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16 Jan2019

Bozen

  •   16. January 2019. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-GIGA, EDMA, LIPB

Seit Anfang Januar ist die “Schneekatastrophe” über uns hereingebrochen, wie die Zeitungen so schön schreiben. Früher hieß das mal “Winter mit viel Schnee”. Heute war nach den ganzen Schneefällen der erste Tag mit richtig schönem Wetter und den musste ich natürlich gleich sinnvoll verbringen und mir den ganzen Schnee mal von oben anschauen.

Da die Strecke nach Bozen immer wieder schön ist, ging es heute als Auftakt für 2019 gleich nochmal dort hin. Es war heute überall Severe CAVOK mit bester Fernsicht, wir sind aber trotzdem IFR losgeflogen, damit wir gleich, ohne den Airspace C um München beachten zu müssen, hochsteigen konnten. Auf Flugfläche 100 angekommen ging es dann gemütlich dahin, mit schönster Aussicht auf die tief verschneite Landschaft. Von oben sieht es einfach nur weiß aus, ob da 5 oder 50 cm Schnee liegen, sieht man nicht. Zumindest im Flachland und Alpenvorland nicht. Nach dem groben Höhenverschätzer von vor Weihnachten im Sarntal ging es heute wieder über den Jaufenpass und Meran nach Bozen. Ab kurz hinter dem Brenner lag dann auch – wie erwartet – nur noch oben auf den Bergen Schnee. Die Täler waren alle frei.

Nach der Landung in Bozen wollten wir eigentlich im Flughafen was essen, aber die kleine Bar hat gerade geschlossen – laut Aushang wegen Besitzerwechsel. Also ging es zu Fuss mal ins angrenzende Gewerbegebiet, wo es auch ein ganz kleines, einfaches aber nettes Bistro gibt, wo auch frisch gekocht wird. So ging es dann wohlgesättigt wieder zum Flieger zurück.

Ich wollte dann noch etwas Sightseeing machen und hatte einen Z-Flugplan aufgegeben, der ab UNKEN (das ist ein Fix auf dem Weg nach Salzburg) den Flugregelwechsel machte. Daher ging es erstmal der Brenner-Autobahn folgend an der Seiser Alm vorbei zum Brenner und dann rechts ab in Richtung Mayrhofen. Der Lotse von Innsbruck Radar war entsprechend ein bisschen verwirrt, warum ein Flug nach Augsburg UNKEN im Flugplan hat. Wir haben ihm dann gesagt “wegen Sightseeing” und er hat dann gleich gemeint das sei gut und wir sollten bei ihm bleiben, er gibt uns dann zu Salzburg Radar. Gesagt – getan – ging es mit einer wunderschönen verschneiten Landschaft unter uns dahin. Zuerst nach Mayrhofen und dann direkt über die Berge nach UNKEN. Dort – in den höheren Bergen – konnte man schon sehen, das sehr viel Schnee liegt. Zum Teil konnte man die Lawinen-Sollbruchstellen gut erkennen und auch einige abgegangene Lawinen waren zu sehen, leider immer erst zu spät bzw. genau unter uns, so dass es keine Fotos gibt.

Nach der Übergabe an Salzburg Radar haben ich den Lotsen dann gefragt, ob wir bei ihm gleich den IFR-Pickup machen können. Das würde einfacher sein, als bei der deutschen Flugsicherung. Er hat das dann gemacht und uns gleich darauf an die DFS übergeben. Dann ging es auf direktem Weg quer über München nach Maisach und dann das ILS runter wieder zurück nach Augsburg. Das war ein sehr schöner fliegerischer Start ins neue Jahr.

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15 Dec2018

Bozen – Friedrichshafen

  •   15. December 2018. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-GIGA, EDMA, EDNY, LIPB

Heute sollte es nochmal – zum voraussichtlich letzten Mal in diesem Jahr – losgehen. Wir wollten nur eine schöne Runde drehen und ein bisschen die Landschaft anschauen. Seit Tagen sitzen wir in München unter zähem Hochnebel und die Sonne scheint nicht – in den Bergen ist bestes Wetter. Das ist genau das Wetter, warum ich IFR gemacht habe – in Augsburg kommen wir weg und auch wieder zurück und unterwegs ist es schön.

Wir sind also auf einem Y-Flugplan in Augsburg gestartet, der Hochnebel war dicker als gedacht und ging von etwa 2500 ft bis 5000 ft – drinnen waren die Temperaturen um die -4 °C aber nur ganz wenig Eis. Als wir oben rausgekommen sind, war blauer Himmel, Sonnenschein und ein wunderbares Alpenpanorama. Wir wollten nach Bozen, dann dort einen Kaffee trinken und ein bisschen in den Bergen rumfliegen. Etwa ab Murnau war kein Hochnebel mehr, wir haben querab Garmisch IFR gecancelled und sind dann VFR geradeaus zum Brenner geflogen und dann heute auch dort mal geradeaus weiter über das Sarntal nach Bozen. Die Strecke bin ich erst einmal geflogen, das Tal ist relativ eng, daher haben wir zu spät mit dem Sinken begonnen und waren viel zu hoch. Mehr als 2000 ft pro Minute wollte ich unseren Ohren nicht zumuten, evtl. hätte man es sogar geschafft (zumindest laut Synthetic Vision), aber das war mir zu gefährlich. Also haben wir in 2600 ft ausgelevelt und dem Tower in Bozen gesagt, dass wir über den Platz in die Platzrunde gehen und noch eine Platzrunde drehen zum landen. Es war – wie eigentlich immer – die Piste 19 in Betrieb und die Landung dann ruhig.

Nach einer kurzen Pause ging es wieder los, es sollte nach Friedrichshafen gehen. Also sind wir über Meran zum Reschenpass geflogen, dann weiter nach Landeck und dann das Paznauntal entlang, an Ischgl vorbei zur Silvretta. An der Biehlerhöhe dann in Richtung Norden das Montafon entlang in Richtung Bludenz. Von dort kann man dann schon den Bodensee sehen. Wir haben Altenrhein links liegen lassen und sind östlich der Rheinmündung nach Lindau und dann nach Friedrichshafen geflogen. Ein wunderschöner Genußflug – die Berge waren schon tief verschneit und auf den Gipfeln die Skifahrer unterwegs. Dazu Sonnenschein und beste Fernsicht – was will man mehr.

Friedrichshafen lag am Rand des Hochnebels, aber noch in der Sonne. Nach einem Imbiss ging es dann – natürlich IFR – zurück nach Augsburg. Mittlerweile begann es auch in Friedrichshafen, wieder zuzuziehen. Der Lotse hat uns dann ungefragt direkt nach MA011 freigegeben, dem für uns geschicktesten Wegpunkt auf dem GPS-Approach nach Augsburg. Bei ungefähr 5000 ft sind wir dann wieder in den Hochnebel eingetaucht und eine Weile dahin geflogen. Im Gegensatz zu heute morgen gab es jetzt aber ganz gut Eis in den Wolken. Zum Glück haben wir ja Deicing und das hat ganz gut funktioniert. Ein Stück musste ich das sogar von “Normal” auf “High” stellen, da wir in der “Normal”-Stellung leicht Eis angesetzt haben. Der Anflug war trotzdem ruhig und die Landung sanft.

Das war dann das Fliegerjahr 2018. Dieses Jahr sind wieder 78,7 h Blockzeit (67 h Flugzeit) und 61 Landungen zusammengekommen. Die Ausflüge nach Mallorca und nach Lviv werden besonders in Erinnerung bleiben. Mal sehen, wo es nächstes Jahr an weiteren Zielen hingehen wird. Die GIGA möchte ich jedenfalls nicht mehr missen, die macht Spass und immer wieder Lust auf mehr.

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17 Nov2018

Egelsbach – Augsburg

  •   17. November 2018. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-GIGA, EDFE, EDMA, Mehrere Tage

Nach dem Seminar in Egelsbach ging es dann wieder nach Hause. Das Wetter war gut – überall wolkenlos – und damit ein ruhiger Flug zu erwarten. Da es schon spät war und in die Nacht reingehen würde, sind wir gleich IFR (also auf einem Z-Flugplan) nach Hause geflogen.

Schon kurz nach dem Start in Egelsbach gab es die Clearance und den IFR-Pickup und dann haben wir die Strecke nach Augsburg abgespult. Dabei konnten wir wieder einen schönen Sonnenuntergang aus der Höhe beobachten, in Egelsbach war die Sonne am Boden gerade untergegangen, als wir losgeflogen sind. In der Höhe sieht man die ja noch etwas länger.

Der Anflug und die Landung waren dann auch ruhig und danach ging es mit vielen neuen Informationen wieder nach Hause, wo ich mir schon mal die nächsten Schritte für die Reise über den großen Teich überlegen kann…

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16 Nov2018

Augsburg – Kassel – Münster/Osnabrück – Dortmund – Siegerland – Egelsbach

  •   16. November 2018. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-GIGA, EDDG, EDFE, EDGS, EDLW, EDMA, EDVK, Mehrere Tage

Morgen ist Nordatlantikseminar bei der AOPA in Egelsbach, zu dem wir angemeldet sind. Irgendwann muss man sich endlich ja ein bisschen intensiver auf geplante Reisen vorbereiten 😉

Nachdem das schon um 9 Uhr morgens los geht und das Wetter im November ja immer recht nebelsicher ist, wollten wir schon am Freitag anreisen. Also ging es heute von Augsburg nach Egelsbach. Allerdings hatten wir uns überlegt, wenn wir schon mit 2 Piloten unterwegs sind, könnte man ja einen kleinen Umweg einlegen und den Tag zum IFR-Trainingstag machen. Gesagt, getan ging es gemütlich los, es war außer etwas Hochnebel heute in Deutschland überall schön vorhergesagt und damit lagen ein paar entspannte und schöne Flüge vor uns.

Wir haben uns bei den Flügen dann jeweils abgewechselt. Also ging es mit mir als Copilot los – zunächst nach Kassel. Dort hatte ich noch einen Landegutschein übrig, wäre ja schade, wenn der verfällt. Nach dem Start ging es noch durch den Hochnebel über Augsburg, aber schon ab der Donau war es schön. Das erste Mal als Copilot konnte ich mich direkt mal aufs Fotografieren konzentrieren. Das war sehr entspannend und es war ein Genuss, einige Täler war noch mit Nebel zugelaufen, das finde ich immer wieder sehr schön anzuschauen.

Nach einer kurzen Pause in Kassel bin ich dann nach Münster/Osnabrück geflogen. Dort war ich noch nicht und der Flugplatz fehlt damit noch auf meiner Verkehrsflughafen-Liste (die angesichts der ganzen Auslandsflüge in letzter Zeit etwas in Vergessenheit geraten ist). Die Landschaft dort oben kenne ich auch noch nicht, in den Nordwesten Deutschlands kommt man irgendwie nicht so oft. Wir sind dort auch nur kurz zum Bezahlen der Landegebühren und auf einen Kaffee ausgestiegen und dann ging es auch schon weiter nach Dortmund (wieder mit mir als Copilot).

Dort haben wir dann getankt und nach dem kurzen Tankstopp haben wir mit spitzen Bleistift die verbleibende Zeit geplant, denn wir mussten vor Einbruch der Nacht in Egelsbach sein. Ich wollte aber gerne – wo es schon auf dem Weg lag – nochmal in Siegerland landen. Der Platz fehlt nämlich auch noch auf meiner Verkehrsflughafen-Liste (warum auch immer der da überhaupt drauf steht). Also sind wir zügig von Dortmund dort hin geflogen, schnell gelandet, Gebühren gezahlt, Plätze getauscht und gleich wieder weiter nach Egelsbach.

Ich habe dann mal probiert, ob man sich den Umweg um Frankfurt sparen kann und per Midfield-Crossing am Frankfurter Flughafen nach Egelsbach kommt. Zeitlich hätte es zwar auch so gerade noch gepasst, aber warum nicht noch ein bisschen Spass haben und ein paar Minuten sparen. FIS hat den Durchflug dann abgeklärt und gleich genehmigt bekommen, also ging es dann von Norden mitten über den Frankfurter Flughafen und dann zur Landung nach Egelsbach. Ein “so haben wir uns das vorgestellt” von der Frankfurter Towerlotsin war ein nettes Lob.

Nach der Landung in Egelsbach ging es dann zum Abendessen noch in das neue Restaurant am Flugplatz. Das Schubecks ist ja schon eine Weile Pleite und auch die “Pferdetränke” als gutbürgerlicher Ersatz hat zu gemacht. Aber jetzt gibt es dort das Rodizio (http://rodizio-flughafen.de/) – einen Brasilianer. Das mussten wir natürlich gleich ausprobieren und wir wurden nicht enttäuscht. Gutes Essen, gute Drinks – da komme ich wieder. Nach 20 Sorten Fleisch vom Spieß und einigen ALC (After Landing Caipirinha) ging es gut gesättigt ins Hotel. Ich bin schon gespannt, wie morgen das Seminar wird.

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05 Nov2018

Leipzig

  •   5. November 2018. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-GIGA, EDDP, EDMA

Heute hatte ich einen geschäftlichen Termin in Leipzig. Da bot es sich natürlich an, gleich selber hin zu fliegen, zumal die Preise bei der Lufthansa bei kurzfristigen Buchungen so hoch sind, dass ich aus Sparsamkeitsgründen schon leider selber ran muss 😉

Es sollte also eigentlich gleich früh losgehen, aber das Wetter war zwar zum wegkommen in Augsburg noch in Ordnung, nur zum ankommen in Leipzig zu schlecht. Das ILS-Minimum liegt in Leipzig bei 200 ft über Grund, es hatte zunächst OVC001 und dann OVC002 – also bedeckt in 100 bzw. 200 ft über Grund und dazu noch Sichten um 500 m. D.h. zu schlecht um selbst IFR dorthin zu kommen, ILS CAT 2 (oder 3) kann der Flieger nicht und ich auch nicht… also hieß es erstmal abwarten, bis sich in Leipzig das Wetter etwas bessert.
Nachdem sich in zwei METARs die Sichten gebessert hatten, es aber hartnäckig bei OVC002 blieb, im TAF aber eigentlich noch Nebelauflösung versprochen war, sind wir dann mit etwa einer Stunde Verspätung weggeflogen.

In Augsburg war noch Hochnebel, durch den wir aber sehr schnell durch waren und schon ab der Donau war es wolkenlos und bestes Wetter. Der Flug war ruhig und mit 30 kt Rückenwind ziemlich flott, etwa ab Kulmbach hat man dann auch die ATIS von Leipzig reinbekommen. Die war allerdings nicht so toll, denn der Nebel war immer noch zäh bei 200 ft Untergrenze. Allerdings versprach die ATIS als Trend auch “nil significant clouds”. Also war das wohl am Auflösen. Ich dachte dann, dass der Flugplatz wohl genau an der Grenze von Nebel sein müsste, da wir ja die ganze Zeit bei bestem Wetter unterwegs waren. Allerdings begann dann kurz hinter Gera wieder der Hochnebel unter uns. Das war also noch ein größeres Gebiet. Im Approach-Briefing habe ich den Plan daher notiert: wenn es immer noch bedeckt bei 200 ft ist, würden wir genau einen Anflug auf Leipzig machen und im – nicht unwahrscheinlichen – Fall, dass wir am Missed Approach Point noch in den Wolken wären, sofort zu unserem Alternate nach Dresden fliegen (dort war laut der ATIS schon CAVOK). Wie heißt es so schön bei Human Performance “avoid target fixation”. Mein Termin würde dann ins Wasser fallen, aber so ist es halt. Es ist ja auch nicht gesagt, dass die Lufthansa pünktlich oder überhaupt ankommt.

Im Anflug gab es dann viermal eine neue ATIS (“special met report”) und bei der letzten, die wir abgehört haben, war dann die Wolkenuntergrenze bei 300 ft. Das war erfreulich. Im Anflug selber war es dann gar nicht so schlimm, wie das METAR vermuten lässt, gemessen war die Wolkenuntergrenze vermutlich bei 300 ft, aber man konnte so ca. 400 ft über Grund schon schemenhaft das Approach Lighting erkennen. Die Landung war dann ruhig und anschließend ging es mit dem Taxi in die Stadt, knapp hinter dem Flughafen war da schon wolkenlos und Sonnenschein.

Am Nachmittag ging es wieder nach Hause. Mittlerweile war in ganz Deutschland der Hochnebel verschwunden, also war ein einfacher Flug nach Hause zu erwarten. Wir hatten zwar die 30 kt Wind vom morgen auf der Nase und damit dauerte es etwas länger, aber der Flug an sich war ruhig und entspannt. Für den GPS-Anflug gab es noch eine Abkürzung, so dass wir nicht das ganze Verfahren fliegen brauchten. Vorher konnten wir noch den Sonnenuntergang genießen. Die Landung in Augsburg war dann die erste Nachtlandung dieser Saison, mittlerweile war es komplett dunkel geworden.

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29 Sep2018

Bozen – Salzburg

  •   29. September 2018. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-GIGA, EDMA, LIPB, LOWS

Früher habe ich immer meine Oktoberfest-Rundflüge gemacht, aber seit der Flugverbotszone um das Oktoberfest macht das keinen Spass mehr. Da muss man IFR fliegen, damit man drüber darf oder ansonsten eine ziemlich große Runde drumrum. Also gibt es jetzt eben andere Ziele und vielleicht gehts ja doch übers Oktoberfest.

Das Wetter war heute perfekt, also bot sich eine etwas größere Runde an. Es ging gemütlich nach Sichtflugregeln erstmal nach Bozen, über Garmisch, Brenner und Meran – bei bester Fernsicht und absolut ruhigem Flugwetter. Nach einem Kaffee dort ging es dann über die Seiser Alm, Brenner, Gerlospass, Zell am See und den Pass Lueg nach Salzburg zum Hangar 7 zum Mittagessen. Die Berge waren sehr klar, also war es ein wunderschöner Genussflug. Lediglich am Pass Lueg war es ein klein bisschen turbulent, das ist schon eine ziemlich blöd in die Landschaft gebaute Düse… und der Radar-Lotse von Salzburg ein echt fauler Mensch, das habe ich in Österreich bisher noch nie erlebt, dass man eine Strecke anfragt (ich wollte den GPS-Approach auf Salzburg fliegen, dann ist man am Pass Lueg nämlich nicht so tief) und der dann sagt, wir sollten außerhalb vom kontrollierten Luftraum bleiben – obwohl sonst Funkstille war. Wir haben dann den kontrollierten Luftraum GPS-akkurat auf 0.1 NM genau um- bzw. unterflogen, das mache ich sonst eigentlich nicht.

Der Tower-Lotse in Salzburg war dann wieder wie gewohnt freundlich und wollte uns eigentlich auch direkt auf der Piste 33 landen lassen, obwohl die 15 in Betrieb war. Musst sich dann aber kurzfristig auf die 15 Unentschieden, weil da ein paar andere Trödler unterwegs waren. Das hasse ich immer, wenn man so Leute im Funk hört, wo man dann nicht so genau weiß, ob sie eigentlich wissen, was sie machen.

Die Landung war dann jedenfalls ruhig, die Begrüßung im Hangar 7 gewohnt freundlich und anschließend sollte es dann IFR wieder nach Augsburg gehen – um übers Oktoberfest zu fliegen. So war es dann auch, von Salzburg aus gab es Radar-Vectors zum GPS-Anflug auf die Piste 07 in Augsburg und die führten in 5000 ft exakt über die Wiesn. Bei nächsten Mal muss ich mal die GoPro außen senkrecht nach unten anbringen, sonst ist das mit den Fotos immer so ein Problem wenn es genau unter uns ist.

Der Anflug auf Augsburg war dann ganz interessant: wir waren gerade für den GPS-Anflug freigegeben, da hieß es „disregard clearance, maintain altitude, heading 360 – there is an airplane with engine problems“. Also Anflug abbrechen und hoffen, dass nicht die Landebahn blockiert ist und es nicht allzu lange dauert. Der Lotse hat uns dann ein etwas größeres Viereck fliegen lassen und dann konnten wir unseren Approach fliegen und landen. War also scheinbar doch nichts weiter, jedenfalls wusste die Bodencrew nichts davon.

Die wusste allerdings, dass ein Flieger vom Münchner Fliegerverein, der vor ein paar Tagen auf einem Feld unweit vom Flughafen notlanden musste, so komplett leergeflogen war, das in den Tank sogar die normalerweise nicht ausfliegbare Menge an Benzin ging. Das Tolle: es war sogar ein Fluglehrer an Bord. Da würde ich eigentlich beiden Insassen erstmal sofort die Lizenz entziehen (sofern der Schüler überhaupt schon eine hatte) und dem Lehrer seine FI-Lizenz auch nicht mehr wiedergeben, falls sich herausstellt, dass es kein technischer Defekt war (war es anscheinend nicht, denn der betreffende Flieger ist schon am gleichen Tag wieder geflogen). Vermutlich wird aber gar nichts passieren und der Lehrer wird beim Fliegervereins-Stammtisch noch als cooler Hund gefeiert, weil er die Büchse so galant auf die Wiese gesetzt hat.

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