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25 Jul2011

Hamburg-Exkurs: Hamburg-Strausberg

  •   25. July 2011. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-ECHK, EDAY, EDDH, Mehrere Tage

Eigentlich sollte es schon vor zwei Tagen wieder zurück nach Hause gehen, aber leider spielte das Wetter nicht mit. Vorgestern mit 18G32 kt Wind, vorhergesagten starken Turbulenzen und auch Regen, gestern dann mit etwas weniger Wind dafür aber so tiefen Untergrenzen und schlechter Sicht das es auch nicht ging.

Da ich heute und morgen eh geschäftliche Termine in Berlin habe, bin ich dann halt nach Berlin geflogen – bzw. da Schönefeld oder Tegel eh nicht sinnvoll sind – diesmal nach Strausberg.
Das Wetter war auch nicht besonders toll, die Untergrenzen ca. bei 1400 ft vorhergesagt mit Schauern bzw. gebietsweise Regen, aber es hilft ja nichts…

In Hamburg habe ich dann so lange gewartet, bis alle METARs bzw. SYNOPs von unterwegs halbwegs gut waren. Nachdem an dem Tag offensichtlich eh kein normaler Mensch fliegt, haben mich die Lotsen auch ganz professionell abgewickelt, ich konnte gleich auf der Bahn starten, die eigentlich gerade zum Landen benutzt wurde, die aber die kürzere Abflugstrecke zum Pflichtmeldepunkt hatte. Da ziemlich viel Verkehr war, gings auch gleich mit einem Sofortstart raus (“Keep it rolling…”).

Es ging dann immer der Elbe entlang in Richtung Berlin, dabei standen ziemlich viele Schauer bzw. Regengebiete im Weg rum, denen ich immer – so gut es ging – ausgewichen bin. Das führte dann etwas nach Süden, da in Richtung Norden scheinbar noch Dauerregen war, aber egal.

Im Funk war es wie erwartet ruhig, kein Mensch unterwegs bei dem Wetter. Bzw. fast keiner, zwei haben sich doch gemeldet, einer hörbar unsicher und angespannt in einer 152er der nach Verkehrs- und Wetterinformationen gefragt hat, und nach Barth wollte. Da habe ich mir nur gedacht, dass das ein armer Kerl sein muss, der hat ja vermutlich Avionik-technisch nix brauchbares für diese Bedingungen – da lobe ich mir das G1000 und bin immer mehr der Meinung das ich große Ausflüge in Zukunft nur noch mit den G1000-Fliegern machen werde. Es war ja schon etwas anstrengend, immer auf die Höhe zu achten, da die Wolken so tief waren, dann noch draußen den besten Weg ohne starken Regen suchen, nicht zu sehr vom Ziel-Kurs abzukommen und nebenbei ja auch noch das Flugzeug fliegen. Mit dem G1000 war das alles ziemlich entspannt, der AP nimmt einem schonmal das Fliegen ab, so dass genügend Zeit für Karte und rausschauen bleibt und nebenher passt die Terrain-Warnung noch auf, das man keinen Masten in der Karte übersehen hat oder im Eifer des Gefechts auf hügeliges Gelände zufliegt wo die Wolken vielleicht aufliegen.

Kurz vor Berlin wurde das Wetter dann auch – wie vorhergesagt – etwas besser, so dass das letzte Stück doch noch mit relativ schöner Aussicht war.

Strausberg war dann einfach zu finden, die Platzrunde auch einfach zu fliegen und die Landung entsprechend sanft und ruhig. Der Platz ist sehr nett, die Leute auch, ich bekam gleich im Funk noch einen Hangar-Platz angeboten. Dann später bekam ich ganz selbstverständlich auch noch ein S-Bahn-Ticket und man hat mich zum Bahnhof gefahren (obwohl es eigentlich nur 7 min Fussweg sind). Die S-Bahn fährt alle 40 min. Ergo: Viel besser als Schönhagen, und im Prinzip nur 10 Flugminuten mehr.

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20 Jul2011

Hamburg-Exkurs: Bremen-Hamburg

  •   20. July 2011. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-ECHK, EDDH, EDDW, Mehrere Tage

Heute ging es dann von Bremen aus weiter zu unserem eigentlichen Ziel: Hamburg. Während im Süden wie vorhergesagt die Bedingungen unfliegbar waren, hatten wir in Bremen schönes CAVOK mit einigen Cumuli.

Der Abflug war daher recht einfach, die Bremer Kontrollzone ist doch recht übersichtlich. Man folgt nach Norden einfach der Weser, da kommt dann irgendwann der Meldepunkt. Von Bremen nach Hamburg wäre es direkt nur etwa eine halbe Stunde, da wir Zeit hatten, haben wir jedoch einen Sightseeing-Flug entlang der Weser, dann der Nordsee-Küste und wieder der Elbe entlang nach Hamburg gemacht.

Die Sichten waren ziemlich gut, so dass man sehr schön die Nordsee und auch die kleinen Inseln und Halligen sehen konnte. Außerdem war gerade Ebbe und ich habe mal eine Vorstellung davon bekommen, wie weit das Wasser sich wirklich zurückzieht. Wir sind dann eben der Küste entlang nach Cuxhaven und dort hätte ich mich beinahe verflogen, war ich doch der Meinung man muss die Elbe einfach überqueren und sich dann rechts halten um nach Hamburg zu kommen. Das stimmt aber gar nicht… man muss nämlich beinahe umdrehen und wieder nach Südosten fliegen.
Die Elbmündung selber ist ziemlich beeindruckend, immerhin ist die Elbe dort dann fast 25 km breit (wie ich der Karte vom G1000 entnommen habe). Von oben sah es natürlich gar nicht so weit aus, aber von unten sieht man ja dann das andere Ufer schon lange nicht mehr.

Wir sind dann also der Elbe gefolgt, immer schon den Funk von Hamburg im Ohr. Dort war in der Kontrollzone ziemlich viel los, daher habe ich beschlossen, mich schon mal so 7-8 min vor dem Meldepunkt zu melden – das war zu spät… 1 min vor dem Meldepunkt – ich wollte schon mal mit Kreisen anfangen, hat der Lotse dann endlich überhaupt mal geantwortet (!) “stand by…”. Daraufhin bin ich von kurz vor WHISKEY in Richtung CHARLY geflogen, in der Hoffnung er würde sich ja endlich bald mal melden. Hat er dann ca. 4 min vor CHARLY auch, und sich offenbar gefreut das wenigstens mal einer Landen will und nicht nur Sightseeing über der Innenstadt machen. Wir hatten jedenfalls vorher einige gehört, die mit Vectors irgendwohin gelotst wurde und dann dort warten mussten. Wir durften aber jedenfalls einfach von CHARLY der Autobahn folgend direkt in Richtung Endteil 05. In Hamburg muss man dann nochmal “Platz in Sicht” melden und wird dann von der einen auf die andere Towerfrequenz weitergereicht, die dann die Landefreigabe erteilt. Die Landung war dann jedenfalls bei wenig Wind wieder sehr sanft und ruhig.

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01 Jun2010

Schweden-Exkurs: Hamburg-Nürnberg-Augsburg

  •   1. June 2010. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-EOIC, EDDH, EDDN, EDMA, Mehrere Tage

Nach zwei Tagen Hamburg ging es heute wieder zurück nach Hause. Nachdem wir endlich getankt hatten (nur Bargeld, also zurück vom GAT zum Terminal und Geld holen) sind wir um kurz nach 13:00 losgekommen. Ich wollte unbedingt vollgetankt losfliegen, da für große Teile von Mittel- und Süddeutschland nur D- und M-Bedingungen vorhergesagt waren und wir demzufolge nicht genau wussten, ob wir zwischenlanden werden und wo.

Zum Glück war das Wetter dann doch gar nicht so schlecht wie angedroht, ab kurz nach Hannover war es zwar bedeckt und wir konnten einige Schauer sehen, aber die Wolkenuntergrenzen waren um die 4000 ft, so dass wir bequem und auch trocken fliegen konnten. Durch die Wolkenabschirmung auch sehr ruhig.

Wir haben dann entschieden, in Nürnberg kurz Pause zu machen und nochmal das Wetter zu checken, weil es nach Süden schlechter werden sollte und auch recht dunkel aussah. In Hamburg hatten die Bremsen der IC endgültig ihren Dienst quittiert (die ganze Zeit gingen sie wenigstens ein bisschen), so dass wir beim Abflug und in Nürnberg das erste Mal auch ohne Bremsen rollen mussten. Das ging auch ganz gut, alles sehr langsam und vorsichtig…

Nach einer kurzen Pause ging es dann von Nürnberg nach Augsburg weiter. Es gab zwar einige kurze Schauer unterwegs (die uns das Flugzeug-Putzen ersparten) aber kaum Sichtverschlechterungen dadurch. Die Landung in Augsburg war dann auch einsam und allein und sehr ruhig. Viele hatten ihre Flüge abgesagt wegen dem Wetter, aber insgesamt waren die Sichten völlig in Ordnung (>10 km) und auch sonst waren eben einfach nur dunkle Wolken am Himmel. Für Sightseeing also vielleicht ein bedrohlicher Anblick, aber zum Fliegen auch nicht viel anders als an Tagen mit strahlendem Sonnenschein (doch etwas schon: keine Thermik).

So geht nach 12 Flugstunden und zurückgelegten 1284 NM (2377 km) ein erlebnisreicher Ausflug zu Ende.

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29 May2010

Schweden-Exkurs: Göteborg-Hamburg

  •   29. May 2010. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-EOIC, EDDH, ESGP, Mehrere Tage

Zwei Tage haben wir Göteborg besichtigt, das immer wieder eine Reise wert ist. Nachdem das Wetter für einen Flug in Richtung Stockholm nicht mitspielt, standen heute Kopenhagen oder Hamburg als Optionen. Angesichts der Vorhersage mit sehr schlechtem Wetter, haben wir uns für Hamburg entschieden, dort kann man doch mehr unternehmen als in Kopenhagen.

Also sind wir gegen Mittag in Göteborg gestartet, nachdem wir dort noch für sagenhafte 1,52 € pro Liter getankt hatten. Der Abflug war recht “interessant”: bei 18 in Böen 24 kt Wind mit 50° von links ging es etwas holprig aus der Kontrollzone. Danach war das Festland ziemlich bewölkt mit niedrigen Untergrenzen um die 1500-2000 ft, so dass wir z.T. etwas auf die See rausgeflogen sind, wo deutlich weniger und höhere Wolken waren. In Richtung Süden besserte sich das Wetter auch, ab Malmö war dann richtiges Sommerwetter mit wenigen Wolken, allerdings nur bis kurz vor Kopenhagen. Dort waren wieder mehr Wolken und es war ziemlich bockig, so dass ich wieder die Flucht nach oben antreten wollte, wobei der recht komplexe Luftraum rund um die Kopenhagener Verkehrsflughäfen Kastrup und Roskilde mir einige Sorgen bereitete ob das so einfach geht. Zum Glück ist die dänische Flugsicherung aber auch sehr locker, erwartet aber auch einige Professionalität: Steigfreigabe anfragen bei Kopenhagen Information, dann initial climb auf 3000 ft und während dem Steigen weiter zu Roskilde Approach, die dann den Luftraum bis 5000 ft kontrollieren, danach übernimmt Kastrup Departure, die uns bis FL 70 steigen lassen, mittem im relativ dichten Verkehr. So hatten wir einige Begegnungen mit Airlinern die gerade im Anflug auf Kopenhagen waren, natürlich immer schön gestaffelt und über den Wolken…

Weiter ging es dann also in FL70 in Richtung Fehmarn, wo wir auch schon mit dem Sinkflug unter die Wolken begonnen haben, da es von dort nicht mehr weit nach Hamburg ist. Hamburg Tower geht dann auch davon aus, das jemand mit Flugplan aus Schweden sich auskennen muss: Kurzer Einleitungsanruf, dann “ich seh schon alles in ihrem Flugplan, direkt nach November 2”, also keine Pflichtmeldepunkte, am Ende direkt ins Endteil der Piste 15. Die Landung bei fast Windstille und schönem Wetter dann diesmal ein Kinderspiel.

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