Elf schöne Tage mit der D-ELDS im Norden gehen heute zu Ende. Die erste große Reise mit dem eigenen Flieger. Fazit: Es hat viel Spaß gemacht, die D-ELDS schnurrt wie ein Uhrwerk und ist sowohl im Handling als auch bei turbulentem Wetter richtig gut. Letztlich kein Vergleich zu einer 172er Cessna. Innen zum Sitzen zwar kleiner als die Cessna (also vorne), aber dafür passt deutlich mehr Gepäck rein.
Was haben wir gelernt: Im Norden macht fliegen richtig Spaß, so dass wir bestimmt wieder in die Richtung fliegen – schließlich hat Helsinki ja nicht geklappt wie gedacht.
Und ich muss jetzt wirklich bald mal mit IFR anfangen. Da wäre mindestens der Heimflug, aber auch der Flug von Kopenhagen nach Sylt wesentlich entspannter gewesen.
Insgesamt haben wir dieses Mal in 15:40 Flugstunden (17,4 Blockstunden) satte 3073 km zurückgelegt.
In drei Tagen geht es von den USA wieder nach Hause. Diesmal hat das Wetter leider nicht so richtig mitgespielt und wir konnten nur einen Ausflug per Flugzeug unternehmen. Jeden Tag gewittert es dieses Mal schon ab dem Vormittag. Das ganze Spektakel beginnt meistens über den Everglades im Süden, so dass es dann schon früh in Miami gewittert und zieht sich dann so langsam nach Norden. In St. Augustine war es dabei dann die letzten Tage immer früh noch bedeckt (hochneblig) und blieb dann meistens auch so lange nicht fliegbar, bis im Rest von Florida die Gewitter schon aktiv waren. So wird das natürlich mit Fliegen nichts und leider wurde so auch nichts aus dem geplanten Raketenstart im Kennedy Space Center.
Naja, da kann man nichts machen und es gibt hier genügend anzuschauen, so dass man die Zeit auch ohne Fliegen sinnvoll nutzen kann. Beim nächsten Mal kommen wir dann wohl wieder eher Ende August oder vielleicht auch mal im Winter, auf jeden Fall macht Fliegen in den USA immer noch Spaß und ruft nach mehr, beim nächsten Mal könnte man ja die DA 40 chartern, die hat Air Conditioning…
Zu Hause ist jetzt erstmal der Abschluss vom “Projekt Joghurtbecher” angesagt, da sind ein paar Stunden mit Lehrer fällig, außerdem steht auch mein Übungsflug zur Scheinverlängerung an.
Nach drei schönen Wochen in den USA und insgesamt 21 Flugstunden geht es heute wieder nach Hause. Wichtigstes Fazit: fliegen in den USA macht Spass und Lust auf mehr. Zum einen ist Fliegen für die Amerikaner einfach eine normale Art der Fortbewegung, nicht so wie bei uns, wo jeder selbst die kleinste GA (Allgemeine Luftfahrt) für Neid sorgt. Zum anderen ist es auch herrlich unkompliziert. Keine Pflichtmeldepunkte und ähnlicher Quatsch, keine nervenden Anwohner und komplizierte Lärmschutzverfahren so wie bei uns – und das obwohl die Flugplätze alle mitten in den Städten sind. Da reicht einfach ein Schild in der FBO: Noise sensitive neighborhood, avoid overflying.
Was es auch gezeigt hat: Die Überregulierung, Übervorsichtigkeit und all diese typisch europäischen (oder deutschen) zweifelnden Eigenschaften nerven bei uns einfach nur. Beispiel Kollisionswarnung oder Wetterdaten im Flugzeug: die Amis schaffen mit ADS-B einfach Fakten. Da werden Transpondersignale von Nicht-ADS-B-Flugzeugen einfach als ADS-B vom Boden aus ausgestrahlt und jeder kann mit recht wenig Aufwand ein nettes Kollisionswarnsystem haben und obendrein auch noch Wetterdaten bekommen (ich will mal gar nicht von XM-Sat-Radio und XM-Weather träumen). In Europa: da wird darüber diskutiert, dass doch die eine Frequenz in den USA nicht Standard sei (warum macht sie Europa nicht einfach genau wie die USA auch zum Standard?) oder dass doch die ausgestrahlte GPS-Position evtl. nicht ganz genau ist wenn die ADS-B-Geräte nicht ganz genau überprüft und zugelassen sind und was denn dann wäre (rausgucken?) und so weiter. Klar, dass man nicht einfach bodengebundenes Radar 1:1 durch ADS ersetzen kann, aber statt gar nichts zu machen und alles anzuzweifeln, könnte man halt einfach auch mal was ausprobieren. Leider geht das mit europäischer Denke aber nicht. Sehr schade, aber leider typisch…
Jedem, der selber fliegt, kann man jedenfalls einen Bahamas- oder Florida-Trip schonmal uneingeschränkt empfehlen. Ganz böse gesagt: dort rumfliegen ist deutlich informativer und erlebnisreicher, als sich 3 Wochen in Miami Beach den letzten Rest Hirn rausbrutzeln zu lassen – und ja, wir sind genauso braun geworden, wie die, die mit uns im Flieger nach Hause saßen und (aufgrund ihrer Verhaltensstruktur augenscheinlich) letzteres gemacht haben 😉
Leider war das Wetter in den letzten Wochen so schlecht, das es nicht nochmal fliegbar war. Aber im Januar wirds hoffentlich auch mal wieder schön…
Dennoch war das Jahr 2011 insgesamt fliegerisch gar nicht so schlecht: Zwei Mal im A340-Flugsimulator, die Ausflüge zu CeBIT und nach Hamburg und viele schöne kleinere Runden bei uns im Süden haben insgesamt 44:05 h Flugzeit und 52,0 h Blockzeit gebracht, also deutlich mehr wie letztes Jahr. Und mit 45 Landungen waren es auch mehr als im letzten Jahr.
Mal schauen was nächstes Jahr bringt und ob es wie geplant klappt, meine Lizenz in Amerika validieren zu lassen oder vielleicht doch endlich mal das AZF zu machen.
Eigentlich hätte es ja gestern nach Kassel und heute von Kassel zurück nach Augsburg gehen sollen, doch leider hat uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht – in Form einer Kaltfront die von West nach Ost über Deutschland lag. So haben wir halt den Zug nach Kassel genommen und die D-EMUT in Leipzig geparkt…
Heute ging es dann also von Leipzig aus wieder nach Hause. Bei angenehmen 20 °C hat sogar das Warten auf den Tankwagen und die Beobachtung der Beobachter auf der Aussichtsplattform vom Flughafen Spaß gemacht. Das ist schon interessant am Fliegen, das es sehr viele Leute gibt, die sich für das Thema offenbar interessieren (die Aussichtsplattform in Leipzig war voll), aber doch nicht so viele die es am Ende auch machen.
Der Start in Leipzig verlief wieder ganz normal, allerdings gab es trotzdem leichte thermische Turbulenz. Für Nürnberg war SCT035 SCT080 vorhergesagt, so dass ich mich entschlossen habe unter den Wolken zu bleiben, weil es sonst doch etwas knapp geworden wäre, den Airspace C in Nürnberg zu überfliegen. Der Flug war dann zum Glück über weite Strecken ruhig und nur wenig “gehoppel”. In Nürnberg habe ich dann gesehen, dass wir wahrscheinlich in FL95 trotzdem drüber gekommen wären.
So sind wir wie üblich mit Midfield-Crossing von OSCAR nach SIERRA geflogen, was in Nürnberg ja zum Glück immer problemlos geht. Scheinbar gibt oder gab es aber relativ viele Luftraumverletzungen dort, weil uns der Lotse irgendwann halb aufgeregt nach unserer Höhe gefragt hat (4000 ft) und dann meinte wir müssten unter 3500 ft sein. Ich habe ihm dann gesagt das wir gerade in dem Sektor sind, bei dem Airspace C bei 4500 ft beginnt, worauf er nur meinte dass das stimmt, aber dann doch gleich der Sektor mit 3500 ft kommt (“Ja ich weiß…”).
Der restliche Flug war dann wieder relativ ruhig, nur ab und an leichte Turbulenz. Die Landung in Augsburg dann auch ruhig und obwohl es Sonntag, CAVOK und erst 18:00 Uhr war, waren wir das einzige Flugzeug in der ganzen CTR…
Nachdem in den letzten Wochen beruflich viel Stress war, ging es heute wieder einmal ans Fliegen.
Angesichts der Tatsache, dass beinahe der ganze europäische Luftraum wegen des Vulkanausbruchs in Island und der zugehörigen Aschewolke für IFR gesperrt war, wollten wir uns München und Frankfurt vornehmen (nur Low Approach, weil 680 € Gebühren in Frankfurt doch zu teuer sind). Auch zum Bedauern der Lotsen, die ich vorher angerufen hatte, war beides nicht möglich. Frankfurt durfte gar keinen VFR-Traffic in der Kontrollzone abwickeln. München meinte zunächst, wir sollten einfach reinfunken. Gesagt – getan – dann die Enttäuschung: Kein Low approach möglich und auch das Midfield-Crossing ging kompliziert nur über die Pflichtmeldepunkte und dann nur über die Schwellen der 26L / 26R – noch nicht mal kreisen über dem Platz war möglich. Interessant, dass das bei vollem Verkehr unter der Woche geht, aber wenn der Platz faktisch geschlossen ist, nicht. Naja… die Towerlotsen können bestimmt auch nicht dafür und machen nur was Ihnen gesagt wird.
Von München ging es dann weiter nach Nürnberg, die Sichten waren vergleichsweise schlecht, die Vulkanasche sehr gut erkennbar an einem schwarzgrauen Schleier (auf den Fotos nicht so gut zu erkennen wie in Natura). Interessant war hierbei, dass der Funk sehr schlecht war. Aus Berichten habe ich gelesen, das Vulkanasche den Funk beeinflussen kann und wir konnten das tatsächlich erleben.
Nürnberg war dann auch entsprechend leer. Es gab auch gar kein Chaos im Terminal, kaum Leute dort, nur wenige, die sich erkundigen wollten, ob ihr Flug geht.
Auf dem Rückweg dann schon im Transporter die Überraschung: Da steht ein A340 von Air Berlin abgefertigt auf dem Vorfeld. Der Marshaller hat uns erzählt, das der unbedingt nach Hamburg müsste und gleich startet und wollte von uns wissen wie das gehen kann… Tatsächlich ist der A340 unmittelbar vor uns gestartet, VFR und mit D-A…-Rufzeichen (also nicht mit dem AirBerlin-Rufzeichen). Er hat sich auch noch erkundigt, ob viele Segelflieger unterwegs sind, weil er würde ja “ganz normal” VFR fliegen.
Der Rückflug war dann recht bockig und wir konnten viele Segelflieger sehen. Klar bei der guten Thermik.
Die Landung in Augsburg fiel dann etwas hart aus, was mich zum Schluss gebracht hat, das sieben Wochen ohne Fliegen einfach viel zu lang sind. Gute Frage wie man den Schein erhalten will, wenn man nur seine 12 Stunden in zwei Jahren fliegt…