Zur fliegerischen Inübunghaltung sollte es heute eigentlich nach Friedrichshafen gehen. Nach den vielen Stunden PA28 erschien die C172 wieder mal wie aus einer anderen Welt – hippelig, laut, vergleichsweise teigig in der Steuerung – das war mir vorher noch nie so deutlich aufgefallen…
Angesichts zahlreicher CBs und Gewitter, die von Norden her in Richtung Süden zogen sind wir dann spontan doch nur nach Memmingen geflogen. Der Flug war für die Temperaturen sehr ruhig, der Anflug nach Memmingen dank freundlichen Lotsen airliner-like mit fast 10 NM Final.
In Memmingen selber waren wir das erste Mal, der Flughafen ist recht klein, dafür aber ziemlich viel los. Von der Anzahl der Leute her, mehr als in Friedrichshafen. Es gibt auch ein Café und sogar einen Biergarten im Sicherheitsbereich, die Landegebühren sind mit 25 € allerdings nicht ganz billig für einen Platz dieser Größe.
Der Rückflug war dann auch wieder recht unspektakulär, Beatrix hat ein bisschen Airwork gemacht, dann sind wir sehr ruhig und noch rechtzeitig vor den anziehenden Gewittern in Augsburg gelandet.
Nach zwei Tagen Hamburg ging es heute wieder zurück nach Hause. Nachdem wir endlich getankt hatten (nur Bargeld, also zurück vom GAT zum Terminal und Geld holen) sind wir um kurz nach 13:00 losgekommen. Ich wollte unbedingt vollgetankt losfliegen, da für große Teile von Mittel- und Süddeutschland nur D- und M-Bedingungen vorhergesagt waren und wir demzufolge nicht genau wussten, ob wir zwischenlanden werden und wo.
Zum Glück war das Wetter dann doch gar nicht so schlecht wie angedroht, ab kurz nach Hannover war es zwar bedeckt und wir konnten einige Schauer sehen, aber die Wolkenuntergrenzen waren um die 4000 ft, so dass wir bequem und auch trocken fliegen konnten. Durch die Wolkenabschirmung auch sehr ruhig.
Wir haben dann entschieden, in Nürnberg kurz Pause zu machen und nochmal das Wetter zu checken, weil es nach Süden schlechter werden sollte und auch recht dunkel aussah. In Hamburg hatten die Bremsen der IC endgültig ihren Dienst quittiert (die ganze Zeit gingen sie wenigstens ein bisschen), so dass wir beim Abflug und in Nürnberg das erste Mal auch ohne Bremsen rollen mussten. Das ging auch ganz gut, alles sehr langsam und vorsichtig…
Nach einer kurzen Pause ging es dann von Nürnberg nach Augsburg weiter. Es gab zwar einige kurze Schauer unterwegs (die uns das Flugzeug-Putzen ersparten) aber kaum Sichtverschlechterungen dadurch. Die Landung in Augsburg war dann auch einsam und allein und sehr ruhig. Viele hatten ihre Flüge abgesagt wegen dem Wetter, aber insgesamt waren die Sichten völlig in Ordnung (>10 km) und auch sonst waren eben einfach nur dunkle Wolken am Himmel. Für Sightseeing also vielleicht ein bedrohlicher Anblick, aber zum Fliegen auch nicht viel anders als an Tagen mit strahlendem Sonnenschein (doch etwas schon: keine Thermik).
So geht nach 12 Flugstunden und zurückgelegten 1284 NM (2377 km) ein erlebnisreicher Ausflug zu Ende.
Heute ging es los zu unserem Ausflug nach Schweden. Wenn das Wetter die ganze Zeit perfekt sein sollte – was leider wohl nicht zu erwarten ist – dann soll es bis nach Arvidsjaur gehen.
Die erste Etappe war heute von Augsburg nach Rostock, wobei wir in Leipzig kurze Mittags- und Tankpause gemacht haben. Der Flug war sehr ruhig in FL75 bzw. FL95 über den Wolken, kurz nach dem Start in Augsburg hat man schon die Thermik gemerkt, also haben wir gleich die Flucht nach oben angetreten. In Leipzig war dann die Bewölkung mit BKN angesagt, also mussten wir ein größeres Loch suchen, um unter die Wolken sinken zu können. Das ging auch ganz gut ohne kreisen zu müssen und so sind wir sicher auf der 26L gelandet.
Nach einer ausgedehnten Pause in Leipzig ging es dann weiter nach Rostock. Obwohl die Wolken sich fast aufgelöst hatten, sind wir über die Thermikobergrenze (und damit dann später über die Wolken) gestiegen, um einen ruhigen Flug zu haben. Ca. 45 min vor Rostock konnten wir dann schon die heranrückende Kaltfront sehen, die die Wolken ziemlich hoch auftürmte. Sicherheitshalber sind wir dann schon relativ früh unter die Wolken gesunken, die Thermik war aufgrund der hohen Bedeckung auch schon fast zusammengebrochen, so dass es auch unter den Wolken recht ruhig war.
Die Landung in Rostock war wegen der 20 kt Wind, die aber nur 10-20° schräg zur Bahn standen, etwas bockig aber trotzdem ziemlich sanft.
Nachdem in den letzten Wochen beruflich viel Stress war, ging es heute wieder einmal ans Fliegen.
Angesichts der Tatsache, dass beinahe der ganze europäische Luftraum wegen des Vulkanausbruchs in Island und der zugehörigen Aschewolke für IFR gesperrt war, wollten wir uns München und Frankfurt vornehmen (nur Low Approach, weil 680 € Gebühren in Frankfurt doch zu teuer sind). Auch zum Bedauern der Lotsen, die ich vorher angerufen hatte, war beides nicht möglich. Frankfurt durfte gar keinen VFR-Traffic in der Kontrollzone abwickeln. München meinte zunächst, wir sollten einfach reinfunken. Gesagt – getan – dann die Enttäuschung: Kein Low approach möglich und auch das Midfield-Crossing ging kompliziert nur über die Pflichtmeldepunkte und dann nur über die Schwellen der 26L / 26R – noch nicht mal kreisen über dem Platz war möglich. Interessant, dass das bei vollem Verkehr unter der Woche geht, aber wenn der Platz faktisch geschlossen ist, nicht. Naja… die Towerlotsen können bestimmt auch nicht dafür und machen nur was Ihnen gesagt wird.
Von München ging es dann weiter nach Nürnberg, die Sichten waren vergleichsweise schlecht, die Vulkanasche sehr gut erkennbar an einem schwarzgrauen Schleier (auf den Fotos nicht so gut zu erkennen wie in Natura). Interessant war hierbei, dass der Funk sehr schlecht war. Aus Berichten habe ich gelesen, das Vulkanasche den Funk beeinflussen kann und wir konnten das tatsächlich erleben.
Nürnberg war dann auch entsprechend leer. Es gab auch gar kein Chaos im Terminal, kaum Leute dort, nur wenige, die sich erkundigen wollten, ob ihr Flug geht.
Auf dem Rückweg dann schon im Transporter die Überraschung: Da steht ein A340 von Air Berlin abgefertigt auf dem Vorfeld. Der Marshaller hat uns erzählt, das der unbedingt nach Hamburg müsste und gleich startet und wollte von uns wissen wie das gehen kann… Tatsächlich ist der A340 unmittelbar vor uns gestartet, VFR und mit D-A…-Rufzeichen (also nicht mit dem AirBerlin-Rufzeichen). Er hat sich auch noch erkundigt, ob viele Segelflieger unterwegs sind, weil er würde ja “ganz normal” VFR fliegen.
Der Rückflug war dann recht bockig und wir konnten viele Segelflieger sehen. Klar bei der guten Thermik.
Die Landung in Augsburg fiel dann etwas hart aus, was mich zum Schluss gebracht hat, das sieben Wochen ohne Fliegen einfach viel zu lang sind. Gute Frage wie man den Schein erhalten will, wenn man nur seine 12 Stunden in zwei Jahren fliegt…
Heute gab es endlich mal ein Wochenende an dem das Wetter schön werden sollte. Wir hatten die D-EOIC relativ spontan gebucht und wollten – je nach Wetter – etwas Airwork machen.
Ein Freund wollte auch fliegen, so dass wir uns auf einen gemeinsamen Flug nach Zell am See verabredet haben, unter der Bedingung dass es in den Alpen nicht sehr föhnig sein würde. Mein persönliches Wind-Limit für die Zugspitze liegt bei 25 kt, mit 18G28 kt wären wir knapp an der Grenze gewesen, wenn da nicht der Wind oben aus Nord-Westen und unten im Tal genau aus Süd-Osten gekommen wäre. Wir haben also auf die Turbulenzen verzichtet und uns einen anderen Plan ausgedacht.
Die Liste der Verkehrsflughäfen will ja auch abgearbeitet werden, so sind wir also in Richtung Westen aufgebrochen. Saarbrücken und Zweibrücken stehen auf der Liste, sind dicht beeinander und mit ca. 1:40 h von Augsburg auch als Tagesausflug bequem zu erreichen.
Beim Hinflug habe ich mich – wieder falsch, ich werde es jetzt wirklich nicht mehr machen 😉 – für einen Flug unterhalb vom Luftraum D Stuttgart entschieden. Leider war doch schon etwas Thermik, so dass es etwas bockig war. Sobald möglich sind wir dann auf FL 65 – über die wenigen Cumuli – gestiegen und haben den restlichen Weg einen angenehm ruhigen Flug gehabt.
Die Landung in Saarbrücken war dann sehr anspruchsvoll. Zwar hatten wir von Zweibrücken aus einen Direktanflug bekommen und damit gut 10 NM Final, aber der Seitenwind war so stark und böig, dass es einfach nicht klappen wollte, sich die richtige Mischung aus hängender Fläche und Seitenrudereinsatz zu erfliegen um auf der Centerline zu bleiben. Selbst bei vollem Seitenruder-Ausschlag sind wir noch gut abgedriftet. Dabei waren am Boden “nur” 12 kt Seitenwindkomponente. Die Landung war dann zwar etwas hart, aber dennoch insgesamt ganz in Ordnung.
In Saarbrücken waren wir willkommene Abwechslung in der Tristesse. Weder andere GA noch Airliner waren da, man war um uns sehr besorgt, insgesamt alles gut organisiert und sehr freundlich.
Zum “Ausgleich” der Seitenwindlandung in Saarbrücken wollten wir dann den kurzen Hüpfer nach Zweibrücken machen, dort versprach das METAR eine Landung genau im Wind bei 17 kt. Allerdings wollte der Seitenwind-Gott mir wohl noch eine Lektion erteilen, zur Überraschung hatte der Wind in Zweibrücken schnell gedreht und war auch knapp 70° von links, allerdings nur mit 10 kt. Die Landung verlief dementsprechend ruhig und sauber, in Zweibrücken ist zwar mehr GA aber dafür kein richtiges Terminal vorhanden, so dass wir gleich wieder weitergeflogen sind.
Nach der Lehre vom Hinflug sind wir zurück gleich auf FL 75 gestiegen und dort war es – von einer Airliner-Wirbelschleppe abgesehen – wieder sehr ruhig. Sehr problemlos gab es von Langen Radar auch eine Freigabe zum Durchflug von Luftraum D Stuttgart, so dass wir von Zweibrücken nahezu DCT nach Augsburg fliegen konnten. Das alles bei besten Sichten (siehe Fotos), wo man von Stuttgart aus sogar die Alpen sehen konnte.
Anflug und Landung in Augsburg waren dann auch wieder ruhig und angenehm, der Wind hatte mittlerweile gedreht und stark nachgelassen.
Weil es in Friedrichshafen so toll ist, sind wir am dritten schönen Tag des Jahres auch wieder dorthin geflogen. Nach 4 Wochen unfliegbarem Wetter war heute ein kurzes Schönwetter-Fenster, welches wir gleich genutzt haben.
Der Flug war wieder sehr ruhig, nachdem nach den Stürmen der letzten Tage heute überall fast windstille herrschte. Heute sind wir den Autos nach Friedrichshafen gefolgt, erst der A8, dann quer über Ulm und der B30. Bei severe CAVOK und bester Fernsicht ein optischer Genuß.
Nach der Landung dann in Friedrichshafen die ungewöhnliche Anweisung, noch auf der Piste anzuhalten und zu warten. Vor uns musste noch ein Hubschrauber starten…
Nach der Pause konnten wir dann heute endlich auch einmal bis zum Ende des Bodensees fliegen, eine Runde um die Insel Mainau und dann wieder zurück nach Augsburg über Memmingen und Bad Wörishofen. Das alles bei immer noch bei bester Sicht.
Insgesamt war heute in der Luft auch sehr viel los – jeder der irgendwie konnte war heute in der Luft und wollte den Tag genießen. So war auch das JaBoG in Lagerlechfeld beim Ausflug und wir hatten ein paar interessante Begegnungen.