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Über den Wolken...

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21 Aug2014

Augsburg – Stuttgart – Frankfurt (low approach) – Egelsbach

  •   21. August 2014. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-ECHK, EDDF, EDDS, EDFE, EDMA, Mehrere Tage

Heute sollte es wieder zu unserem alljährlich stattfindenden Firmenevent nach Egelsbach gehen, nachdem die D-ELDS leider belegt ist, heute nochmal mit einer Maschine vom Fliegerverein. Ich bin ja immer gerne mit der D-ECHK geflogen, aber seit die als Schulflugzeug im Einsatz ist, verlottert sie genau so wie die restlichen Maschinen. Diesmal war die Zigarettenanzünder-Buchse weg – lag einfach lose im Flieger rum. Dann hat irgendwer am G1000 rumgefummelt und es ist zwar ChartView drauf, dafür keine Terrainwarnung mehr. Ausserdem hat sie noch einige Dellen an Stellen, wo man sich fragen muss, wo man da gegengestoßen ist. Ein anderer Kollege vom Verein sagte mir, dass in den anderen Maschinen zwar überall die tollen Android-Tablets drin sind, die gehen aber nicht. Irgendwie nervig, da bin ich froh, dass ich jetzt die D-ELDS habe. Naja…

Es ging jedenfalls ruhig auf der 25 in Augsburg los und dann über WHISKEY raus und auf direktem Kurs in Richtung Stuttgart, wo wir noch eine Kollegin abholen wollten. Es war leicht bockig – und ich muss sagen, seit ich die DA40 kenne, hasse ich die C172 bei so einem Wetter noch mehr. Die DA40 schaukelt ein bisschen wie ein Segelboot, die C172 teilt hässliche Stöße aus. Wir sind dann jedenfalls ein bisschen abgedreht und haben die Geisslinger Steige zum Albabstieg genommen, da geht es halbwegs sanft runter und ist nicht so turbulent. Ist jedenfalls auch interessant, dass es grundsätzlich an der Alb-Kante bockig ist. Dann ging es wieder auf direktem Kurs nach Stuttgart. Dort sind wir über SIERRA eingeflogen und dann ruhig auch auf der 25 gelandet.

Nach einem kurzen Kaffee ging es gleich wieder weiter. In Stuttgart auf der 25 raus und über WHISKEY, dann mit einem kleinen Schlenker über Ludwigsburg direkt in Richtung Egelsbach. Ich wollte dann versuchen, mal wieder ein Midfieldcrossing in Frankfurt zu machen – seitdem die dritte Landebahn dort in Betrieb ist, ist das offiziell eigentlich nicht mehr möglich, aber fragen kostet ja nichts. Also habe ich direkt beim Tower reingefunkt und siehe da, Midfieldcrossing geht – schonmal sehr nett. Das Procedere wenn man von Süden kommt ist dann etwas kompliziert, da ja unmittelbar südlich vom Frankfurter Flughafen noch Egelsbach liegt. Daher fliegt man erstmal Egelsbach an und dann in Platzrundenhöhe über den Platz und dann in Richtung Frankfurt. Als wir dann LIMA gemeldet haben, fragt uns der Lotse, ob wir nicht einen Low Approach auf der 25L machen wollen. “Blöde Frage” hätte ich beinahe gesagt – ich hab mich das gar nicht fragen getraut. Das ist natürlich der Traum – endlich EDDF ins Flugbuch schreiben können 🙂

Also sind wir über LIMA reingeflogen, dann hinter einem A320 den Low Approach auf die 25L gemacht. Mehr oder weniger parallel dazu ist ein anderer A318 auf der 25C neben uns gestartet. Wir sollten dann am alten Tower links abdrehen – blöd wenn man Frankfurt nicht kennt und nicht weiß wo der alte Tower ist. Der Lotse hat aber netterweise geholfen. Und dann gleich gefragt, ob wir nicht noch einen Low Approach machen wollen. Na klar… ich wollte immer schon mal Platzrunden in Frankfurt drehen. Also nochmal Low Approach auf die 25L – diesmal sollten wir allerdings einen kurzen Anflug machen. Neben uns auf der 25C stand ein A380 der auf uns warten musste. Dann ging es wieder im Gegenanflug und dann hinter dem A380 in Richtung Norden aus der Kontrollzone. Ein sehr sehr schönes Erlebnis.

Danach sind wir dann eine Runde um Frankfurt (man muss ja um nach Egelsbach zu kommen die Frankfurter Kontrollzone umrunden). Dann über ECHO quasi in ein sehr langes Final von Egelsbach. Gegen die Sonne war der Platz wieder mal sehr schwer zu finden – jetzt war ich schon ein paar Mal da, und weiß schon in welcher Waldlichtung der Platz ist, trotzdem finde ich, der Platz ist wirklich schwierig auszumachen. Wir sind dann jedenfalls noch ruhig auf der 26 gelandet und haben danach bei Schubecks Check Inn noch ein ALB getrunken und ein gutes Steak gegessen.

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12 Jun2014

USA: Key West – St. Augustine

  •   12. June 2014. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, KEYW, KSGJ, Mehrere Tage, N6180W

Nach zwei sehr schönen Tagen in Key West sollte es heute wieder zurück nach St. Augustine gehen. Wir wollten zwischendurch noch einmal Station in Fort Lauderdale machen. Gestern hatte es in Key West bereits um 11 Uhr morgens gewittert und ab Miami nach Norden war es den ganzen Tag dicht. Heute sollte es laut Wetterbericht erst am nachmittag gewittern.

Wir sind trotzdem sicherheitshalber relativ früh losgeflogen und waren kurz nach 9 Uhr schon in der Luft. Die Keys entlang war es auch noch wolkenlos und später nur leicht bewölkt, so wollten wir eigentlich immer der Küstenlinie folgen und dann so auch bei Miami, Miami Beach und Fort Lauderdale vorbeikommen. Es sah dann aber schon kurz hinter Marathon nach auftürmenden Wolken aus, worauf ich nochmal Wetter gecheckt habe und Miami und Tamiami meldeten schon CB (Gewitterwolken) und Lightning (also Blitze) östlich und südöstlich vom Platz. Also nichts mit der Küstenlinie folgen…

Wir sind dann noch über den Keys hoch gestiegen auf 7500 ft und in Richtung Everglades nach Norden abgedreht. Dort konnte man mit etwas “rumturnen” noch zwischen den ganzen Wolken durchkommen. So konnten wir zwar den Strand nicht sehen, aber die ganze Weite der Everglades. Nördlich von Miami war dann auch ein großes Buschfeuer sehr schön zu sehen, was sich da so durch die Landschaft fraß. Nachdem wir beim Hinflug nach Key West ja ein Stück on-top geflogen waren und am Boden überall “Rauch” als Ursache für die sehr schlechten Sichten gemeldet war, wird das wohl die Ursache gewesen sein.

Es ging dann immer weiter Richtung Norden und etwa am Lake Okeechobee stand dann eine Wolkenwand im Weg, über die wir nicht mehr drüberkommen konnten. Wir sind dann erstmal in Richtung Küste abgedreht und auf der Höhe geblieben, das ging bis kurz vor Fort Pierce auch ganz gut, doch dort ging es dann auch nicht mehr weiter, so dass wir unter die Wolken sinken mussten.

Man konnte dann schon etliche Schauer sehen, die sich die ganze Küste nach Norden ausbreiteten. Leider hat die Maschine dieses Jahr kein XM Weather, also nix NexRAD-Radar-Bilder auf dem G1000. Zum Glück geht aber das AT&T-UMTS-Internet ja recht gut auch in der Luft, so dass ich das Radar-Overlay von Foreflight benutzen konnte. So sind wir recht ruhig um die Schauer drumrumgeflogen, immer an der Küste entlang. Weiter im Landesinneren waren auch schon einige Gewitter (laut Foreflight), so dass die Route im nachhin schon richtig war. Anfangs hatte ich noch überlegt, ob es falsch ist, zur Küste zu fliegen, wo doch Westwind war und deswegen die ganzen Gewitter aufs Meer rausgezogen sind. Zwischen Fort Pierce und Daytona war es also etwas bockig und man musste aufpassen, wo die Schauer rumstehen, danach war es wieder schön. Ab Jacksonville waren dann wieder Gewitter, aber so weit wollten wir ja gar nicht.

Wir sind dann in St. Augustine recht ruhig auf der 13 gelandet, bei knapp 10 kt Seitenwind. Die Umkehrkurve aus dem rechten Gegenanflug war heute recht knapp, so dass ich erst dachte, trotz voller Klappen würde die Piste evtl. nicht reichen, aber es hat gut funktioniert und wir sind ungefähr in der Pistenmitte abgerollt.

Alles in allem war das also ein sehr schöner Ausflug, wobei diese langen Nonstop-Flüge (nach Key West so 4 Stunden) nicht dazu beitragen, dass mein Verhältnis von Flugzeit zu Landungen im Flugbuch besser wird… irgendwann werden die Stunden mal die Anzahl der Landungen überschreiten… Streckenflieger halt…
Apropros Flugbuch: Wer mit der Linie nach Key West fliegt, wird sich über den seltsamen Flughafencode EYW wundern. Beim Piloten im Flugbuch kommt noch ein “K” für USA davor… “KEYW” steht also im Buch, nette Idee.

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10 Jun2014

USA: St. Augustine – Shuttle Landing Facility – Key West

  •   10. June 2014. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, KEYW, KSGJ, KTTS, Mehrere Tage, N6180W

Nach dem Checkout gestern ging es heute gleich auf Tour. Im letzten Jahr hatten wir Key West ausgelassen, also wollte ich dieses Jahr gerne dort hin. Angesichts des typischen Florida-Sommerwetters, also früh schön und dann ab nachmittags Gewitter, sind wir relativ früh in St. Augustine aufgebrochen.

Wir sind dort ruhig auf der Piste 31 gestartet, haben dann gleich nach Süden gedreht und erstmal direkten Kurs auf Kennedy Space Center und das Shuttle Landing Facility genommen. Es ging also über den Airspace C von Daytona immer der Küste entlang. Schon gute 35 NM weit konnte man schön das Vehicle Assembly Building und die Piste vom Shuttle Landing Facility sehen. Die schiere Größe beeindruckt immer wieder. Der Low Approach wurde wieder problemlos genehmigt und so hatten wir ein schönes 20 NM Final auf die Piste 15 dort. Nach dem Low Approach ging es einfach weiter nach Süden.

Nur die genaue Route war nicht so ganz klar. Beim Abflug hatte ich gesehen, dass in Miami gerade 800 m Sicht sind, in Fort Lauderdale auch. Interessanterweise war die Meldung “trockener Dunst, Rauch”. Was da wohl brennt? Weiß man nicht… Dort wäre also eigentlich kein durchkommen. Zum Glück geht hier das AT&T Mobilnetz auch im Flug perfekt, so dass man immer Internet hat. Wir haben also nochmal Wetter gecheckt und in Fort Lauderdale und an der Küste war es immer noch schlecht, dafür in Miami mittlerweile besser und in Timiami sogar richtig gut. Also sind wir direkten Kurs dorthin geflogen. Das führte dann etwas mehr in Landesinnere, zum Lake Okeechobee. In der Gegend ist die Landschaft leider etwas eintönig, soweit man sehen kann nur Orangenplantagen.

Dann ist da auch noch der Miami Airspace B im Weg. Wir haben im Funk mal reingehört und da ist es richtig beschäftigt. Eine Freigabe für einfach mal Nord nach Süd quer durch An/Abflugsektoren von diversen größeren Flughäfen also unwahrscheinlich. Nachdem die Wolken dort sowieso dichter wurden und es schließlich komplett bedeckt war, sind wir nach oben ausgewichen und wollten in 7500 ft den Airspace B überfliegen. Anfangs war das eine ganz gute Entscheidung, wir sind einige Zeit on top zwischen den Wolkenbergen rumgeturnt. Doch kurz vor dem Airspace B türmten sich dann schon die TCUs hoch, so dass es da für uns nicht mehr weiterging. Also haben wir im Loch vom Dienst den Abstieg gemacht und mussten eben unter dem Airspace B in 2000 ft fliegen. Dort war es dann natürlich etwas bockig und wir mussten einen kleinen Umweg über die Everglades fliegen.

Auch die Everglades sind eine arg eintönige Landschaft. Sieht von oben aus als ob da stellenweise alles trocken ist. Weiter ging es dann an Timiami vorbei zur US-1, das ist der Highway, der bis nach Key West führt. In dieser Gegend hat sich dann das Traffic Display wieder mal gelohnt, es war dort quasi voll von Verkehr. In Richtung Key Largo waren wir dann allerdings wieder alleine unterwegs. Wir sind also immer der US-1 gefolgt. Von Key Largo aus hatten wir noch 90 NM Luftlinie bis nach Key West. Wahnsinn. Also runde 200 km mit dem Auto. Und aus dem Auto sieht man ja eh nicht so viel, 2 h nur die gleiche Landschaft, wär nichts für mich. Gut das wir im Flugzeug sitzen.

Zu den Keys raus wird die Landschaft natürlich wieder interessant und durchaus schön. Von den Exuma Keys auf den Bahamas verwöhnt, muss man allerdings sagen, das die Florida Keys nicht mithalten können.

In Key West darf man dann den zivilen Flughafen nicht mit der unmittelbar benachbarten Navy Air Station verwechseln, auf der etliche Abfangjäger geparkt standen. Man muss dann auch den Airspace der Navy durchqueren und wird dann erst kurz vor der Landung an “Key West International” weitergereicht. Die Landung war ganz ruhig. Danach ging es dann in ein Waldorf Astoria Resort, was auch ganz nett ist. Zum Abendessen dann zur Sunset Celebration und in ein kubanisches Restaurant mit Livemusik, wo es auch ein paar ALC (after landing cocktails) gab. Hier muss man sagen: Landschaftlich sind die Bahamas schöner, aber so Nachtleben und überhaupt “Zivilisation” ist hier besser.

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25 May2014

Schönhagen – Leipzig – Augsburg

  •   25. May 2014. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-ECHK, EDAZ, EDDP, EDMA, Mehrere Tage

Heute ging es nach dem ILA-Besuch wieder von Berlin nach Hause. Wir sind gegen Mittag mit der Bahn nach Trebbin gefahren und von dort mit dem Shuttle nach Schönhagen, haben dort noch getankt und wollten dann losfliegen.

Leider war beim Abflug schon klar, dass wir wohl nicht sonderlich weit kommen würden, denn zwischen Hof und Leipzig, Dresden und Erfurt waren viele Gewitter entstanden, so dass wir nicht nach Süden durchkommen würden. Nachdem rumsitzen in Schönhagen nicht sonderlich toll ist, da es dort außer dem Flugplatzcafé nichts zu tun gibt, haben wir uns entschlossen, wenigstens erstmal nach Leipzig zu fliegen. Dort könnte man recht einfach nochmal in die Stadt fahren oder sich sonst anderweitig beschäftigen.

Gesagt, getan, ging es in Schönhagen los. Der Wind war auch heute wieder “komisch” und die Wald-Senken-Lage von Schönhagen sorgte für ein paar Turbulenzen beim Abflug. Danach war es aber recht ruhig und sah auch ganz gut aus. Auch in Wittenberg war es noch sehr schön. Ich habe dann mal Radarbilder geholt (dank LTE geht schnell surfen mittlerweile auch in größeren Höhen sehr gut) und konnte sehen, dass Leipzig schon am Rand vom Regen lag. Von Wittenberg ist es aber eigentlich gar nicht so weit. Wir haben daher mal den Versuch gemacht, über die Wolken zu kommen, um zu sehen wie es darüber aussieht und ob man da evtl. weiter kommt. Wir sind also auf 6000 ft gestiegen und konnten dann über den Cumuli sehen, dass da doch eine große Wand aufgebaut war, durch die wir nicht durchkommen würden.
Also sind wir gleich wieder gesunken und nach Leipzig weitergeflogen. Die Landung war dann bei 8 kt (Seiten)Wind aus Nord ganz ruhig. Südlich vom Flughafen war es sehr “schwarz” und man sah das Wetter schon kommen. Allerdings war ja in Leipzig Nordwind, die Gewitter zogen aber von Hof aus auch nach Norden – sprich – einer muss stärker sein oder es bleibt alles stehen.

Es hieß also wieder mal abwarten… was mich dann seit dem letzten Sommer immer sofort an Governors Harbour auf den Bahamas erinnert. In Leipzig gibt es zum Glück keine Sandfliegen – also ist warten angenehmer.
Wir haben erstmal was gegessen und zufällig war gerade Volksfest am Flughafen, also für etwas Abwechslung gesorgt.
Ich hab dann regelmäßig Radar- und Sat-Bilder gecheckt und man konnte sehen, dass die Gewitter tatsächlich stehen geblieben waren und sich abregneten. Nach 2 Stunden wurde es dann mit jedem Radarbild (also alle 5 min) weniger Regen und man konnte auch am Himmel in Leipzig sehen, dass es wieder besser wird.

Wir sind dann ruhig in Leipzig bei aufgefrischtem Wind, der jetzt aus Westen kam, auf der 26L gestartet. Danach ging es dann gleich auf direktem Kurs in Richtung Augsburg.
Anfangs war noch etwas Restbewölkung, aber noch vor Gera/Hermsdorfer Kreuz war es wieder wolkenlos und so blieb es bis nach Hause. Die Gewitter waren völlig in sich zusammengefallen und aufgelöst. Ist schon krass, wenn man überlegt, wie sich innerhalb von 2-3 Stunden das Wetter ändern kann. Allerdings war es auch so vorhergesagt, sprich überrascht muss man davon nicht gewesen sein.

Wir sind dann noch durch die Nürnberger Kontrollzone, da die im Weg liegt und drumrum mehr Zeit kosten würde. Die Landung in Augsburg war einsam und ruhig, so spät fliegt niemand mehr groß. Danach haben wir noch 30 min Fliegen vom Flieger abgewaschen und dann ging es wieder nach Hause nach einem sehr schönen Ausflug.

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24 May2014

ILA Berlin

  •   24. May 2014. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, Mehrere Tage

Nachdem wir gestern unerwartet darniederlagen (wohl aufgrund schlechten Essens), ging es heute erst zur ILA.

Es war sehr interessant, die Vorführungen waren wie immer etwas Militär-lastig, das Static Display eigentlich ganz gut ausgeglichen. Saab Gripen und MIG-29 und das Breitling Jet-Team waren für mich die Highlights bei der Air Show.

Am Boden hat mich diesmal die Allgemeine Luftfahrt mehr interessiert als die “großen Brummer”. Nachdem das “Projekt Joghurtbecher” konkrete Formen annimmt (demnächst mehr hier im Blog), waren wir relativ lange bei Diamond Aircraft und haben die ausgestellte DA 40 Tundra Star intensiv begutachtet und uns von den Flugeigenschaften berichten lassen. Die Tundra Star entspricht bis auf das Fahrwerk der normalen DA 40, daher war die zum Probesitzen sehr gut geeignet. Und ich war ganz begeistert. Man sitzt bequem wie im Auto, der Gepäckraum ist angenehm groß, das Panel ist recht niedrig und wirkt durch die kompakte Anordnung von G1000 und den Backup-Instrumenten extrem aufgeräumt. Interessant war: Bei Diamond durfte niemand die Flieger von innen angucken. Man musste schon dem Standpersonal erklären, warum man denn mal reingucken will – das ging dann allerdings auch äußerst freundlich und hilfsbereit.
Für alle zum reingucken und anfassen waren noch Aquila und Comco Ikarus da, die beide Ultraleichtflugzeuge herstellen. Was da auffiel: Aquila ist richtig gute Qualität, man sieht zwar deutlichst die Unterschiede zu einer Diamond (oder Cessna), aber es geht schon in die Richtung. Die Comco Ikarus C42b, die auch ausgestellt war, wirkt dagegen schon fast wie Bastelware aus dem Baumarkt. Gut, es sind halt auch fast 200.000 € Preisunterschied zwischen der C42b (80′ €) und einer DA 40 (270′ €). Aber irgendwie könnte ich mich, glaube ich, nicht mit der UL-Fliegerei anfreunden.

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22 May2014

Augsburg (- Nürnberg) – Leipzig – Schönhagen

  •   22. May 2014. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-ECHK, EDAZ, EDDN, EDDP, EDMA, Mehrere Tage

Nach einiger Pause, weil die geplanten Flüge alle schlechtem Wetter zum Opfer gefallen sind und die kurzfristige Verfügbarkeit von Flugzeugen gerade nicht besonders berauschend ist, ging es heute zur ILA nach Berlin.
Wir sind am frühen Nachmittag in Augsburg bei bestem Wetter und 30 ºC aufgebrochen. Es ging ruhig und bei der Wärme auch gemächlich in Augsburg auf der 07 los. Die Sicht war dank Sahara-Staub in der Luft nicht besonders toll und anfangs gab es auch etwas Thermik. Hätte aber auch schlimmer sein können.

Wir sind dann erstmal nach Nürnberg geflogen, da das eh am Weg liegt. Dort von FOXTROTT nach NOVEMBER durch die Kontrollzone mit Low Approach auch der 28. So konnte ich heute schon 3 Landungen schreiben – nicht das ich mal in die Nähe der 90-Tage-Regelung komme…

Danach ging es dann bei besser werdenden Sichten weiter in Richtung Leipzig. Leipzig ist ja immer irgendwie ein Erlebnis… Heute war sogar mal richtig Traffic. Erst ein Rettungshubschrauber, der vor / unter uns irgendwo in der Botanik gelandet ist. Dann konnte sogar ein Frachtflieger auf der 28L landen und wir kamen auf der 08R entgegen. Für Leipziger Verhältnisse also eine absolute Verkehrsspitze. Wir mussten dann leider noch warten bis so ein blöder Lufthansa-CanadAir-Jet im 12 NM-Endteil reinkam. Das ging aber auch ganz gut und der Lotse hat gut mitgedacht (wenn ich “Nummer 1 in Sicht” melde, dann kann er mich ja als Nummer 2 selbständig folgen lassen).

In Leipzig haben wir kurz Pause gemacht und Kaffee getrunken, danach ging es auf das letzte Stück nach Schönhagen. Dort war – wie eigentlich fast immer – ordentlicher Verkehr. Eigentlich alles soweit kein Problem, wenn sich nicht einer mit “8 min südlich” meldet, wo wir gerade 7 min südwestlich sind. Da wünsche ich mir immer ein TCAS… Noch dazu bei dem Experten. Wir konnten ihn partout nicht finden. Später fragt er dann, ob er einen Direktanflug zur 07 machen kann (wie soll das gehen wenn man südlich ist?). Das wird verneint und er sagt dann, er fliegt in den rechten Queranflug zur 07. Wir hatten uns gerade für den rechten Gegenanflug gemeldet. Ich habe dann mal gefragt, wo er denn gerade ist. Nach kurzer Abstimmung sind wir dann als Nummer 2 gefolgt. Die erste Meldung von ihm war also totaler Quatsch… aber Ok.

Die Landung war dann etwas turbulent. Schönhagen liegt ein bisschen ungünstig in so einer Waldsenke. Wenn dann noch der Wind von der Seite kommt, gibts da unterhalb der Bäume schöne Verwirbelungen. Heute waren 8 kt Seitenwind, also entsprechend Turbulenzen. Die Landung selber war aber ganz ruhig. Dann haben wir geparkt, verzurrt und sind mit dem Taxi ins Hotel gefahren, wo es noch 2 ALWB (After Landing WEISS-Bier 😉 gab. Morgen früh gehts dann zur ILA.

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