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12 Sep2010

Schönhagen – Leipzig – Augsburg

  •   12. September 2010. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-EOIC, EDAZ, EDDP, EDMA, Mehrere Tage

Nach einem erfolgreichen Shopping- und Kultur-Wochenende ging es heute wieder nach Hause. Bei bestem Wetter sind wir in Schönhagen gestartet und haben uns daher entschlossen, nicht den Express-Weg nach Hause zu nehmen, sondern noch eine Sightseeing-Runde über Berlin zu drehen. Damit die Fotoposition besser ist, sind wir also zunächst nach ECHO geflogen und dann durch die Berliner Kontrollzone über BRAVO nach WHISKEY.

Das hat sich auch gelohnt, denn die Sicht war wirklich gut. Etwas Wehmut kommt natürlich auf, wenn man unter sich den von unseren unfähigsten, inkompetentesten und schwulsten Politikern geschlossenen Tempelhofer Flughafen da so vor sich hin rotten sieht, aber ansonsten war die Runde sehr schön. Nachdem wir so fast eine Stunde gebraucht hatten und sich einige menschliche Bedürfnisse einstellten, sind wir nach Leipzig geflogen und haben dort kurz Pause gemacht.

Getreu dem Motto “In Leipzig kannste was erleben” war der Abflug wieder sehr interessant, genauer das Warten am Rollhalt… Kaum Verkehr, im Funk nicht viel los – aber wir stehen erstmal 3-4 min am Rollhalt und warten… warten… da kam tatsächlich noch eine Cessna im Low Approach. In Augsburg wäre in der Zeit das komplette Vorfeld gestartet aber in Leipzig legt man halt noch wert auf Sicherheit 😉 … Nachdem die Cessna am Horizont verschwunden war durften wir auch schon zum Abflugpunkt rollen und … warten natürlich. Nach nochmal 2 min kam dann endlich die Startfreigabe sehr langsam und ausführlich (ich habe mir erlaubt nach “Start frei” den Gashebel reinzuschieben) und nachdem der Lotse fertig und ich zurückgelesen hatte sind wir auch schon abgehoben.

Der restliche Flug war dann etwas unruhig, in Leipzig war die Aufzugsbewölkung schon recht fortgeschritten, so dass wir auch nicht hochsteigen konnten. Ab Nürnberg wurde es dann wieder besser und wir sind ganz normal mit Midfieldcrossing durch die Kontrollzone. In Augsburg sind wir dann bei bestem Wetter sehr ruhig gelandet.

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10 Sep2010

Augsburg – Schönhagen

  •   10. September 2010. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-EOIC, EDAZ, EDMA, Mehrere Tage

Heute sind wir zu einem schon länger geplanten Wochenendausflug aufgebrochen. Wir wollten das gute Wetter nutzen und in Berlin etwas shoppen und die Blue Man Group anschauen.
Da in Schönefeld seit einiger Zeit Handling-Zwang ist und das GAT sowieso eine einzige Katastrophe, sind wir nach Schönhagen geflogen.

Für den Flug haben wir auch eine neue Route gewählt. Bislang waren wir immer über Nürnberg und Leipzig geflogen, die direkte Verbindung von Augsburg nach Berlin geht aber östlich an Nürnberg, Hof und Leipzig vorbei. Das neue Routing hat sich auch tatsächlich gelohnt: in 2:10 h waren wir in Schönhagen.

Der Flug war sehr ruhig, da die Thermik schon zusammengebrochen war. Da ich auch etwas Sightseeing machen wollte, habe ich auch fast im ganzen Flug den Autopiloten benutzt und sogar der Pitch Stabilizer hat kein einziges Mal gesponnen.

Schönhagen ist dann auch relativ leicht zu erkennen an seinen Hallen, nur die Piste sieht man erst recht spät, da die in einer Senke im Wald liegt (ich dachte im Anflug fast das sich die Räder gleich an den Baumwipfeln des Waldes um den Platz drehen werden…). Der Platz selber bietet guten Service, es gibt sogar ein Shuttle zum Bahnhof. Leider fährt der Zug nur einmal pro Stunde, dafür braucht er dann aber nur 30 min nach Berlin Hauptbahnhof. Insgesamt ist man von Schönhagen also in etwa genau so lange unterwegs wie von Schönefeld, bei einem Bruchteil an Gebühren.

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01 Jun2010

Schweden-Exkurs: Hamburg-Nürnberg-Augsburg

  •   1. June 2010. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-EOIC, EDDH, EDDN, EDMA, Mehrere Tage

Nach zwei Tagen Hamburg ging es heute wieder zurück nach Hause. Nachdem wir endlich getankt hatten (nur Bargeld, also zurück vom GAT zum Terminal und Geld holen) sind wir um kurz nach 13:00 losgekommen. Ich wollte unbedingt vollgetankt losfliegen, da für große Teile von Mittel- und Süddeutschland nur D- und M-Bedingungen vorhergesagt waren und wir demzufolge nicht genau wussten, ob wir zwischenlanden werden und wo.

Zum Glück war das Wetter dann doch gar nicht so schlecht wie angedroht, ab kurz nach Hannover war es zwar bedeckt und wir konnten einige Schauer sehen, aber die Wolkenuntergrenzen waren um die 4000 ft, so dass wir bequem und auch trocken fliegen konnten. Durch die Wolkenabschirmung auch sehr ruhig.

Wir haben dann entschieden, in Nürnberg kurz Pause zu machen und nochmal das Wetter zu checken, weil es nach Süden schlechter werden sollte und auch recht dunkel aussah. In Hamburg hatten die Bremsen der IC endgültig ihren Dienst quittiert (die ganze Zeit gingen sie wenigstens ein bisschen), so dass wir beim Abflug und in Nürnberg das erste Mal auch ohne Bremsen rollen mussten. Das ging auch ganz gut, alles sehr langsam und vorsichtig…

Nach einer kurzen Pause ging es dann von Nürnberg nach Augsburg weiter. Es gab zwar einige kurze Schauer unterwegs (die uns das Flugzeug-Putzen ersparten) aber kaum Sichtverschlechterungen dadurch. Die Landung in Augsburg war dann auch einsam und allein und sehr ruhig. Viele hatten ihre Flüge abgesagt wegen dem Wetter, aber insgesamt waren die Sichten völlig in Ordnung (>10 km) und auch sonst waren eben einfach nur dunkle Wolken am Himmel. Für Sightseeing also vielleicht ein bedrohlicher Anblick, aber zum Fliegen auch nicht viel anders als an Tagen mit strahlendem Sonnenschein (doch etwas schon: keine Thermik).

So geht nach 12 Flugstunden und zurückgelegten 1284 NM (2377 km) ein erlebnisreicher Ausflug zu Ende.

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29 May2010

Schweden-Exkurs: Göteborg-Hamburg

  •   29. May 2010. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-EOIC, EDDH, ESGP, Mehrere Tage

Zwei Tage haben wir Göteborg besichtigt, das immer wieder eine Reise wert ist. Nachdem das Wetter für einen Flug in Richtung Stockholm nicht mitspielt, standen heute Kopenhagen oder Hamburg als Optionen. Angesichts der Vorhersage mit sehr schlechtem Wetter, haben wir uns für Hamburg entschieden, dort kann man doch mehr unternehmen als in Kopenhagen.

Also sind wir gegen Mittag in Göteborg gestartet, nachdem wir dort noch für sagenhafte 1,52 € pro Liter getankt hatten. Der Abflug war recht “interessant”: bei 18 in Böen 24 kt Wind mit 50° von links ging es etwas holprig aus der Kontrollzone. Danach war das Festland ziemlich bewölkt mit niedrigen Untergrenzen um die 1500-2000 ft, so dass wir z.T. etwas auf die See rausgeflogen sind, wo deutlich weniger und höhere Wolken waren. In Richtung Süden besserte sich das Wetter auch, ab Malmö war dann richtiges Sommerwetter mit wenigen Wolken, allerdings nur bis kurz vor Kopenhagen. Dort waren wieder mehr Wolken und es war ziemlich bockig, so dass ich wieder die Flucht nach oben antreten wollte, wobei der recht komplexe Luftraum rund um die Kopenhagener Verkehrsflughäfen Kastrup und Roskilde mir einige Sorgen bereitete ob das so einfach geht. Zum Glück ist die dänische Flugsicherung aber auch sehr locker, erwartet aber auch einige Professionalität: Steigfreigabe anfragen bei Kopenhagen Information, dann initial climb auf 3000 ft und während dem Steigen weiter zu Roskilde Approach, die dann den Luftraum bis 5000 ft kontrollieren, danach übernimmt Kastrup Departure, die uns bis FL 70 steigen lassen, mittem im relativ dichten Verkehr. So hatten wir einige Begegnungen mit Airlinern die gerade im Anflug auf Kopenhagen waren, natürlich immer schön gestaffelt und über den Wolken…

Weiter ging es dann also in FL70 in Richtung Fehmarn, wo wir auch schon mit dem Sinkflug unter die Wolken begonnen haben, da es von dort nicht mehr weit nach Hamburg ist. Hamburg Tower geht dann auch davon aus, das jemand mit Flugplan aus Schweden sich auskennen muss: Kurzer Einleitungsanruf, dann “ich seh schon alles in ihrem Flugplan, direkt nach November 2”, also keine Pflichtmeldepunkte, am Ende direkt ins Endteil der Piste 15. Die Landung bei fast Windstille und schönem Wetter dann diesmal ein Kinderspiel.

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26 May2010

Schweden-Exkurs: Rostock-Göteborg

  •   26. May 2010. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-EOIC, ESGP, ETNL, Mehrere Tage

Nach zwei Tagen Zwangspause in Rostock (erster Tag wegen der durchziehenden Kaltfront, zweiter Tag wegen starkem Wind und schlechtem Wetter in Schweden) sind wir heute nach Göteborg/Säve geflogen.

Das Routing führte von Rostock nach Rügen und dann geradeaus über die Ostsee und weiter Richtung Halmstad immer an der Küste entlang nach Göteborg. Etwas angespannt waren wir schon, wie wohl der Flug über die Ostsee sein würde. Schwimmwesten waren angelegt und das PLB lag griffbereit vorn im Cockpit.

Von Rostock aus ging es zunächst unter den Wolken in nur 1500-2000 ft bis nach Rügen, wo dann aber keine Wolken mehr waren, so dass wir auf die geplante Höhe von 5000 ft steigen konnten. Psychologische Erleichterung: Noch Deutschland unter uns konnten wir schon das gegenüberliegende Ufer schemenhaft erkennen! Nach 25 min über dem Wasser sind wir dann auch schon in Schweden angekommen, alles in allem also einfacher als zunächst gedacht. Der Blick nach links und rechts, wo kein Land zu sehen war, hat für mich die Beschreibungen allerdings bestätigt, das Meer und Himmel zu einer einzigen grau-blauen Masse zusammenlaufen und das Horizontbild so nicht mehr ganz klar erkennbar ist, was Höhe halten und geradeaus fliegen natürlich etwas erschwert. Gut also, das wir das Land immer im Blick hatten.

Fliegen in Schweden ist dann wieder ganz einfach und entspannt – typisch schwedisch würde ich sagen. Obwohl dort jeder Flughafen seine eigene TMA hat, in der man sich beim lokalen Tower melden muss und der Luftraum auf der Karte auch ziemlich komplex aussieht, braucht man sich da keine Sorgen zu machen. Die Lotsen von Sweden Control kümmern sich um Freigaben im kontrollierten Luftraum und man wird von TMA zu TMA immer schön durchgereicht. Außerdem ist alles Airspace C und damit gibt’s natürlich auch Staffelung, so das man auch als Pilot die Landschaft genießen kann.

Obwohl die Landschaft von oben grundsätzlich in Südschweden nicht groß anders als in Norddeutschland ist, erkennt man doch schon die typischen Klischees: Rote Holzhäuser, viel Wald, viel Wasser. Weiter in Richtung Göteborg wird es auch zunehmend hügeliger und es beginnen schon die großen Waldgebiete unterbrochen von kleinen Seen. An der Küste fehlen Sandstrände fast vollständig, dafür kann man die Schären schon gut erkennen, die aber noch nicht so zahlreich wie etwa in Stockholm sind.

Göteborg ist dann schon von weitem als größte Stadt auf dem gesamten Weg zu erkennen, man darf leider nicht direkt über die Stadt fliegen, aber für Sightseeing reicht es auch so. Zum Landen zeigt sich dann, das die schwedischen Luftfahrt-Karten tatsächlich ziemlicher Mist sind, ich hatte die ganze Zeit so etwas wie eine Landebahn im Blick, die Karte sagt aber, der Flugplatz ist dort nicht. Beim nächsten Mal vertraue ich meinem Blick doch mehr: Der Flugplatz war natürlich dort und nicht wie auf der Karte eingezeichnet… Das Wetter meinte es dann beim Anflug auch wieder gut mit uns, obwohl Wind mit 5 kt auf der Bahn angesagt war, waren 10 kt Seitenwind genau 90° zur Bahn, so konnten wir also auch wieder einmal eine Seitenwindlandung üben.

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23 May2010

Schweden-Exkurs: Augsburg-Leipzig-Rostock

  •   23. May 2010. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-EOIC, EDDP, EDMA, ETNL, Mehrere Tage

Heute ging es los zu unserem Ausflug nach Schweden. Wenn das Wetter die ganze Zeit perfekt sein sollte – was leider wohl nicht zu erwarten ist – dann soll es bis nach Arvidsjaur gehen.

Die erste Etappe war heute von Augsburg nach Rostock, wobei wir in Leipzig kurze Mittags- und Tankpause gemacht haben. Der Flug war sehr ruhig in FL75 bzw. FL95 über den Wolken, kurz nach dem Start in Augsburg hat man schon die Thermik gemerkt, also haben wir gleich die Flucht nach oben angetreten. In Leipzig war dann die Bewölkung mit BKN angesagt, also mussten wir ein größeres Loch suchen, um unter die Wolken sinken zu können. Das ging auch ganz gut ohne kreisen zu müssen und so sind wir sicher auf der 26L gelandet.

Nach einer ausgedehnten Pause in Leipzig ging es dann weiter nach Rostock. Obwohl die Wolken sich fast aufgelöst hatten, sind wir über die Thermikobergrenze (und damit dann später über die Wolken) gestiegen, um einen ruhigen Flug zu haben. Ca. 45 min vor Rostock konnten wir dann schon die heranrückende  Kaltfront sehen, die die Wolken ziemlich hoch auftürmte. Sicherheitshalber sind wir dann schon relativ früh unter die Wolken gesunken, die Thermik war aufgrund der hohen Bedeckung auch schon fast zusammengebrochen, so dass es auch unter den Wolken recht ruhig war.

Die Landung in Rostock war wegen der 20 kt Wind, die aber nur 10-20° schräg zur Bahn standen, etwas bockig aber trotzdem ziemlich sanft.

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