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31 Jul2017

Augsburg – Dresden – Gdansk (Ostsee-Exkurs)

2 Comments   •   31. July 2017. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-GIGA, EDDC, EDMA, EPGD, Mehrere Tage

Endlich ist Sommerurlaub. Letztes Jahr waren wir im Süden, an der Côte d’Azur, dieses Jahr geht es dafür mal wieder nach Norden. Wir wollen mal sehen, ob wir eine Umrundung der Ostsee schaffen. Nachdem ich im Moment mit der D-GIGA nur VFR fliegen kann, muss das Wetter entsprechend mitspielen.

Heute führte uns der erste Teil und damit auch die erste größere Reise mit der DA42 nach Gdansk. Wir haben gemütlich unsere Sachen gepackt und in der DA42 verstaut und sind dann ruhig in Augsburg abgeflogen. Schön ist, dass man auch bei MTOW noch nach dem Abheben mit 1000 fpm steigt. Also sind wir gleich hoch auf FL75, um über den Wolken zu sein. Schön ruhig ging es mit über 30 kt Rückenwind und damit oft über 180 kt Ground Speed dahin. In Dresden wollte ich zum Mittagessen mal landen – nach 1:20 h waren wir schon da. Die Landung war sehr ruhig und ich bin immer wieder überrascht, wie agil man mit der DA42 fliegen kann, obwohl die ja schon viel schwerer ist, als die DA40.

Nach dem Mittagessen ging es weiter auf direktem Kurs in Richtung Danzig. Etwa bei Guben haben wir die polnische Grenze überflogen. Fliegen in Polen war im Prinzip wie bei uns in Deutschland, bei FIS gibt es Verkehrsinformationen und man kann nach dem Status von Lufträumen fragen. Wir wurden dann schon sehr früh ohne weiteres Nachfragen darauf hingewiesen, das eine TSA aktiv ist (das ist quasi sowas wie eine MOA (Military Operations Area) nur dass man dann nicht durchfliegen darf) und es wurde auch ein alternatives Routing gleich vorgeschlagen. Die polnische Landschaft ist eher ländlich und flach. Man sieht deutlich den Unterschied auch zur (west)deutschen Landwirtschaft, mit viel größeren Feldern.

Um Danzig ist dann eine TMA gespannt und FIS will, dass man aus dem Controlled Airspace draußen bleibt. Das war mir heute ganz recht und so ging es dann in Ameisenkniehöhe mit völlig legal und gecleared gerade mal 8-900 ft über Grund nach Danzig.

Die Landung war ziemlich unspektakulär und ruhig, obwohl am Platz durchaus richtig was los ist. Wir waren dann das einzige GA-Flugzeug aus Deutschland dort – mir kam es etwas so vor, als ob GA nicht so richtig stattfindet. Auch im Funk war es vorher relativ ruhig. Ein Follow Me hat uns an unserem Platz eingewiesen und ist dann wieder verschwunden, also haben wir uns mit unserem Gepäck (und natürlich “HiVis” – also Warnweste) auf dem Weg gemacht, einen Ausgang zu suchen. Nur gabs den nicht. Eines der rumfahrenden Polizeiautos habe ich dann mal angehalten und gefragt, wo denn der GA-Ausgang ist. Die Polizisten wussten immerhin, dass das irgendwo im Terminal ist. Tatsächlich stand dann an einem Eingang “General Aviation” dran, nur war der leider geschlossen. Naja, irgendwer hat uns dann bei irgendeiner Türe reingelassen, so dass wir mit den normalen Airline-Passagieren in der Gepäckausgabe angekommen sind – schön in HiVis und mit vielen fragenden Blicken von den Paxen. Sicherheitshalber habe ich dann am Eingang in den Sicherheitsbereich nochmal gefragt, wie man denn wieder reinkommt: nach etwas rumgefrage kam dann jemand mit einem Zettel an, auf dem “Crew identification card” stand und meinte, dass sei die Eintrittskarte. Na mal sehen…

Die Stadt ist jedenfalls schön hergerichtet und nett anzusehen, das ALB in einer der vielen Restaurants war auch gut.

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28 Oct2016

Luxemburg – Augsburg

  •   28. October 2016. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-ELDS, EDMA, ELLX, IFR, Mehrere Tage

Heute ging es von Luxemburg wieder nach Hause. In Luxemburg war es wieder dunstig, 3 km Sicht, 1400 ft Wolkenuntergrenze – also recht brauchbares Wetter, dafür war Augsburg das Sorgenkind. Als wir am Flugplatz angekommen waren, waren dort 2 km Sicht und bedeckt mit 400 ft Untergrenze. Man würde also am Missed Approach Point gerade 200 ft tiefer sein als die Wolken. Ich habe dann festgelegt, dass wir genau einen Anflug machen und wenn es nichts wird, dann sofort zum Alternate nach Memmingen fliegen, wo es sogar wolkenlos war. Ich finde es ist wichtig, einen festen Plan zu haben, den dann auch umzusetzen und nichts unnötig zu riskieren – ich will ja nicht so enden wie der Pilot gestern in Saarbrücken…

Der Start war dann ruhig, die SID hat uns der Lotse per Vectors abgekürzt und noch auf der SID gab es ein “direct RIXED” (die Route war wieder so ein Unsinn, der über Koblenz, Mannheim, Karlsruhe geführt hätte). RIXED ist nicht mehr weit von Walda, also eine schöne Abkürzung. Der Lotse von Stuttgart hat uns dann noch ein direct nach Walda gegeben. So ging es ruhig und etwas langweilig über dem Hochnebel dahin. Immerhin konnten wir die Sonne und die Aussicht auf den Schwarzwald und später die Alpen genießen, die allesamt aus dem Nebel rausgeschaut haben. Zwischen Stuttgart und Aalen war dann sogar wolkenlos, auch in Augsburg hatte sich der Nebel innerhalb von 90 min komplett verflüchtigt und Augsburg meldete sogar CAVOK. Also würden wir dort ganz entspannt landen können.

Trotzdem konnte man schon zusehen, wie es an der Obergrenze der Inversion wieder zu macht. Obwohl ja CAVOK war, war von oben die Sicht auf den Boden nach schräg vorne gleich null, nach senkrecht unten konnte man natürlich den Boden sehen. Wie man bei so einem Wetter VFR (und auch IFR) “see and avoid” machen soll, ist mir immer ein Rätsel. Der Lotse war jedenfalls mit dem anfliegenden Verkehr von München auch ganz schön ausgelastet, so dass wir gleich die Standard-Procedure geflogen sind, da hatte er mit uns nichts mehr zu tun, außer uns nach “established localizer” an Augsburg Tower zu übergeben. Wir sind dann mit noch weniger Sicht (es ging ja gegen die Sonne) das ILS runtergeflogen, in Augsburg war auch nichts los, die Landefreigabe gab es schon als wir noch 8 NM draußen waren.

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27 Oct2016

Augsburg – Stuttgart – Luxemburg

  •   27. October 2016. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-ELDS, EDDS, EDMA, ELLX, IFR, Mehrere Tage

Heute und morgen stehen wieder Geschäftstermine an, die uns nach Stuttgart und Saarbrücken führen – mit dem Auto Freitags nach Hause eine Katastrophe. Daher sind wir auch dieses Mal wieder mit dem Flieger unterwegs. Und es ist immer noch herbstlich – also ist IFR ein Muss. Unter einer Inversion ist alles neblig und dunstig, an der Oberkante der Inversion ist eine Nullgradgrenze vorhergesagt und darüber wird es dann wieder wärmer und die nächste Nullgradgrenze läge erst bei 10000 ft.

Wir sind also früh in Augsburg gestartet, dort war es zwar dunstig aber die Hochnebeldecke nur so dünn, dass sie weg war, noch bevor wir gestartet sind. Es ging dann ruhig den kurzen Hüpfer nach Stuttgart. Dort war noch dickerer Hochnebel, dafür die Sicht relativ gut. Vor dem Abflug war mir zum Glück noch eingefallen, dass Stuttgart ein vollkoordinierter Flughafen ist und man einen Slot benötigt – den hatte die Flugsicherung vergessen. Zum Glück bekommt man bei AIS-C schnell telefonisch noch einen solchen. Andernfalls wäre die Landung illegal gewesen (schweres Verbrechen, da werden satte 50000 € Geldstrafe angedroht). Wir sind dann schnell das ILS runtergerutscht und ruhig gelandet und haben dann erfahren, dass unser Termin abgesagt ist…

Also sollte es eigentlich relativ bald nach Saarbrücken weitergehen, aber dort waren noch 150 m Sichtweite und Nebel. Das ist auch IFR ein klares No-Go. Der Wetterdienst war allerdings der Meinung, das würde sich noch bessern. Also haben wir erstmal etwas gewartet und das Stuttgarter GAT zum Arbeiten genutzt. Auch gegen Mittag wurde es allerdings nicht besser, so dass wir beschlossen haben, nach dem Mittagessen dann nach Luxemburg zu fliegen, wo absolut brauchbares Wetter war (3000 m Sicht, 800 ft Wolkenuntergrenze).

Nach dem Essen dann ein kleiner Lichblick: 300 m Sicht in Saarbrücken. Also habe ich eine Route nach Luxemburg erzeugt (wieder mal IFR-Routenirrsinn) und als Alternate Saarbrücken gefiled. Das lag zwar nicht an der Route vom Flugplan, aber wir würden ganz sicher ja die Route eh nicht fliegen und an Saarbrücken vorbeikommen. Nach einigem Hin und Her mit der Flugsicherung, weil ich meinen Slot nach Saarbrücken für den Flug nach Luxemburg benutzen wollte (muss man erst “verhandeln”), ging es dann also wieder zum Flieger und die Clearance war dann schon “KRH (Karlsruhe) Departure thereafter DISKI” (das schon die Arrival von Luxemburg). Wieder mal also die ganze Routenplanerei völlig umsonst.

Der Start war dann ruhig, schon kurz nach dem Abheben gab es “direct DISKI” und etwas hinter dem Rhein war dann alles voller (Hoch)Nebel. Wir hatten dann immer mal wieder die ATIS von Saarbrücken abgehört, die erst etwas von “Runway closed until further notice” gesagt hat, später dann zwar 900 m Sicht meldete, dafür aber bedeckt in 200 ft. Das wäre also für das ILS schon arg grenzwertig, aber das war auch noch aus und somit nur ein GPS-Anflug möglich, der 400 ft MDH hätte. Als wir querab Saarbrücken waren, konnte man dann zwar so eine scharfe Grenze des Hochnebels sehen, aber den Flugplatz nicht. Ich habe dann mal den Tower angefunkt und gefragt, ob sich das Wetter bessert, aber der Lotse meinte etwas bedrückt das wir es ja versuchen könnten aber er glaube nicht das man die Piste vom Missed Approach Point aus sehen kann. Als ich dann gesagt habe, wir fliegen ohnehin nach Luxemburg und ich wollte nur mal fragen, wirkte er irgendwie erleichtert. Hinterher habe ich dann gelesen wieso: da hatte eine Mooney am Mittag den Anflug probiert und war neben der Piste verunglückt. Meiner Meinung nach Irrsinn bei 175 m Sicht. Aus der IFR-Ausbildung weiß ich, dass man bei 400 m Sicht wenn man das ILS runterfliegt die Piste nicht sehen kann (sehr wohl die Anflugbefeuerung) – 175 m ist also eher was für Selbstmörder.

Wir sind dann jedenfalls nach Luxemburg weiter geflogen und Approach hat uns zwischen die vielen Frachtflieger, die dort landen, einsortiert. Wir sollten dann entsprechend auch “high speed as long as possible” das ILS runter fliegen. Das geht ja mit der DA40 ganz gut. 120 kt schafft die Bergab leicht, kurz vor der Landung dann das Gas auf Leerlauf (=Handbremse) und die Klappen raus. So sind wir ruhig gelandet und dann anschließend mit dem Mietwagen nach Saarbrücken gefahren. Vorher haben wir noch für 58 Cent pro Liter getankt. Schade das Luxemburg so weit weg ist…

03 Oct2016

Wiener Neustadt – Augsburg

  •   3. October 2016. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-ELDS, EDMA, LOAN, Mehrere Tage

Nach zwei erholsamen Tagen in Wien – mit insgesamt schönem Wetter – musste es heute wieder nach Hause gehen. Nachdem wir von Wiener Neustadt nach Wien nur eine Stunde gebraucht hatten, was wohl das Kürzeste ist, was geht, haben wir heute das andere Extrem erwischt. Der RailJet fährt nur jede Stunde und ist uns um drei Minuten vor der Nase weggefahren, also haben wir die S-Bahn genommen (war immer noch schneller als zu warten). Damit dauert es vom Praterstern ziemlich genau 1:30 h – also Hotel-Flugplatz insgesamt 2:00 h. Beim nächsten Mal muss man also besser die Zeiten mit dem Zug planen…

In Wiener Neustadt war dann kräftiger, böiger Wind – schräg zur Piste und der insgesamt kräftige Wind sollte vorhergesagt bis nach München anhalten. Natürlich kam der auch aus Westen, also würden wir heute etwas länger brauchen.

Wir sind dann in Wiener Neustadt nach Westen gestartet und gleich auf direktem Kurs in Richtung Linz gestiegen. Es waren viele Schauer unterwegs, laut Radar gleich schon einige über Wien, daher haben wir uns den großen Umweg durch die Wiener Kontrollzone auch gespart. Über den Wiener Hausbergen war es dem Wind entsprechend ziemlich turbulent, so war ich froh, als der Luftraumdeckel von Wien vorbei war, etwas höher steigen zu können. Wir waren heute VFR unterwegs, obwohl das Wetter grenzwertig war, allerdings war die Nullgradgrenze bei ca. 5000 ft und wir hätten in mindestens 6000 ft durch die Wolken gemusst. Da fehlt mir momentan noch etwas Schlechtwetter-Training und -Erfahrung.

Vor Linz mussten wir dann wieder tiefer runtersinken, um unter den Wolken zu bleiben. Dort war ein großes Regengebiet und Linz hatte Regen, 4000 m Sicht gemeldet. Das ist ja auch VFR zwar nicht schön aber legal. Wir sind dann also durch den Regen durch – die vielen Fliegen am Flieger sind immerhin ganz gut abgegangen. Wir waren im Funk auch auf Linz Radar und es meldete sich dann ein Trainingsflug, der wegen Icing unbedingt auf 5000 ft oder tiefer sinken wollte. D.h. VFR zu fliegen war wohl doch gar nicht so verkehrt.

Nach dem ausgedehnten Linzer Regengebiet gab es dann noch zwei Schauer, durch die wir durch mussten bevor wir nach München kamen. Dort war noch Oktoberfest und damit die TFR / RMZ noch aktiv. Das klappt mit “Police Info” aber sehr gut, der freundliche Polizist am Funk hat uns per Radar Vectors gleich noch ganz knapp an der Münchener Kontrollzone vorbei auf recht direktem Weg nach Augsburg gelotst. Beim Hinflug hatten wir auf der 121,500 noch eine Airspace Violation mitbekommen, da war mal sowas zu hören wie “D-EXXX this is Police Info on guard, if you read contact us immediately on 122,800”.

Über Augsburg stand dann bei der Landung natürlich genau auch einer der Schauer, so dass der Flieger im Endanflug nochmal gescheit gewaschen wurde. Wir haben dann erstmal den schlimmsten Regen vor dem Aussteigen abgewartet und sind dann dem Schauer hinterher nach Hause gefahren. Das ist so ein bisschen der Nachteil der DA40 als Tiefdecker – man wird beim Aussteigen nass, wenn es regnet.

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30 Sep2016

Augsburg – Wiener Neustadt

  •   30. September 2016. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-ELDS, EDMA, IFR, LOAN, Mehrere Tage

Vor uns liegt ein langes Wochenende, welches wir für einen kleinen Herbstausflug nutzen wollen. Wir haben nichts besonderes geplant, sondern wollten uns vom Wetterbericht leiten lassen und der sagt wechselhaftes Wetter aus Westen für die nächsten Tage an, d.h. wir müssen nach Osten flüchten: in Wien waren wir schon länger nicht, mit dem eigenen Flieger noch gar nicht.

Also sind wir am Nachmittag nach Wiener Neustadt aufgebrochen, obwohl das Wetter “Severe CAVOK” war, nach IFR, wir wollen nur schnell ankommen, die Landschaft kennen wir im Prinzip schon. In Augsburg sind wir mit der MIQ (Mike) Departure auf der Piste 25 gestartet, kurz vor Walda gab es dann zunächst “direct FRE (Freistadt – gleich neben Linz)”, recht bald “direct STO (Stockerau – nord-östlich von Wien)”. Das bedeutete keine große Richtungsänderung, aber die Clearance bis kurz vor Wien: 2 h gemütlich dem Autopilot bei der Arbeit zuschauen. IFR kann schon langweilig sein…

Immerhin gab es durchweg 20-25 kt Rückenwind und damit eine gute Groundspeed und kurz vor Freistadt gab es dann auch ein “direct SNU (Sollenau – gleich neben Wiener Neustadt)”. Wiener Neustadt ist ein reiner VFR-Platz, hat aber einen IFR-Approach, der im Prinzip in der Platzrunde endet. Leider gibt es sowas in Deutschland nicht, das wäre für unsere Behörden auch viel zu einfach. Die Strecken-Clearance bekommt man bis zum IAF des Approaches (in unserem Fall GESGI), danach muss man spätestens am MAPt (Missed approach point) IFR canceln und landet dann VFR.

Das Wetter war wie erwähnt CAVOK, wir hätten also irgendwo über den Wiener Hausbergen canceln können, da der IFR-Approach von Osten aus (also im Prinzip vom Neusiedler See) auf die Piste 27 führt, aber ich wollte mal den Approach komplett fliegen, um zu sehen wie das funktioniert. Wir wurden dann über Sollenau für den “GNSS Approach 270°” gecleared. Damit ging es dann erstmal nach GESGI und man konnte wieder mal eines der praktischen Problemchen der IFR-Fliegerei erleben: wir kommen aus Westen, der Approach geht auch nach Westen. Wie dreht man jetzt um? Ein bisschen Wendekreis haben wir ja schon… Ein Alignment Turn ist in der Karte vom Approach nicht eingetragen, aber ein Holding. Heißt für mich, dass ich quasi das Holding und den somit hindernisfreihen Bereich zum umdrehen nutze. Ob das formal richtig ist: keine Ahnung, macht aber am meisten Sinn. Kaum “established final track” geht dann alles sehr schnell: man ist noch ca. 6-7 NM vom Platz weg und muss jetzt ganz schnell IFR canceln und sich beim Platz melden.

Der Flugleiter hat uns dann entgegen dem veröffentlichten Visual Maneuvering in die Nordplatzrunde geschickt (spart 3 min Flugzeit) und wir sind etwas holprig auf der Piste 09 gelandet – es war das erste Mal, dass wir ewig im Bodeneffekt ausgeschwebt sind mit der DA40 und sie einfach nicht landen wollte. Ich wollte gerade schon durchstarten, da hat sie sich doch noch hingesetzt.

Danach ging es dann mit dem Taxi zum Bahnhof und mit dem “Railjet” nach Wien. Dort dann weiter mit der U-Bahn in den DC-Tower, wo unser Hotel ist. Das hat etwas mehr als eine Stunde gedauert, was ganz in Ordnung ist für die Entfernung. Und dann gab es in einem originellen Wiener Wirtshaus, welches bei Bedienung, Stammtisch-Leuten, Innenausstattung, Musik und Speisekarte etwa im Jahr 1985 stehengeblieben war, leckeres Essen und ein paar ALB – übrigens zu einem sensationellen Preis (vermutlich hätte ich die Schillinge aus meiner Sammlung dort auch noch loswerden können).

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19 Aug2016

Mittelmeer-Exkurs: Lyon – Basel/Mühlhausen – Augsburg

  •   19. August 2016. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-ELDS, EDMA, LFLY, LFSB, Mehrere Tage

Schade dass es heute schon weiter geht in Richtung Heimat, Lyon ist eine ganz schöne Stadt und hier hätten wir ruhig 1-2 Tage bleiben können, leider geht aber unser Urlaub bald zu Ende und die Wettervorhersage für die nächsten Tage schaut auch nicht gerade gut aus – mit vorhergesagt vielen eingebetteten Gewittern auch IFR nicht so toll.

Also ging es heute nach Hause, gegen Mittag sind wir in in Lyon ruhig losgeflogen, man hätte wieder über Genf fliegen können oder über Basel. Angesichts der Tatsache, das es dort überall diesig war (in Genf nur 9 km Sicht – da werden die Fotos nicht schön) und wir die Landschaft in Richtung Basel noch nicht kennen, haben wir den Weg gewählt.

Der Flug nach Basel war anfangs recht ruhig, auch heute war wieder eine Restriced Area aktiv, diesmal hätten wir sie überfliegen sollen und solange draußen bleiben bis wir auf der richtigen Höhe sind, noch während wir am steigen waren (im Kreis), kam aber die Nachricht, das wir auch so durch könnten. Also sind wir weiter auf Kurs geflogen. Man konnte beim Steigen ganz gut sehen, dass heute eine Inversion war – irgendwann steigt man dann durch so eine Art Dreckschicht durch und ist dann drüber. Im weiteren Verlauf sind wir dann aber wieder in diese Schicht geraten – dort gibts immer arge Turbulenzen drin. Da helfen aber schon 1000 ft nach oben und es ist wieder absolut ruhig.

Zum Mittagessen hatten wir uns Basel/Mühlhausen ausgesucht, dort sind wir ruhig gelandet, der Ground-Lotse meinte dann “Taxi to GA” – was wir auch gemacht haben, mindestens laut Rollkarte. Irgendwann meinte er dann, wir seien wohl gar nicht vom Platz und sollten deswegen stehenbleiben. Dann kam ein Follow me, hat uns eingewunken und verschwand wieder. Das wars… kein Transport, nichts. Ich habe dann mal über Funk gefragt, ob wir zu Fuss gehen sollen, was energisch verneint wurde, zusammen mit der Frage, wieso wir denn da stünden wo wir stehen. Basel scheint auf GA-Fremdverkehr irgendwie nicht vorbereitet zu sein, beim letzten Mal hatte ich schon so eine Odysee um einfach nur die Gebühren zu zahlen.

Immerhin war das Essen ganz gut und gestärkt ging es auf das letzte Stück über den Schwarzwald nach Augsburg. In Augsburg sind wir auf der 25 ruhig gelandet, haben dann noch alles aus dem Flieger ausgeladen und sind zum nahegelegenen Italiener zum Urlaubs-Abschieds-Essen gefahren.

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