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03 Oct2016

Wiener Neustadt – Augsburg

  •   3. October 2016. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-ELDS, EDMA, LOAN, Mehrere Tage

Nach zwei erholsamen Tagen in Wien – mit insgesamt schönem Wetter – musste es heute wieder nach Hause gehen. Nachdem wir von Wiener Neustadt nach Wien nur eine Stunde gebraucht hatten, was wohl das Kürzeste ist, was geht, haben wir heute das andere Extrem erwischt. Der RailJet fährt nur jede Stunde und ist uns um drei Minuten vor der Nase weggefahren, also haben wir die S-Bahn genommen (war immer noch schneller als zu warten). Damit dauert es vom Praterstern ziemlich genau 1:30 h – also Hotel-Flugplatz insgesamt 2:00 h. Beim nächsten Mal muss man also besser die Zeiten mit dem Zug planen…

In Wiener Neustadt war dann kräftiger, böiger Wind – schräg zur Piste und der insgesamt kräftige Wind sollte vorhergesagt bis nach München anhalten. Natürlich kam der auch aus Westen, also würden wir heute etwas länger brauchen.

Wir sind dann in Wiener Neustadt nach Westen gestartet und gleich auf direktem Kurs in Richtung Linz gestiegen. Es waren viele Schauer unterwegs, laut Radar gleich schon einige über Wien, daher haben wir uns den großen Umweg durch die Wiener Kontrollzone auch gespart. Über den Wiener Hausbergen war es dem Wind entsprechend ziemlich turbulent, so war ich froh, als der Luftraumdeckel von Wien vorbei war, etwas höher steigen zu können. Wir waren heute VFR unterwegs, obwohl das Wetter grenzwertig war, allerdings war die Nullgradgrenze bei ca. 5000 ft und wir hätten in mindestens 6000 ft durch die Wolken gemusst. Da fehlt mir momentan noch etwas Schlechtwetter-Training und -Erfahrung.

Vor Linz mussten wir dann wieder tiefer runtersinken, um unter den Wolken zu bleiben. Dort war ein großes Regengebiet und Linz hatte Regen, 4000 m Sicht gemeldet. Das ist ja auch VFR zwar nicht schön aber legal. Wir sind dann also durch den Regen durch – die vielen Fliegen am Flieger sind immerhin ganz gut abgegangen. Wir waren im Funk auch auf Linz Radar und es meldete sich dann ein Trainingsflug, der wegen Icing unbedingt auf 5000 ft oder tiefer sinken wollte. D.h. VFR zu fliegen war wohl doch gar nicht so verkehrt.

Nach dem ausgedehnten Linzer Regengebiet gab es dann noch zwei Schauer, durch die wir durch mussten bevor wir nach München kamen. Dort war noch Oktoberfest und damit die TFR / RMZ noch aktiv. Das klappt mit “Police Info” aber sehr gut, der freundliche Polizist am Funk hat uns per Radar Vectors gleich noch ganz knapp an der Münchener Kontrollzone vorbei auf recht direktem Weg nach Augsburg gelotst. Beim Hinflug hatten wir auf der 121,500 noch eine Airspace Violation mitbekommen, da war mal sowas zu hören wie “D-EXXX this is Police Info on guard, if you read contact us immediately on 122,800”.

Über Augsburg stand dann bei der Landung natürlich genau auch einer der Schauer, so dass der Flieger im Endanflug nochmal gescheit gewaschen wurde. Wir haben dann erstmal den schlimmsten Regen vor dem Aussteigen abgewartet und sind dann dem Schauer hinterher nach Hause gefahren. Das ist so ein bisschen der Nachteil der DA40 als Tiefdecker – man wird beim Aussteigen nass, wenn es regnet.

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30 Sep2016

Augsburg – Wiener Neustadt

  •   30. September 2016. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-ELDS, EDMA, IFR, LOAN, Mehrere Tage

Vor uns liegt ein langes Wochenende, welches wir für einen kleinen Herbstausflug nutzen wollen. Wir haben nichts besonderes geplant, sondern wollten uns vom Wetterbericht leiten lassen und der sagt wechselhaftes Wetter aus Westen für die nächsten Tage an, d.h. wir müssen nach Osten flüchten: in Wien waren wir schon länger nicht, mit dem eigenen Flieger noch gar nicht.

Also sind wir am Nachmittag nach Wiener Neustadt aufgebrochen, obwohl das Wetter “Severe CAVOK” war, nach IFR, wir wollen nur schnell ankommen, die Landschaft kennen wir im Prinzip schon. In Augsburg sind wir mit der MIQ (Mike) Departure auf der Piste 25 gestartet, kurz vor Walda gab es dann zunächst “direct FRE (Freistadt – gleich neben Linz)”, recht bald “direct STO (Stockerau – nord-östlich von Wien)”. Das bedeutete keine große Richtungsänderung, aber die Clearance bis kurz vor Wien: 2 h gemütlich dem Autopilot bei der Arbeit zuschauen. IFR kann schon langweilig sein…

Immerhin gab es durchweg 20-25 kt Rückenwind und damit eine gute Groundspeed und kurz vor Freistadt gab es dann auch ein “direct SNU (Sollenau – gleich neben Wiener Neustadt)”. Wiener Neustadt ist ein reiner VFR-Platz, hat aber einen IFR-Approach, der im Prinzip in der Platzrunde endet. Leider gibt es sowas in Deutschland nicht, das wäre für unsere Behörden auch viel zu einfach. Die Strecken-Clearance bekommt man bis zum IAF des Approaches (in unserem Fall GESGI), danach muss man spätestens am MAPt (Missed approach point) IFR canceln und landet dann VFR.

Das Wetter war wie erwähnt CAVOK, wir hätten also irgendwo über den Wiener Hausbergen canceln können, da der IFR-Approach von Osten aus (also im Prinzip vom Neusiedler See) auf die Piste 27 führt, aber ich wollte mal den Approach komplett fliegen, um zu sehen wie das funktioniert. Wir wurden dann über Sollenau für den “GNSS Approach 270°” gecleared. Damit ging es dann erstmal nach GESGI und man konnte wieder mal eines der praktischen Problemchen der IFR-Fliegerei erleben: wir kommen aus Westen, der Approach geht auch nach Westen. Wie dreht man jetzt um? Ein bisschen Wendekreis haben wir ja schon… Ein Alignment Turn ist in der Karte vom Approach nicht eingetragen, aber ein Holding. Heißt für mich, dass ich quasi das Holding und den somit hindernisfreihen Bereich zum umdrehen nutze. Ob das formal richtig ist: keine Ahnung, macht aber am meisten Sinn. Kaum “established final track” geht dann alles sehr schnell: man ist noch ca. 6-7 NM vom Platz weg und muss jetzt ganz schnell IFR canceln und sich beim Platz melden.

Der Flugleiter hat uns dann entgegen dem veröffentlichten Visual Maneuvering in die Nordplatzrunde geschickt (spart 3 min Flugzeit) und wir sind etwas holprig auf der Piste 09 gelandet – es war das erste Mal, dass wir ewig im Bodeneffekt ausgeschwebt sind mit der DA40 und sie einfach nicht landen wollte. Ich wollte gerade schon durchstarten, da hat sie sich doch noch hingesetzt.

Danach ging es dann mit dem Taxi zum Bahnhof und mit dem “Railjet” nach Wien. Dort dann weiter mit der U-Bahn in den DC-Tower, wo unser Hotel ist. Das hat etwas mehr als eine Stunde gedauert, was ganz in Ordnung ist für die Entfernung. Und dann gab es in einem originellen Wiener Wirtshaus, welches bei Bedienung, Stammtisch-Leuten, Innenausstattung, Musik und Speisekarte etwa im Jahr 1985 stehengeblieben war, leckeres Essen und ein paar ALB – übrigens zu einem sensationellen Preis (vermutlich hätte ich die Schillinge aus meiner Sammlung dort auch noch loswerden können).

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28 Sep2016

Innsbruck

  •   28. September 2016. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-ELDS, EDMA, IFR, LOWI

Heute musste ich geschäftlich nach Innsbruck, da bietet es sich natürlich an, das gleich mit einem IFR-Trainingsflug zu kombinieren 🙂

Also ging es morgens IFR von Augsburg nach Innsbruck. Es wird langsam schon herbstlich und Augsburg ist wie immer Nebel-sicher. Also ging es bei 2000 m Sicht in den Dunst, der nach wenigen Minuten unter uns lag. Die Alpen waren allerdings erst ungefähr ab 8000 ft richtig gut und klar zu sehen. Der Flug ging dann ruhig bis nach Rattenberg und von dort den Localizer East runter nach Innsbruck, wo wir bei bestem Wetter ruhig gelandet sind.

Für den Rückweg wollten wir dann das Inntal entlang, um noch etwas Sightseeing machen zu können und da später den IFR Pickup um IFR in Augsburg zu landen. Wir sind also in Innsbruck nach Osten raus gestartet und dann gemütlich bei wunderbarer Sicht das Inntal rausgeflogen. Kurz hinter der deutschen Grenze habe ich dann bei München Information nach der IFR Clearance gefragt. Nach dem Frequenzwechsel zu Radar gab es dann gleich ein “IFR starts now” und ein “direct Maisach”. Das führte genau über die Münchener Innenstadt, wo ja gerade noch das Oktoberfest-Sperrgebiet ist, was ja nur für VFR-Flüge gilt. Ich hatte mich schon gefreut, die Wiesn legal von oben sehen zu können, als es ein “Heading 290” gab, was uns südlich um München rumgeführt hätte. Das war aber scheinbar nur zur Staffelung, denn recht bald sollten wir wieder “direct Maisach”. Und so ging es tatsächlich direkt über das Oktoberfest. So direkt, das man nicht mal Fotos machen konnte, weil es genau unter uns war. D.h. die TFR (temporary flight restriction) wird schon genau so ausgelegt, wie veröffentlicht: gilt nicht für IFR-Verkehr. Vor ein paar Tagen hatte ich ja noch was anderes gedacht, als wir nach Eggenfelden eine ganz neue Route bekommen hatten.

Der Anflug auf Augsburg war dann einfach die ILS-Standard-Procedure von Maisach aus, wo wir ruhig das ILS runtergeflogen und dann gelandet sind.

24 Sep2016

Eggenfelden (IFR- und VFR-Checkflug)

  •   24. September 2016. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-ELDS, EDMA, EDME, IFR

Am 30.09. läuft wieder mal meine Klassenberechtigung ab und am 31.12. ist auch der erste Jahrestag für meine IFR-Berechtigung. Da ich mir zwei Checkflüge sparen wollte, lasse ich drei Monate IFR “verfallen” und mache den jährlichen IFR-Check jetzt gleich mit. Ausserdem muss man seit neuestem nachweisen, dass man GPS-Approaches fliegen kann und in der Lage ist, ein GPS zu bedienen, wenn man das legal unter IFR benutzen will.

Also sollte es heute nach Eggenfelden gehen, wo es einen RNAV-GPS-Approach gibt und einen guten Italiener 😉 Wir sind gemütlich am vormittag losgeflogen, die Route hätte eigentlich über die Münchener Innenstadt geführt und ich hatte mich schon gefreut, das Oktoberfest legal von oben sehen zu können (von der TFR sind IFR-Flüge ausgenommen). Aber es gab eine Routenänderung gleich bei der Clearance am Boden und wir wurden im Norden am Münchener Flughafen vorbeigeführt. Einerseits Schade, andererseits war das die längste Clearance, die ich bislang bekommen habe – weil ganz anders als der Flugplan – und das war auch mal eine gute Übung.
In der Luft haben wir dann etwas Airwork gemacht (Stalls, Steilkurven), sind ein Holding geflogen und dann über den GPS-Approach in Eggenfelden gelandet. Nach einer Stärkung beim Italiener ging es wieder nach Augsburg zurück. Dort war die Piste 07 aktiv, für den Checkflug brauchen wir aber das ILS. Also haben wir bei der Flugsicherung einen ILS-Approach mit Circling angefragt. In Augsburg war zum Glück gerade nichts los und so konnte ich auch wieder mal ein richtiges Circling fliegen: in ca. 500 ft über Grund sehr nah an der Piste, dann querab der Schwelle den Flieger mit einer Steilkurve rumdrehen und landen. Wir haben dann auf der Schwelle IFR gecancelt und sind noch eine VFR-Platzrunde geflogen.

Nach der sanften Landung (zur Übung mal ohne Klappen) gab es dann zwei Einträge auf der Lizenz (einen für SEP und einen für IFR) und noch zwei Aufkleber fürs Flugbuch (“kann G1000 bedienen” und “kann GPS-Approaches fliegen”).

12 Sep2016

Salzburg (Hangar 7)

  •   12. September 2016. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-ELDS, EDMA, IFR, LOWS

Unser Urlaub ist jetzt schon wieder eine Weile her und bis Ende September muss ich auch meinen 2-jährlichen SEP-Checkflug machen – also wollte ich wieder mal Üben 😉

So ging es heute nach Salzburg um dort das schöne Ambiente von Hangar 7 für ein Meeting zu nutzen. Das Wetter war sehr schön, zwar kein Alpenblick von Augsburg/München aus, aber nochmal wolkenlos und sehr warm. So sind wir am Morgen VFR von Augsburg nach Salzburg geflogen. Immer entlang der A8, ein schöner Genußflug. Die Landung in Salzburg war auch sehr ruhig, beim Hangar 7 hatte man zunächst nichts von uns gewusst, aber ein kurzer Anruf brachte Klarheit, das nur unser Kennzeichen falsch an Ops und den Tower übermittelt war. So konnten wir noch vom GAT zum Hangar 7 rollen – das wären ja mindestens 15 min Fussweg… das geht gar nicht…

Nach unserem Meeting ging es wieder zurück, diesmal IFR, da ich auch wieder mal ein IFR-Segment fliegen wollte, nachdem wir im Urlaub ja nicht dazu gekommen waren. Die Route war wieder so ein IFPS-Routen-Schwachsinn, die uns bis in den Norden des Münchener Flughafens geführt hätte, aber kurz vor Ende der Departure kam das erwartete “direct MAH (Maisach)”. So sind wir in wieder mal in etwas größerer Höhe über München geflogen. In Augsburg waren 3 kt variabler Wind, aber trotzdem fest die Piste 07 aktiv (ok, ich hab auch nicht gefragt ob andersrum auch geht) – d.h. kein ILS, dafür der RNAV/GPS Approach auf die 07. Den gibts auch von Maisach aus, aber das wär ein ziemlicher Umweg gewesen, also habe ich den Lotsen gleich gefragt, ob der auch “out of MA012” geht. Das ging natürlich und so sind wir gemütlich über Lagerlechfeld zunächst in den Westen von Augsburg geflogen und dann direkt auf den Final Track. Die Höhenvernichtung gemäß der Tabelle in der Procedure hat auch wunderbar geklappt und wir sind wieder ruhig in Augsburg gelandet.

Da kann also der Checkflug kommen…

19 Aug2016

Mittelmeer-Exkurs: Lyon – Basel/Mühlhausen – Augsburg

  •   19. August 2016. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-ELDS, EDMA, LFLY, LFSB, Mehrere Tage

Schade dass es heute schon weiter geht in Richtung Heimat, Lyon ist eine ganz schöne Stadt und hier hätten wir ruhig 1-2 Tage bleiben können, leider geht aber unser Urlaub bald zu Ende und die Wettervorhersage für die nächsten Tage schaut auch nicht gerade gut aus – mit vorhergesagt vielen eingebetteten Gewittern auch IFR nicht so toll.

Also ging es heute nach Hause, gegen Mittag sind wir in in Lyon ruhig losgeflogen, man hätte wieder über Genf fliegen können oder über Basel. Angesichts der Tatsache, das es dort überall diesig war (in Genf nur 9 km Sicht – da werden die Fotos nicht schön) und wir die Landschaft in Richtung Basel noch nicht kennen, haben wir den Weg gewählt.

Der Flug nach Basel war anfangs recht ruhig, auch heute war wieder eine Restriced Area aktiv, diesmal hätten wir sie überfliegen sollen und solange draußen bleiben bis wir auf der richtigen Höhe sind, noch während wir am steigen waren (im Kreis), kam aber die Nachricht, das wir auch so durch könnten. Also sind wir weiter auf Kurs geflogen. Man konnte beim Steigen ganz gut sehen, dass heute eine Inversion war – irgendwann steigt man dann durch so eine Art Dreckschicht durch und ist dann drüber. Im weiteren Verlauf sind wir dann aber wieder in diese Schicht geraten – dort gibts immer arge Turbulenzen drin. Da helfen aber schon 1000 ft nach oben und es ist wieder absolut ruhig.

Zum Mittagessen hatten wir uns Basel/Mühlhausen ausgesucht, dort sind wir ruhig gelandet, der Ground-Lotse meinte dann “Taxi to GA” – was wir auch gemacht haben, mindestens laut Rollkarte. Irgendwann meinte er dann, wir seien wohl gar nicht vom Platz und sollten deswegen stehenbleiben. Dann kam ein Follow me, hat uns eingewunken und verschwand wieder. Das wars… kein Transport, nichts. Ich habe dann mal über Funk gefragt, ob wir zu Fuss gehen sollen, was energisch verneint wurde, zusammen mit der Frage, wieso wir denn da stünden wo wir stehen. Basel scheint auf GA-Fremdverkehr irgendwie nicht vorbereitet zu sein, beim letzten Mal hatte ich schon so eine Odysee um einfach nur die Gebühren zu zahlen.

Immerhin war das Essen ganz gut und gestärkt ging es auf das letzte Stück über den Schwarzwald nach Augsburg. In Augsburg sind wir auf der 25 ruhig gelandet, haben dann noch alles aus dem Flieger ausgeladen und sind zum nahegelegenen Italiener zum Urlaubs-Abschieds-Essen gefahren.

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