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Über den Wolken...

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08 Sep2014

Skandinavien-Exkurs: Kopenhagen/Roskilde – Sylt

  •   8. September 2014. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-ELDS, EDXW, EKRK, Mehrere Tage

Nach zwei schönen Tagen in Kopenhagen sollte es heute ein Stück in Richtung Heimat gehen. Wir hatten erst überlegt, noch einen Tag in Hamburg zu bleiben, aber angesichts der Hotelpreise wegen irgendeiner Messe und der Tatsache, dass ich noch nie Sylt war, haben wir uns dafür entschieden.

Das Wetter war eigentlich bis auf einige Schauer gut vorhergesagt, allerdings in Sylt sehr windig. Wir sind dann erstmal ruhig in Roskilde gestartet und unserer geplanten Route gefolgt. Diese sollte immer der Autobahn folgen, die in einer großen Brücke zur Insel auf der Odense liegt (Fünen) führt. Dann sollte es über Skrydstrup nach Sylt gehen. Das war mehr oder weniger der direkte Weg über so wenig Wasser wie möglich.

Über Fünen war das Wetter dann überraschenderweise sehr schlecht. Dort standen etliche Schauer und tiefe Wolken. Wir sind dann erstmal an einer recht hellen Stelle dort reingesunken, man konnte aber sehen, dass es immer tiefer bewölkt und eher noch schlechter wird. Ich habe dann den Lotsen mal gebeten auf dem Wetterradar zu schauen und er meinte dann, dass wir besser südlich das Gebiet umfliegen sollen. Also haben wir umgedreht und sind immer an der “Kante” vom schlechten Wetter lang nach Süden geflogen (und vorher natürlich wieder gestiegen). An einer Stelle etwa auf Höhe von Aero, wo es etwas heller aussah, sind wir dann noch durch einen Schauer durchgeflogen und waren dann erstmal wieder im Sonnenschein bei wenig Wolken unterwegs.

Die Landschaft dort war recht schön, ich habe mal gelesen, die Gegend wird “dänische Südsee” genannt und es gibt dort tatsächlich viele kleine Inselchen und flaches Wasser. Ganz nett anzuschauen. Wir sind dann wieder auf direktem Kurs in Richtung Sylt gegangen, über Sönderborg – kurz vor Flensburg – stand dann aber die nächste Regenwand im Weg. Also sind wir auch um dieser wieder drumrumgeflogen und mussten ein ganzen Stück nach Süden und relativ tief fliegen. Ich habe da immer mein Limit was heißt, tiefer als 1000 ft über Grund gehe ich nicht ansonsten wird bedingungslos umgekehrt. Das konnten wir aber immer einhalten, mussten aber so in 1100-1200 ft “Windradslalom” machen. Es wurde dann in Richtung Sylt auch erstmal noch immer dunkler, so dass ich nicht sicher war, ob wir hinkommen würden. Wir konnten dann aber die ATIS abhören und Sylt versprach FEW021, d.h. da sollte es leicht bewölkt sein. Hieß aber auch, wenn wir auf direktem Kurs dorthin fliegen, dann wird es sicher besser werden.

So war es dann auch. Etwa 25 NM vor Sylt war das Ende vom schlechten Wetter erreicht und es war schlagartig wieder wolkenlos bis heiter. Es ging dann von Niebüll aus (dort werden scheinbar die Autos für den Autozug verladen) immer den Bahngleisen entlang und dann den Hindenburgdamm entlang in Richtung Sylt. Dort war recht lebhafter Wind mit 18 kt aus 270°. Wir wollten auf der 24 landen, sprich das würde die erste Landung in der D-ELDS mit “richtigem” Seitenwind (immerhin 9 kt Seitenwindkomponente). Die DA40 ist mit 20 kt Seitenwind demonstriert (die Cessna nur mit 15 kt) und ich hatte gelesen sie sei weitgehend unempfindlich gegen Seitenwind. Ist sie auch tatsächlich. Die Landung auf die 24 war zwar ziemlich turbulent im Endteil aber von den 9 kt Seitenwind habe ich eigentlich gar nichts gemerkt. Einmal auf die Centerline ausgerichtet und wie üblich mit Leistung zur Schwelle hingeflogen ist die DA40 wirklich extrem seitenwindstabil. Kein Vergleich zur 172er Cessna.

Danach ging es dann in unser Quartier, heute eine Ferienwohnung deren Besitzerin von der plötzlichen Buchung etwas überrascht war. Die Wohnung ist dafür sehr schön und dann ging es noch an den Strand mit der tosenden Nordsee. Die 18 kt am Strand sind für das Wasser scheinbar schon durchaus viel, so hoch wie die Wellen waren.

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05 Sep2014

Skandinavien-Exkurs: Stockholm/Skavsta – Kopenhagen/Roskilde

  •   5. September 2014. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-ELDS, EKRK, ESKN, Mehrere Tage

Eigentlich wollten wir noch nach Helsinki weiter fliegen, aber angesichts der Wettervorhersage für Stockholm und bis Malmö in ein paar Tagen wollen wir nicht riskieren, mit der D-ELDS irgendwo zu stranden, da ich sie nächsten Donnerstag zur 100 h-Kontrolle bringen muss. Naja Helsinki läuft ja nicht weg, vielleicht machen wir doch nochmal die Ostsee-Umrundung.

Also sind wir stattdessen in Richtung Kopenhagen aufgebrochen. Dort waren wir auch noch nicht, also war das auch mal eine Reise wert. Es ging also nach dem Frühstück (unser Hotel war übrigens wie der Speicher Barth vorher auch ein ehemaliges Salzlagerhaus im Hafen) dann erstmal zum Busbahnhof und dann mit dem RyanAir-Bus nach Skavsta. Der Flughafen ist irgendwie nicht für die Allgemeine Luftfahrt gemacht. Rausgehen muss man ja durch ein schwindliges Drehkreuz im Zaun. Reingehen ist scheinbar gar nicht eingeplant. Die Frage am leeren Serviceschalter wird erst mit einem ungläubigen Staunen und dann damit beantwortet, ich möge doch eine Nummer ziehen. Gut, ich ziehe die Nummer 42 und Ding, Nummer 42 wird aufgerufen. Zum Glück am Nachbarschalter, die Dame dort staunt zwar auch, weiß aber immerhin dass die Security mehr weiß. Also gingen wir zur Security, die genauso staunt, wie man mit einem eigenen Flugzeug aus Deutschland bis nach Stockholm kommen kann, weiß aber auch erstmal nicht, wie man zum Flugzeug wieder hin kommt. Nach Rückfrage beim Chef werden wir dann ohne Sicherheitskontrolle reingelassen und freundlich zum Flieger gefahren. Dann haben wir noch schnell getankt, 56 Liter Jet-A1 für ca. 90 Cent pro Liter, da kommt ich gerne wieder bei dem Preis…

Danach gings dann los und wir sind ruhig auf der 26 gestartet. Heute war es recht warm und über den Wäldern auch sehr bockig. Wir haben dann also bei Östgöta Control die Freigabe zum Steigen eingeholt und sind dann sehr ruhig erst in 5000 ft und später dann in FL 60 dahingeflogen. “George” hatte anfangs mal gesponnen – sprich er meinte wieder was von “Trim fail” – aber mittlerweise weiß ich ja, dass Sicherung ziehen und wieder reinstecken in dem Fall in der Regel hilft. Tat es auch zum Glück, weil 3 h ohne AP strengt schon an, noch dazu in unbekanntem Gebiet und über den Wolken.

Die schwedische Flugsicherung ist dann immer richtig gut, man wird schön weitergereicht und alles wird ordentlich koordiniert. So ging es dann dahin, die Landschaft besteht nur aus Wald und Seen, was mit der Zeit einigermaßen langweilig ist. Orte gibt es eigentlich kaum. Kurz vor Dänemark dann die ATC-Fehlleistung: wir hatten gerade die TMA Angelholm durchquert, danach kommt dann dänischer Luftraum, der Lotse gibt uns an Copenhagen Information weiter (das war evtl. der Fehler…). Der Lotse von dort findet uns dann erstmal nicht (“maybe you are too low for Radar coverage”) und ist dann überrascht, wieso wir in FL 60 sind. Er meint dann nur “are you familiar with Danish airspace?”. Ich: “no, just give us a clearance for airspace C”. Das geht wohl nicht… Wir sollen einen steilen Sinkflug auf 2500 ft machen. Was für Schwachköpfe… wenn ich “on flightplan” dahinfliege, dann muss ich davon ausgehen können, das die Lotsen das auch koordinieren oder rechtzeitig Bescheid geben, wenn es eine Clearance nicht geben wird. Aber nicht einfach weiterreichen und dann… Überraschung… da steht ‘ne Airspace C-Wand im weg, da kommst Du jetzt nicht rein… Zumal wir ja genau hier vor ein paar Jahren schonmal geflogen waren und genau diese Koordination funktioniert hatte.

Wir sollten dann noch weiter sinken, auf 1500 ft, da war es dann arg bockig. 30 kt Wind und Thermik, eine blöde Kombination. Zum Glück waren es nur noch ein paar Minuten bis wir in der Kontrollzone von Roskilde waren. Die Landung auf der 11 war dann auch relativ ruhig und Dank 15 kt Wind waren wir auch schnell von der Bahn abgerollt.

Der Flugplatz scheint ganz nett zu sein, es gibt sogar eine FBO (das kennt man eigentlich nur von den USA). Dort wurde uns gleich ein Taxi zum Bahnhof organisiert und danach ging es mit dem Zug in 30 min nach Kopenhagen und ins Hotel. Danach gab es noch das obligatorische ALB und für eine Selbstbedienungskneipe einen sensationell guten Burger.

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02 Sep2014

Skandinavien-Exkurs: Barth – Stockholm/Skavsta

  •   2. September 2014. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-ELDS, EDBH, ESKN, Mehrere Tage

Heute war das Wetter wie vorhergesagt gut (also an der Küste, im Rest von Deutschland war es immer noch schlecht) und daher ging es heute wie geplant nach Stockholm.

Gestern Abend war mir beim Lesen der AIP aufgefallen, das unser eigentlich geplantes Ziel Stockholm/Bromma, was mitten in Stockholm liegt, leider PPR ist. Ich habe dann noch schnell ein Mail geschrieben, was auch innerhalb von 30 min beantwortet wurde, aber man kann dort leider nur maximal 48 h parken. Das macht für uns wenig Sinn, wir wollen ja länger bleiben. Der große Verkehrsflughafen (Arlanda) ist VFR nicht anfliegbar, also blieb nur Skavsta oder Västerås. Beides sind RyanAir-Basen und beide sind daher recht weit von der Innenstadt weg. Skavsta hat aber mehr Flüge, so dass man da auch ganz gut wegkommen müsste.

Also haben wir nach dem ausgiebigen Frühstück im Hotel Speicher Barth unseren Flugplan aufgegeben und sind dann ruhig auf der 09 in Barth gestartet. Ich hatte den gleichen Flugplan auch beim G1000 eingegeben und wollte heute mal George die ganze Arbeit machen lassen. Wir sind also um ein paar Wolken drumrum erst auf 5000 ft, dann auf FL 70 (also 7000 ft) gestiegen – um hoch genug über der Ostsee zu sein, falls etwas sein sollte. Dann den Autopiloten auf NAV. In Schweden ist man dann auch relativ oft in Airspace C und es gibt dort auch grundsätzlich Verkehrsinformationen über anderen VFR-Verkehr. Also kann man auch die Landschaft genießen. Überhaupt ist in Schweden nicht viel Verkehr, so dass man ganz entspannt fliegen kann. Zudem sind die Lotsen auch sehr freundlich.

George hat uns dann also den ganzen Weg geflogen, der Autopilot sequenziert dann ja einfach den Flugplan im G1000. Etwa an der Grenze der Stockholmer TMA waren die Wolken dann höher getürmt, so dass wir drunter gesunken sind und in 4000 ft in Richtung Skavsta geflogen sind. Vorher liegen noch ein paar andere Plätze, aber vom Lotsen bekommt man einfach ein Direct zu einem der VFR-Meldepunkte. Sinkfluganweisungen gibt der Lotse auch. Kurz vor der Kontrollzone wird man dann an Tower übergeben und wir sollten in die Platzrunde zur Piste 08. Der Platz selber liegt schön von Wald umgeben und ist gar nicht so leicht auszumachen. Es ging dann – nachdem der Lotse nochmal wissen wollte, ob wir nicht gleich direkt ins Final wollen (scheinbar fliegt man hier die Platzrunde richtig aus) – direkt ins Final zur 08 wo wir dann sehr ruhig gelandet sind.

Danach mussten wir dann irgendwie aus dem Flugplatz raus und nach Stockholm kommen. Gar nicht so einfach. Man steht auf dem GA-Vorfeld und keiner kommt. Wir haben dann nochmal den Tower angefunkt und der hat uns ein Tor gesagt, durch das wir einfach rausgehen sollen. Danach dann das nächste Problem: Wie kommt man nach Stockholm? Der RyanAir-Bus fährt natürlich nur, wenn grad eine von denen ihren Maschinen kommt. Die nächste in mehr als 2 Stunden… Aber die Schweden sind ja freundlich und einer hat mir gesagt, da fährt auch ein Linienbus zum Bahnhof und dann ein Zug nach Stockholm.

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31 Aug2014

Skandinavien-Exkurs: Strausberg – Barth

  •   31. August 2014. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-ELDS, EDAY, EDBH, Mehrere Tage

Heute sollte ja eigentlich ein Fly-In am neuen Berliner Flughafen sein, leider wurde das kurzfristig abgesagt, da das Wetter zu schlecht war. Tatsächlich war heute morgen richtiges Mistwetter in fast ganz Deutschland. Ein Flug von zu Hause aus nicht denkbar. Gut das wir gestern schon gekommen sind und gut das wir ein schönes Hotelzimmer hatten.

Das schlechte Wetter sollte nach Osten ziehen, dafür aber im auf der Rückseite der Kaltfront recht labil sein, mit vielen Schauern und Gewittern. Tatsächlich sah es im Radar auch so aus, dass eine scharfe Abrisskante das Ende der Front markierte, dahinter aber mit etwas 1-1,5 h Abstand die Schauer kamen, teils in Linien, teils gewittrig. Wir mussten also dieses Zeitfenster recht genau abpassen, um sinnvoll weiter zu kommen.

Wir haben dann pünktlich um 11:58 Uhr aus dem Hotel ausgecheckt und sind mit der S-Bahn nach Strausberg gefahren. Der Berliner Nahverkehr ist dabei wie erwartet so schlecht, dass wir dafür fast länger gebraucht haben, als für den Flug danach. Angesichts des Wetters war das aber heute gar nicht so schlecht. Wir sind dann mit den letzten Regen-Ausläufern in Strausberg angekommen, ich habe noch im leichten Regen die D-ELDS getankt und dann kam es sehr schnell deutlich heller und die Wolkenuntergrenze hob an. Wir sind dann ruhig auf der 23 gestartet und es waren nur noch wenige Wolken tief, so dass wir durch ein Loch drüber steigen konnten. Über uns war aber trotzdem noch bedeckt und die Sicht war insgesamt auch nicht berauschend. Es ging aber erst in 2200 ft (innerhalb vom Berliner Airspace C) um die Wolken drumrum und dann später hoch auf 3000 ft, wo wir die ganze Zeit über den Wolken waren.

Wir haben dann tatsächlich den Korridor zwischen abziehender Front und auflebenden Schauern und Gewittern nutzen können und sind angenehm ruhig nach Barth geflogen. Kurz vor Barth mussten wir allerdings schon recht nahe an einem dunklen Schauer vorbei und über Barth stand natürlich auch genau ein Schauer. Der Flugleiter und ich sind dann davon ausgegangen, dass dieser wohl nach Osten abziehen würde, also sind wir erstmal ein bisschen rumgeflogen und anschließend dann eine Weile gekreist. Allerdings wollte der Schauer partout nicht abziehen. Als ich dann im Stormscope auch noch gesehen habe, dass da einige der Schauer, die wir unterwegs links liegen gelassen hatten, mittlerweile zu Gewittern geworden waren, haben wir uns entschlossen, doch in den Regen hinein zu fliegen und zu landen. Genau über dem Platz regnete es dann tatsächlich recht stark, aber die Sicht war nicht allzu stark behindert. Also aus 2000 ft einen Direktanflug zur Piste 09 – das wurde nichts, wir waren zu nah dran und zu hoch, da würden wir das Tempo nicht rausbekommen bis zur Schwelle. Also noch schnell ein Vollkreis zum Höhe vernichten, dann sind wir recht ruhig im strömenden Regen gelandet.

Nur Aussteigen bei so einem Wetter ist bei der D-ELDS blöd. Da macht man ja den Deckel nach oben auf und es regnet dann rein. Also haben wir erstmal Brotzeit gemacht, aber es wurde nicht weniger mit Regen. Wir haben uns dann beeilt mit Aussteigen und zwischenzeitlich hatte sich der Schauer auch zu einem Gewitter entwickelt. Also gut, dass wir gelandet waren.

Danach ging es nach einem netten Plausch mit dem Flugleiter (aus der Heimat) ins Hotel Speicher Barth.

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30 Aug2014

Skandinavien-Exkurs: Augsburg – Strausberg

  •   30. August 2014. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-ELDS, EDAY, EDMA, Mehrere Tage

Eigentlich haben wir ab morgen erst Urlaub und es soll dieses Mal für 10 Tage in Richtung Skandinavien gehen. Mal sehen, wo wir überall hinkommen und wo das Wetter schön ist. Morgen soll das Wetter im Süden von Deutschland allerdings schlecht sein, so dass wir dann schon heute – eigenem Flieger sei Dank – losgeflogen sind. Morgen gibt es auch ein Fly-In am neuen Berlin Flughafen BER, welches wir uns nicht entgehen lassen wollten.

Also ging es heute am Nachmittag in Richtung Berlin. Ich war mir nicht ganz sicher, wie weit wir kommen würden und hatte mir daher zunächst mal Leipzig vorgenommen. Wir haben also unser ganzes Zeug in der D-ELDS verstaut, da passt vom Volumen her zum Glück deutlich mehr rein, als in einer Cessna 172. Dann ging es ruhig in Augsburg auf der 25 los, das Wetter war sehr schön. Entsprechend ging es auch bei München Information im Funk zu. Alles was fliegen konnte, war heute unterwegs und der Lotse sagte andauernd, dass keine Verkehrsinformationen möglich sind, aufgrund des hohen Verkehrs. Es ging dann weiter nach Nürnberg, wo wir die Kontrollzone von FOXTROTT nach OSCAR durchquert haben (hochsteigen ging nicht, da zu viele Wolken da waren, aber es war auch unter den Wolken recht ruhig).

Nach Nürnberg war das Wetter deutlich schlechter, sprich eigentlich halt nur eine Schichtwolkendecke und keine sehr gute Sicht mehr. Dann bleiben natürlich alle am Boden – in dem Sektor bei München Information war jedenfalls nichts los und der Sektor reicht bis nördlich von Leipzig. Schon immer krass, finde ich, kaum zwei Wolken am Himmel schon wird nicht mehr geflogen.

Wir sind dann erst mal direkten Kurs nach Leipzig geflogen und ich habe zwischendurch, als es mal LTE gab, Radarbilder geholt und man konnte sehen, dass da zwar eine Schauerlinie über Berlin stand, diese aber weiter nach Osten zieht und für uns kein Faktor mehr sein würde. Also sind wir schon südlich von Gera auf direkten Kurs Strausberg gegangen.

Nachdem die D-ELDS so schön dahin flog, haben wir uns dann eine Freigabe für den Leipziger Luftraum D (“request crossing present heading, present altitude”) besorgt und sind immer geradeaus Richtung Strausberg geflogen – ich war einfach zu faul für Richtungs- oder Höhenänderungen. Man muss sagen, die DA40 ist schon eine schöne Reisemaschine. Nach dem Starten einmal die Powersetting auf 65% gestellt und man muss den Powerhebel nie mehr anfassen. Der Autopilot macht das mit dem VS 0 auch bei etwas Thermik ganz gut, also kann man sich im Prinzip schlafen legen. Sehr angenehm…

Es ging dann also noch ein Eck um die Berliner Kontrollzone und dann direkt nach Strausberg. Mit dem Autopiloten in die Platzrunde, sehr ruhig auf der 23 gelandet und dann abgestellt. Wenn ich mich da an die ersten Reisen erinnere, noch ohne Autopilot mit der D-EMUT bei Mords-Thermik – da liegen jetzt wirklich Welten dazwischen. Aber auch dereinst war es sehr schön.

Danach ging es mit der S-Bahn in die Innenstadt. Unser Hotel hatte leider nur noch die Präsidenten-Suite übrig (danke fürs Upgrade). Standesgemäße “Absteige” wenn man schon mit dem eigenen Flieger anreist 😉 Für das ALB und zum Essen gings zum Steakhouse ums Eck – so geht der Urlaub schonmal schön los. Morgen kommt dann – so das Wetter passt – der kurze Hüpfer von Strausberg zum BER und dann erstmal weiter an die Ostsee.

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23 Aug2014

Egelsbach – Stuttgart – Augsburg

  •   23. August 2014. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-ECHK, EDDS, EDFE, EDMA, Mehrere Tage

Nach unserem Firmenevent und einem coolen Abendevent – Speedboot-fahren auf dem Rhein – ging es heute wieder zurück nach Hause. Mit ungefähr 15% von den PS vom Boot (und auch nur 10% von dessen Verbrauch pro Stunde – wer zu faul zum Rechnen ist: 1050 PS, 500 l Super-Plus pro Stunde), dafür aber mit Muskelkater vom festhalten (130 km/h auf dem Wasser sind schon recht schnell).

Das Wetter war grenzwertig vorhergesagt, da wieder einmal eine Kaltfront drübergezogen war, die dann wieder wetteraktiv wurde. Im Radar konnte man vor dem Abflug in Egelsbach schon sehen, dass da einige Schauer relativ schnell von West nach Ost ziehen (blöderweise eingebettet als TCU /CB in geschlossener Bewölkung) und so mussten wir hoffen, dass wir es nach Stuttgart schaffen. Für Augsburg war das schlechte Wetter erst am Abend vorhergesagt. Wir sind dann nach einem kräftigen Schauer in Egelsbach auf der 26 gestartet und dann erstmal in Richtung Süden dem Rheintal geflogt. Am Odenwald lagen die Wolken auf, so dass wir dort nicht hätten drüberfliegen können. Bei Heidelberg stand dann der erste Schauer im Weg, also ging es über Mannheim wieder ins Helle. Jetzt mussten wir uns bloß noch irgendwie nach Stuttgart durchschlagen. Das ging aber auch ganz gut von Bruchsal aus relativ mit direktem Kurs auf Stuttgart. Ein fetter CB mit ordentlich Regen war über Stuttgart gerade abgezogen und die nächsten Schauer schon im Anmarsch. Diese Lücke konnten wir zum Glück dann nutzen und im leichten Regen auf der 25 bei etwas Seitenwind ganz ruhig landen. Mindestens zwei Landungen brauchts irgendwie immer um von Hochdecker auf Tiefdecker und umgekehrt umzusteigen – dann sind die Landungen wieder butterweich. Die in Stuttgart war jedenfalls ordentlich (die von vorgestern eigentlich grundsätzlich auch, aber es geht halt auch noch weicher).

Wir haben also kurz eine Kollegin abgesetzt und sind dann auch gleich wieder weitergeflogen, um vor den heranziehenden nächsten Schauern weg zu sein. In Richtung Süden / Südosten sah es von Stuttgart aus auch sehr hell aus und in Augsburg war sogar CAVOK gemeldet. Es ging dann also wieder auf der 25 raus und dann über LIMA und auf direktem Kurs nach Augsburg. Meteorologisch interessant: Das Wetter war gerade an der Alb hängengeblieben und man konnte schön sehen, wie der große Schauer von der Ankunft dort nicht weiter kam. Hinter der Alb bildeten sich aber etliche kleine TCUs, also offensichtlich blieb das Wetter da zwar hängen, labilisierte aber die Luftmasse dahinter zusehends, so dass es dann dort auch anfing zu regnen (einer der TCUs über Ulm war auch gerade am abregnen).

Ab Günzburg war dann jedenfalls wieder schönes Wetter und wir sind dann über NOVEMBER in Augsburg eingeflogen und auch auf der 25 sehr ruhig gelandet. Nachdem wir den Flieger verstaut hatten und im Auto saßen, konnte man dann das Wetter auch schon langsam kommen sehen – das hatte dann die Alb doch erfolgreich “überwunden”.

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