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02 Jan2017

Friedrichshafen

  •   2. January 2017. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-ELDS, EDMA, EDNY, IFR

Endlich war das Wetter wieder mal brauchbar – das musste natürlich gleich für den Jahreseröffnungsflug genutzt werden. Am vormittag lagen noch Reste einer Schichtwolkendecke über Bayern, Augsburg meldete stark bewölkt in 2000 ft, Memmingen schon CAVOK. Also perfektes Sichtflugwetter und über der nur noch schwachen Inversion würde auch beste Fernsicht sein.

In Augsburg angekommen hatte sich dann die Wolkendecke wieder verdichtet und war augenscheinlich unter 2000 ft abgesunken, meine Schätzung von 1000 ft war ziemlich gut, das METAR meldete scattered 900 ft. Irgendwie hadere ich immer noch mit IFR und Vereisung – am Boden waren -3 Grad, in den Wolken also noch kälter, oberhalb der Wolken zwar wärmer aber auch unter Null. Der DWD sagt natürlich dann leichte Vereisung an. Aber ist das wirklich so und ist das vor allem für uns ein Problem?
Wir sind dann VFR losgeflogen und recht bodennah unter den Wolken rumgeeiert. Erst kurz vor Memmingen waren dann die Wolkenlöcher groß genug, das man drübersteigen konnte. Der Flug war ruhig und die Fernsicht wirklich super, auch die verschneite Landschaft war schön anzusehen.

In Friedrichshafen war das Wetter dann auch gar nicht mehr so gut, 8000 m Sicht aber nur wenige Wolken (FEW) in 600 ft – da würde man also zur Not drumrum fliegen können. An sich eigentlich kein Problem – allerdings gegen die Sonne in diesen Dunst reinfliegen bedeutet praktisch: kaum Sicht. Es sah sogar erst so aus, als ob dort eine geschlossene Wolkendecke ist. Ich bin von ECHO aus langsam in den Dunst reingesunken und man hat auch nach unten immer den Boden gesehen, aber den Flugplatz nach Sicht finden – unmöglich. Für uns war das nicht so das Problem, da ich schon oft dort war und weiß, dass man immer der Eisenbahn folgt, die direkt zum Platz führt. Aber jemand, der noch nie am Platz war, für den ist so ein Wetter richtig gefährlich. Ich hatte anfangs auch überlegt, ob wir nicht umkehren sollen, letztlich ging es aber schon und die Landung war angenehm ruhig.

Es gab dann erstmal leckeres Essen beim Italiener, nach der Nachspeise verriet der Blick aufs METAR aber: da ziehts zu: scattered 600 ft ist VFR kein Spass. Also haben wir beschlossen, IFR zurückzufliegen, wohl wissend, dass wir im Falle von Vereisung mittlerweile bodennah positive Temperaturen hätten. Es ging also auf der Departure kurz durch Wolken – zu kurz als das da irgendwas ansetzen konnte – das sah von unten schlimmer aus, als es dann tatsächlich war. Danach bei schönstem Alpenpanorama zurück nach Augsburg, wo wir dann durch die mittlerweile dichte Schichtwolkendecke sinken mussten (-4 Grad drinnen, auch kein Eis). Dann sind wir noch ruhig das ILS runtergeflogen und in Augsburg wieder gelandet.
Insgesamt ein schöner erster Flug in diesem Jahr.

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30 Dec2016

Was war, was wird…

  •   30. December 2016. Written by Udo   •   Posted in Allgemein, Ground School

Eigentlich wollte ich im Dezember auch mal in die Luft kommen, aber diese blöde, stabile Herbstwetterlage mit ziemlich dünner Inversion und Nebel hat uns leider fest im Griff. Und an den Tagen wo es mal nebelfrei war, konnte ich nicht. Zum Mäuse melken… auch heute: weg wären wir gekommen bei 1200 m Sicht und bedeckt in 200 Fuß – aber nicht zurück. Der Wettermann von Augsburg war optimistisch und versprach eigentlich, dass der Nebel sich noch auflöst. Aber irgendwie sah das am Parkplatz vor dem Hangar schon nicht so aus und auch nach 2 Stunden warten und Pizza essen waren die Messwerte nicht besser. Also ging es unverrichteter Dinge wieder nach Hause.

Anyway, wieder geht ein schönes Jahr zu Ende, mit vielen schönen Ausflügen: San Francisco, 2x Budapest, Mittelmeer und noch ein paar kleinere – so sind dieses Jahr 81 h (93 Blockstunden) davon 37 h IFR und 56 Landungen zusammengekommen. Wenn es weiter so geht, habe ich nächstes Jahr mal mehr Stunden als Landungen im Flugbuch stehen. Insgesamt schon interessant, wie ein eigener Flieger die Stunden doch hochschraubt – dieses Jahr waren genau so viele Stunden wie letztes Jahr – dabei habe ich gar keine Ausbildung gemacht. Und wenn ich meine Planung so anschaue, dann wird das nächstes Jahr nicht weniger – ist halt fast immer ein Flieger da, wenn man ihn mal braucht und das auch kurzfristig.

30 Nov2016

Innsbruck

  •   30. November 2016. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-ELDS, EDMA, IFR, LOWI

Heute war wieder mal sehr schönes Wetter, dass muss genutzt werden, nachdem wir gerade meistens die übliche Herbstsuppe haben. Heute mal für ein Mittagessen in Innsbruck.

Am späten Vormittag ging es in Augsburg los, auf dem Hinweg IFR, damit wir den schönen Approach von oben ins Inntal genießen können. Der Start war ruhig, oberhalb der Inversion beste Fernsicht und 35 kt Wind aus Nordwest. So ging es also mit flotten 150 kt Groundspeed erst über München, zum Tegernsee und von dort über die Berge an Rattenberg vorbei auf den Localizer East. Es war ein wunderschöner, ruhiger Genussflug mit einem grandiosen Alpenpanorama. Und wider erwarten lag noch nicht mal viel Schnee.

Wir sind dann ruhig den Localizer runtergeflogen, es war nicht mal turbulent, was ich eigentlich angesichts der 30 kt Wind erwartet hatte. Die Landung auf der 26 in Innsbruck war dann sehr ruhig und danach gab es im Restaurant das wohlverdiente Mittagessen.

Danach hatte ich einen Z-Flugplan aufgegeben, wir wollten das Inntal rauf fliegen bis nach Kufstein und dort dann irgendwo den IFR-Pickup machen. Da es in Innsbruck windstill war, ging es auf der 08 raus und dann immer in ca. 5000 ft im Tal entlang, wo es nach Nordosten hin immer unruhiger wurde – was man auch gut an der erratisch rumspringenden Windanzeige vom G1000 gut “nachlesen” konnte. Zwischen Wörgl und Brannenburg war es dann etwas bockig, kaum im Flachland angekommen, war es wieder ruhig, dafür 25-30 kt Wind auf der Nase. Wie geplant haben wir dann unseren Pickup gemacht, sind gemütlich in 5000 ft mitten über München geflogen und heute per Non-Standard-Verfahren aufs ILS gesetzt worden. Das Maisach VOR war heute außer Betrieb und stand daher im Approach auch nicht zur Verfügung. Wir sollten dann erst “direct MA001” fliegen – einem Wegpunkt auf der Anfluggrundlinie, dann wollte uns der Lotse Vectors geben. Und: auch der Lotse kann sich mal verrechnen: für das Dogleg (zum Anschneiden des Localizers) hat er uns Heading 260 gegeben. Bei 250° final track und 20 kt Wind aus Nord wird das allerdings so nichts. Ist ihm dann auch aufgefallen gerade als ich ihn nach dem Sinn fragen wollte – mit Heading 280 war’s ein bisschen besser. Allerdings auch ziemlich spät, so dass wir den Glideslope beinahe von oben anschneiden mussten. Naja, der Rest des Anfluges und die Landung waren dann wieder sehr ruhig.

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13 Nov2016

Nürnberg

  •   13. November 2016. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-ELDS, EDDN, EDMA, IFR

Lange war ich nicht mehr auf einen “100 €-Kuchen” in Nürnberg und aktuell stehen keine Dienstreisen an, die man sinnvoll mit dem Flieger erledigen könnte, also haben wir einen der aktuell wenigen halbwegs schönen Tage genutzt und sind wieder mal in die Frankenmetropole geflogen. Damit ich nicht außer Übung kommen, gleich beide Legs als IFR-Flug.

Das typische süddeutsche Herbstwetter ist ja von einer Inversion geprägt, unter der sich wahlweise Nebel oder wenigstens Hochnebel hält und darüber ist es wolkenlos und schön. So auch heute. Die Hochnebeldecke war nur teilweise aufgelöst, man hätte auch drunter VFR fliegen können, insofern war das kein Faktor, aber ich muss ja das mit dem Icing noch einschätzen lernen. Also war ich ganz froh, dass wir beim Abflug zunächst die Freigabe auf 4000 ft bekamen – genau in die Hochnebeldecke rein, wo -4 Grad waren (knapp drunter übrigens 0 Grad). Aber kein bisschen Eisansatz, obwohl wir bestimmt 5 min drin waren. Obendrüber waren die Temperaturen dann wieder positiv (was zu erwarten war), also war das auch kein Risiko, da man jederzeit nach oben hätte flüchten können. Die Route führte genau über Neuburg/Donau zunächst nach UPALA und dann recht bald zu einem Wegpunkt in der Nürnberger Transition (DN452). Der Lotse hat dann noch zwei Airliner vor uns aufs ILS gesetzt und dann uns und wir sind ruhig dort gelandet und haben unseren Kaffee und Kuchen genossen.

Der Rückweg erfolgte dann bei einem schönen Sonnenuntergang und Alpenblick über der Inversion ab Nürnberg zunächst auch direkt nach Walda. Der Lotse von Donau Radar war aber gleich so nett und hat uns nach MA011 geschickt, was für den GPS-Approach sicherlich 10 min Flugzeit gespart hat. Man konnte in der Nähe der Donau auch von oben mehr oder weniger zusehen, wie sich die Hochnebeldecke immer mehr verdichtet und ausbreitet. Irgendwann sind wir dann durch gesunken und untendrunter war richtig schlechte Sicht und es war schon richtig dunkel. Man denkt immer gar nicht, wie stark selbst eine relativ dünne Wolkendecke (in dem Fall ca. 500 ft) die Sonne verdunkelt. VFR wär das jedenfalls kein Spaß gewesen bei der Suppe. Es ging so immer ganz knapp unter der Wolkendecke dahin auf den GPS Approach. Die Außentemperatur so um die -3 Grad und interessanterweise haben wir Eis angesetzt, obwohl wir gar nicht voll in den Wolken drin waren. Allerdings erstmal nicht an den Flügelkanten sondern oben auf den Flächen sowas wie Rauhreif. Die Schicht war nur teilweise und noch sehr dünn, aber ich schätze wenn man da noch eine Weile weitergeflogen wäre, hätte das sicher noch mehr angesetzt. Der Reif blieb jedenfalls bis nach der Landung erhalten und da es am Boden recht feucht war und schon wieder das Nebeln anfing, wurde er eher sogar stärker. Nach dem Tanken waren beide Flächen voll mit Reif.

Fazit: ein schöner Spaß-Flug und was das Icing angeht muss ich noch mehr Erfahrung sammeln. Dummerweise steht in den ganzen Theorieunterlagen nur “Icing ist gefährlich und muss vermieden werden” – allerdings steht da nicht, ob und wann es denn nun in welchen Wolken genau wieviel Eis gibt.

28 Oct2016

Luxemburg – Augsburg

  •   28. October 2016. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-ELDS, EDMA, ELLX, IFR, Mehrere Tage

Heute ging es von Luxemburg wieder nach Hause. In Luxemburg war es wieder dunstig, 3 km Sicht, 1400 ft Wolkenuntergrenze – also recht brauchbares Wetter, dafür war Augsburg das Sorgenkind. Als wir am Flugplatz angekommen waren, waren dort 2 km Sicht und bedeckt mit 400 ft Untergrenze. Man würde also am Missed Approach Point gerade 200 ft tiefer sein als die Wolken. Ich habe dann festgelegt, dass wir genau einen Anflug machen und wenn es nichts wird, dann sofort zum Alternate nach Memmingen fliegen, wo es sogar wolkenlos war. Ich finde es ist wichtig, einen festen Plan zu haben, den dann auch umzusetzen und nichts unnötig zu riskieren – ich will ja nicht so enden wie der Pilot gestern in Saarbrücken…

Der Start war dann ruhig, die SID hat uns der Lotse per Vectors abgekürzt und noch auf der SID gab es ein “direct RIXED” (die Route war wieder so ein Unsinn, der über Koblenz, Mannheim, Karlsruhe geführt hätte). RIXED ist nicht mehr weit von Walda, also eine schöne Abkürzung. Der Lotse von Stuttgart hat uns dann noch ein direct nach Walda gegeben. So ging es ruhig und etwas langweilig über dem Hochnebel dahin. Immerhin konnten wir die Sonne und die Aussicht auf den Schwarzwald und später die Alpen genießen, die allesamt aus dem Nebel rausgeschaut haben. Zwischen Stuttgart und Aalen war dann sogar wolkenlos, auch in Augsburg hatte sich der Nebel innerhalb von 90 min komplett verflüchtigt und Augsburg meldete sogar CAVOK. Also würden wir dort ganz entspannt landen können.

Trotzdem konnte man schon zusehen, wie es an der Obergrenze der Inversion wieder zu macht. Obwohl ja CAVOK war, war von oben die Sicht auf den Boden nach schräg vorne gleich null, nach senkrecht unten konnte man natürlich den Boden sehen. Wie man bei so einem Wetter VFR (und auch IFR) “see and avoid” machen soll, ist mir immer ein Rätsel. Der Lotse war jedenfalls mit dem anfliegenden Verkehr von München auch ganz schön ausgelastet, so dass wir gleich die Standard-Procedure geflogen sind, da hatte er mit uns nichts mehr zu tun, außer uns nach “established localizer” an Augsburg Tower zu übergeben. Wir sind dann mit noch weniger Sicht (es ging ja gegen die Sonne) das ILS runtergeflogen, in Augsburg war auch nichts los, die Landefreigabe gab es schon als wir noch 8 NM draußen waren.

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27 Oct2016

Augsburg – Stuttgart – Luxemburg

  •   27. October 2016. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-ELDS, EDDS, EDMA, ELLX, IFR, Mehrere Tage

Heute und morgen stehen wieder Geschäftstermine an, die uns nach Stuttgart und Saarbrücken führen – mit dem Auto Freitags nach Hause eine Katastrophe. Daher sind wir auch dieses Mal wieder mit dem Flieger unterwegs. Und es ist immer noch herbstlich – also ist IFR ein Muss. Unter einer Inversion ist alles neblig und dunstig, an der Oberkante der Inversion ist eine Nullgradgrenze vorhergesagt und darüber wird es dann wieder wärmer und die nächste Nullgradgrenze läge erst bei 10000 ft.

Wir sind also früh in Augsburg gestartet, dort war es zwar dunstig aber die Hochnebeldecke nur so dünn, dass sie weg war, noch bevor wir gestartet sind. Es ging dann ruhig den kurzen Hüpfer nach Stuttgart. Dort war noch dickerer Hochnebel, dafür die Sicht relativ gut. Vor dem Abflug war mir zum Glück noch eingefallen, dass Stuttgart ein vollkoordinierter Flughafen ist und man einen Slot benötigt – den hatte die Flugsicherung vergessen. Zum Glück bekommt man bei AIS-C schnell telefonisch noch einen solchen. Andernfalls wäre die Landung illegal gewesen (schweres Verbrechen, da werden satte 50000 € Geldstrafe angedroht). Wir sind dann schnell das ILS runtergerutscht und ruhig gelandet und haben dann erfahren, dass unser Termin abgesagt ist…

Also sollte es eigentlich relativ bald nach Saarbrücken weitergehen, aber dort waren noch 150 m Sichtweite und Nebel. Das ist auch IFR ein klares No-Go. Der Wetterdienst war allerdings der Meinung, das würde sich noch bessern. Also haben wir erstmal etwas gewartet und das Stuttgarter GAT zum Arbeiten genutzt. Auch gegen Mittag wurde es allerdings nicht besser, so dass wir beschlossen haben, nach dem Mittagessen dann nach Luxemburg zu fliegen, wo absolut brauchbares Wetter war (3000 m Sicht, 800 ft Wolkenuntergrenze).

Nach dem Essen dann ein kleiner Lichblick: 300 m Sicht in Saarbrücken. Also habe ich eine Route nach Luxemburg erzeugt (wieder mal IFR-Routenirrsinn) und als Alternate Saarbrücken gefiled. Das lag zwar nicht an der Route vom Flugplan, aber wir würden ganz sicher ja die Route eh nicht fliegen und an Saarbrücken vorbeikommen. Nach einigem Hin und Her mit der Flugsicherung, weil ich meinen Slot nach Saarbrücken für den Flug nach Luxemburg benutzen wollte (muss man erst “verhandeln”), ging es dann also wieder zum Flieger und die Clearance war dann schon “KRH (Karlsruhe) Departure thereafter DISKI” (das schon die Arrival von Luxemburg). Wieder mal also die ganze Routenplanerei völlig umsonst.

Der Start war dann ruhig, schon kurz nach dem Abheben gab es “direct DISKI” und etwas hinter dem Rhein war dann alles voller (Hoch)Nebel. Wir hatten dann immer mal wieder die ATIS von Saarbrücken abgehört, die erst etwas von “Runway closed until further notice” gesagt hat, später dann zwar 900 m Sicht meldete, dafür aber bedeckt in 200 ft. Das wäre also für das ILS schon arg grenzwertig, aber das war auch noch aus und somit nur ein GPS-Anflug möglich, der 400 ft MDH hätte. Als wir querab Saarbrücken waren, konnte man dann zwar so eine scharfe Grenze des Hochnebels sehen, aber den Flugplatz nicht. Ich habe dann mal den Tower angefunkt und gefragt, ob sich das Wetter bessert, aber der Lotse meinte etwas bedrückt das wir es ja versuchen könnten aber er glaube nicht das man die Piste vom Missed Approach Point aus sehen kann. Als ich dann gesagt habe, wir fliegen ohnehin nach Luxemburg und ich wollte nur mal fragen, wirkte er irgendwie erleichtert. Hinterher habe ich dann gelesen wieso: da hatte eine Mooney am Mittag den Anflug probiert und war neben der Piste verunglückt. Meiner Meinung nach Irrsinn bei 175 m Sicht. Aus der IFR-Ausbildung weiß ich, dass man bei 400 m Sicht wenn man das ILS runterfliegt die Piste nicht sehen kann (sehr wohl die Anflugbefeuerung) – 175 m ist also eher was für Selbstmörder.

Wir sind dann jedenfalls nach Luxemburg weiter geflogen und Approach hat uns zwischen die vielen Frachtflieger, die dort landen, einsortiert. Wir sollten dann entsprechend auch “high speed as long as possible” das ILS runter fliegen. Das geht ja mit der DA40 ganz gut. 120 kt schafft die Bergab leicht, kurz vor der Landung dann das Gas auf Leerlauf (=Handbremse) und die Klappen raus. So sind wir ruhig gelandet und dann anschließend mit dem Mietwagen nach Saarbrücken gefahren. Vorher haben wir noch für 58 Cent pro Liter getankt. Schade das Luxemburg so weit weg ist…

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