch, weil direkt vom Flughafen eine Straßenbahn in 10 min in die Innenstadt fährt. Das haben wir erstmal gemacht und ich habe natürlich immer das Wetter beobachtet. Der Wetterdienst blieb interessanterweise für den ganzen Tag für ganz Deutschland bei GAFOR grün, obwohl die Bedingungen bei uns eher gelb bis orange und kurz nach der Landung sogar in Bremen rot waren. Da ist für mich nicht ganz nachvollziehbar, warum man dann den GAFOR nicht einfach ändert an die aktuellen Bedingungen anpasst, zumal es viele Hobbypiloten-“Experten” gibt, die als einzige Wettervorbereitung den GAFOR nehmen.

Das Regengebiet und damit die niedrigen Untergrenzen zogen in Richtung Südosten ab, man konnte schön sehen, wie auch Hannover und später Kassel in IMC gingen. Nach einem Stadtbummel war es dann am Nachmittag in Bremen aber wieder besser und laut METARs und Radar sollte ein Weg über Paderborn und dann ggf. Siegen, Frankfurt frei sein. Zumal es südlich vom Main nur gering bewölkt sein würde. Also sind wir in Bremen dann wieder aufgebrochen und zunächst in Richtung Paderborn geflogen. Es ging auch wieder ins schlechte Wetter rein, sprich recht niedrige Untergrenzen (aber immerhin so 1500 ft) und diesig (vielleicht so 8-10 km Sicht). Aber es war grundsätzlich fliegbar, wenn auch kein optischer Hochgenuss.

Von Paderborn aus sind wir dann erstmal kurz in Richtung Kassel und dann auf direkten Kurs nach Augsburg gegangen. Mit jeder Meile südlicher wurden auch die Wolken höher und das Wetter insgesamt besser. Kurz nach dem Main war dann – wie man schon auf dem Satellitenbild sehen konnte – das Wetter sogar richtig gut. Wenige, hohe Bewölkung und Sonnenschein. Also ging es die letzte dreiviertel Stunde noch relativ ruhig dahin und wir sind dann in Augsburg auf der 07 ruhig gelandet.

Nach diesem durchaus anstrengendem Flug in wirklich marginalen Wetterbedingungen gab es dann noch ein ALB in Odelzhausen. Und ich bin wieder mal zur Erkenntnis gekommen,  dass ich doch bald mit dem IFR anfangen muss. Damit wär das kein Problem gewesen, kurz vor Bremen IFR-Pickup und dann durch durch die Suppe. Es gab ja weder Vereisung noch waren Gewitter eingebettet.

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30 Aug2014

Skandinavien-Exkurs: Augsburg – Strausberg

  •   30. August 2014. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-ELDS, EDAY, EDMA, Mehrere Tage

Eigentlich haben wir ab morgen erst Urlaub und es soll dieses Mal für 10 Tage in Richtung Skandinavien gehen. Mal sehen, wo wir überall hinkommen und wo das Wetter schön ist. Morgen soll das Wetter im Süden von Deutschland allerdings schlecht sein, so dass wir dann schon heute – eigenem Flieger sei Dank – losgeflogen sind. Morgen gibt es auch ein Fly-In am neuen Berlin Flughafen BER, welches wir uns nicht entgehen lassen wollten.

Also ging es heute am Nachmittag in Richtung Berlin. Ich war mir nicht ganz sicher, wie weit wir kommen würden und hatte mir daher zunächst mal Leipzig vorgenommen. Wir haben also unser ganzes Zeug in der D-ELDS verstaut, da passt vom Volumen her zum Glück deutlich mehr rein, als in einer Cessna 172. Dann ging es ruhig in Augsburg auf der 25 los, das Wetter war sehr schön. Entsprechend ging es auch bei München Information im Funk zu. Alles was fliegen konnte, war heute unterwegs und der Lotse sagte andauernd, dass keine Verkehrsinformationen möglich sind, aufgrund des hohen Verkehrs. Es ging dann weiter nach Nürnberg, wo wir die Kontrollzone von FOXTROTT nach OSCAR durchquert haben (hochsteigen ging nicht, da zu viele Wolken da waren, aber es war auch unter den Wolken recht ruhig).

Nach Nürnberg war das Wetter deutlich schlechter, sprich eigentlich halt nur eine Schichtwolkendecke und keine sehr gute Sicht mehr. Dann bleiben natürlich alle am Boden – in dem Sektor bei München Information war jedenfalls nichts los und der Sektor reicht bis nördlich von Leipzig. Schon immer krass, finde ich, kaum zwei Wolken am Himmel schon wird nicht mehr geflogen.

Wir sind dann erst mal direkten Kurs nach Leipzig geflogen und ich habe zwischendurch, als es mal LTE gab, Radarbilder geholt und man konnte sehen, dass da zwar eine Schauerlinie über Berlin stand, diese aber weiter nach Osten zieht und für uns kein Faktor mehr sein würde. Also sind wir schon südlich von Gera auf direkten Kurs Strausberg gegangen.

Nachdem die D-ELDS so schön dahin flog, haben wir uns dann eine Freigabe für den Leipziger Luftraum D (“request crossing present heading, present altitude”) besorgt und sind immer geradeaus Richtung Strausberg geflogen – ich war einfach zu faul für Richtungs- oder Höhenänderungen. Man muss sagen, die DA40 ist schon eine schöne Reisemaschine. Nach dem Starten einmal die Powersetting auf 65% gestellt und man muss den Powerhebel nie mehr anfassen. Der Autopilot macht das mit dem VS 0 auch bei etwas Thermik ganz gut, also kann man sich im Prinzip schlafen legen. Sehr angenehm…

Es ging dann also noch ein Eck um die Berliner Kontrollzone und dann direkt nach Strausberg. Mit dem Autopiloten in die Platzrunde, sehr ruhig auf der 23 gelandet und dann abgestellt. Wenn ich mich da an die ersten Reisen erinnere, noch ohne Autopilot mit der D-EMUT bei Mords-Thermik – da liegen jetzt wirklich Welten dazwischen. Aber auch dereinst war es sehr schön.

Danach ging es mit der S-Bahn in die Innenstadt. Unser Hotel hatte leider nur noch die Präsidenten-Suite übrig (danke fürs Upgrade). Standesgemäße “Absteige” wenn man schon mit dem eigenen Flieger anreist 😉 Für das ALB und zum Essen gings zum Steakhouse ums Eck – so geht der Urlaub schonmal schön los. Morgen kommt dann – so das Wetter passt – der kurze Hüpfer von Strausberg zum BER und dann erstmal weiter an die Ostsee.

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23 Aug2014

Egelsbach – Stuttgart – Augsburg

  •   23. August 2014. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-ECHK, EDDS, EDFE, EDMA, Mehrere Tage

Nach unserem Firmenevent und einem coolen Abendevent – Speedboot-fahren auf dem Rhein – ging es heute wieder zurück nach Hause. Mit ungefähr 15% von den PS vom Boot (und auch nur 10% von dessen Verbrauch pro Stunde – wer zu faul zum Rechnen ist: 1050 PS, 500 l Super-Plus pro Stunde), dafür aber mit Muskelkater vom festhalten (130 km/h auf dem Wasser sind schon recht schnell).

Das Wetter war grenzwertig vorhergesagt, da wieder einmal eine Kaltfront drübergezogen war, die dann wieder wetteraktiv wurde. Im Radar konnte man vor dem Abflug in Egelsbach schon sehen, dass da einige Schauer relativ schnell von West nach Ost ziehen (blöderweise eingebettet als TCU /CB in geschlossener Bewölkung) und so mussten wir hoffen, dass wir es nach Stuttgart schaffen. Für Augsburg war das schlechte Wetter erst am Abend vorhergesagt. Wir sind dann nach einem kräftigen Schauer in Egelsbach auf der 26 gestartet und dann erstmal in Richtung Süden dem Rheintal geflogt. Am Odenwald lagen die Wolken auf, so dass wir dort nicht hätten drüberfliegen können. Bei Heidelberg stand dann der erste Schauer im Weg, also ging es über Mannheim wieder ins Helle. Jetzt mussten wir uns bloß noch irgendwie nach Stuttgart durchschlagen. Das ging aber auch ganz gut von Bruchsal aus relativ mit direktem Kurs auf Stuttgart. Ein fetter CB mit ordentlich Regen war über Stuttgart gerade abgezogen und die nächsten Schauer schon im Anmarsch. Diese Lücke konnten wir zum Glück dann nutzen und im leichten Regen auf der 25 bei etwas Seitenwind ganz ruhig landen. Mindestens zwei Landungen brauchts irgendwie immer um von Hochdecker auf Tiefdecker und umgekehrt umzusteigen – dann sind die Landungen wieder butterweich. Die in Stuttgart war jedenfalls ordentlich (die von vorgestern eigentlich grundsätzlich auch, aber es geht halt auch noch weicher).

Wir haben also kurz eine Kollegin abgesetzt und sind dann auch gleich wieder weitergeflogen, um vor den heranziehenden nächsten Schauern weg zu sein. In Richtung Süden / Südosten sah es von Stuttgart aus auch sehr hell aus und in Augsburg war sogar CAVOK gemeldet. Es ging dann also wieder auf der 25 raus und dann über LIMA und auf direktem Kurs nach Augsburg. Meteorologisch interessant: Das Wetter war gerade an der Alb hängengeblieben und man konnte schön sehen, wie der große Schauer von der Ankunft dort nicht weiter kam. Hinter der Alb bildeten sich aber etliche kleine TCUs, also offensichtlich blieb das Wetter da zwar hängen, labilisierte aber die Luftmasse dahinter zusehends, so dass es dann dort auch anfing zu regnen (einer der TCUs über Ulm war auch gerade am abregnen).

Ab Günzburg war dann jedenfalls wieder schönes Wetter und wir sind dann über NOVEMBER in Augsburg eingeflogen und auch auf der 25 sehr ruhig gelandet. Nachdem wir den Flieger verstaut hatten und im Auto saßen, konnte man dann das Wetter auch schon langsam kommen sehen – das hatte dann die Alb doch erfolgreich “überwunden”.

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