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24 Mar2012

Nürnberg

  •   24. March 2012. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-ECHK, EDDN, EDMA

Die ganze Woche ist jetzt schon schönes Wetter, jetzt muss ich das auch endlich wieder mal zum Fliegen nutzen. Nachdem der geplante Flug zur CeBIT nach Hannover einer ausgeprägten Warmfront zum Opfer gefallen war, konnte ich heute auch nicht den ganzen Tag nutzen. Also ging es wieder mal nach Nürnberg. Im Moment pendle ich irgendwie zwischen Nürnberg und Friedrichshafen hin und her… das liegt aber daran, dass uns das Wetter immer einen Strich durch die ganzen geplanten größeren Runden gemacht hat. Naja, das Jahr ist noch lang und die Planung auch.

Eigentlich hatte ich die D-EMUT gebucht weil die D-ECHK für einen mehrtägigen Ausflug blockiert war. Der wurde dann kurzfristig wegen Nebel abgesagt, was ich nicht so ganz nachvollziehen kann (ok, in Augsburg war wahrscheinlich Bodennebel bis 9:30 Uhr und die Sicht danach auch nicht die geforderten 150 km Mindestsichtweite), aber für uns war es gut, dadurch konnte ich kurzfristig “auf Glas” umbuchen. Das war praktisch, da ich noch mehr Glas mitgebracht hatte, was ich auf dem Flug mal ausprobieren wollte, sprich: Ich habe ein neues Flieger-Navi besorgt. Das G1000 kann ja leider keine VFR-Karten anzeigen und kennt ja noch nicht einmal Pflichtmeldepunkte und das zusätzlich eingebaute ThinkNav T7 ist permanent kaputt, also bin ich ja, wie in den anderen Fliegern, ein bisschen auf eigene Technik angewiesen. Ich benutze die ganze Zeit schon Sky-Map und bin damit eigentlich rundum zufrieden was die Software angeht, nur ist mein Medion GoPal halt etwas in die Jahre gekommen. Daher habe ich ein Android-Tablet besorgt, genauer ein Odys Space, welches für sagenhafte 145 € bei Amazon sogar UMTS an Bord hat. Ein paar Tage habe ich es zu Hause schon ausprobiert und bin mit Android nicht so richtig zufrieden, wahrscheinlich von iPad und iPhone verwöhnt, also zum Surfen ist es keine Alternative, aber als Flieger-Navi schon. Mit 7″ ist es angenehm groß, das Display sehr gut abzulesen und für die eigentlich nicht so tolle Hardwareausstattung ist es angenehm schnell. Andersrum habe ich das iPad auch schonmal im Flieger probiert und fand es nicht so prickelnd, das GPS ist einfach nur schlecht, befestigen kann man es nicht richtig und als Kniebrett mag ich es eigentlich nicht haben. Das JeppFD ist zwar ganz nett, aber ich fliege ja VFR und da hätte ich halt schon gerne eine ICAO (oder wegen mir auch Jeppesen VFR)-Karte.

Also habe ich das neue Teil mal im Flieger “angesaugt” und wir sind losgeflogen. Der Flug war relativ ruhig, ein wenig Thermik war durch die kräftige Frühlingssonne schon zu spüren. Die Sicht war allerdings Richtung Nürnberg nicht ganz so berauschend, zwischen Altmühltal und Allersberg waren vielleicht so 20-25 km Sicht, in Richtung Sonne gefühlt nur so 10 km. Da war also viel Wasser in der Luft. Trotzdem war es ein schöner Flug, wir haben mal Audi angeguckt und einen ICE zwischen Ingolstadt und Nürnberg verfolgt. Ich bin gemütlich nur so um die 100 kt geflogen und wir waren genau so schnell wie der ICE. Ich dachte immer der kann so 250-270 km/h fahren…

Die Landung in Nürnberg war dann trotz etwas böigem Seitenwind mit 9 kt einfach und ruhig. Wir haben dann einen Kaffee getrunken und sind dann wieder zurück geflogen mit einem sehr schönen Sonnenuntergang. Zwischen Nürnberg und Altmühl hatte es auch noch weiter zugezogen und dort waren vielleicht noch 8-9 km Sicht, aber über der Inversion halt ein sehr schönes Abendrot. Die Landung in Augsburg war auch sehr ruhig, die Thermik war ja eh schon zusammengebrochen, also war es ja eh ruhig wie auf Schienen.

Und das Android-Tablet? Das hat seinen ersten Einsatz gut gemeistert. In Nürnberg war zwar im Anflug die Karte mal weg (wegen “Out of memory”), das ließ sich aber am Boden dann leicht beheben indem ich mal alle Programme beendet habe, die ich so im Laufe der Zeit ausprobiert hatte. Unterwegs konnte man es auch sehr leicht bedienen und der Akku war auch bei voller Display-Helligkeit in den 2 Stunden wo es angeschaltet war gerade von 99 auf 78 % gesunken. Alles in allem also auf jeden Fall keine Fehlinvestition.

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22 Feb2012

Friedrichshafen

  •   22. February 2012. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-EEFS, EDMA, EDNY

Gestern sollte es eigentlich nach Karlsruhe gehen, aber leider war Augsburg wieder ein sicheres Nebel-Loch… So musste ich umbuchen und konnte leider nur ein kürzeres Zeitfenster buchen, so dass wir dann lieber wieder Richtung Bodensee geflogen sind um nicht ganz so hetzen zu müssen.

In Augsburg ging es heute mit der D-EEFS los, die der Fliegerverein im letzten Jahr als Ersatz für die verunfallte neue D-ETTP angeschafft hatte. Für mich war es das erste Mal mit dieser Maschine. Die ist leider ohne Glascockpit und eher ein Oldtimer (es ist eine C172 P, aber immerhin schon mit einem der ersten Garmin GPS und zwei ordentlichen Bendix-King ComNav’s). Für die meisten Vereinsmitglieder aber wohl in Ordnung, gibt es doch von den 300 Mitgliedern nur ca. 20 die bislang mit dem G1000-Glascockpit fliegen wollen und dürfen.

Wir haben also die Maschine aufgetaut, da doch wieder -10 Grad in der Nacht waren und haben sie dann mit einigen Schwierigkeiten auch angelassen bekommen. Start und Flug nach Friedrichshafen waren angenehm ruhig und die Sicht war auch ziemlich gut, ab Memmingen schönes Alpenpanorama nur praktisch genau über dem Bodensee stand eine Dunst-/Nebelglocke. Friedrichshafen hatte dagegen CAVOK gemeldet, wobei hier auch die Sicht deutlich schlechter als auf der Strecke war, ich schätze ca. 15 km. Wir sind dann in Friedrichshafen gelandet und haben dort einen Kaffee getrunken.

Der Rückweg war dann etwas verspätet, da die Maschine nicht mehr anspringen wollte und zu allem Überfluss auch noch die Batterie leer war (nach 2-3 Anlassversuchen). Ich mag diese Vergaser-Motoren irgendwie nicht 😉 … und ich mag die Cessna-Elektrik auch nicht: Da gibts zwar eine 24-Volt-Steckdose am Flieger, die praktischerweise 30 cm hinter dem Propeller ist (ok, ich hätte den Stecker schon rausgezogen, so ist es nicht) aber die geht allenfalls zum Laden der Batterie und nicht zum fremdstarten. Wir haben dann also versucht, den Motor von Hand anzuwerfen, das ging aber auch nicht, bzw. war bei meinem Anlassversuch das Ritzel vom Anlasser nicht rausgesprungen. Also wollte ich vor dem nächsten Anwerf-Versuch die restliche Energie der Batterie nutzen, um den Anlasser rausspringen zu lassen, doch siehe da: Mit zwei Lauten Knallen (auch Fehlzündung genannt) war der Motor plötzlich an 🙂 Jetzt also schnell ausziehen, alle einsteigen, anschnallen und bloß den Motor nicht mehr ausmachen…

Wir sind dann dieses Mal über SIERRA rausgeflogen, Lindau hatte es aber wettertechnisch nicht so getroffen wie der Rest, hier war es vergleichsweise neblig und vielleicht so um die 8-9 km Sicht. Da wir ja nach Augsburg wollten, wurde das aber schnell wieder besser und wir konnten nochmal den Alpenblick genießen und sind dann mit 7 kt Wind aus 140 auf der Piste 25 gelandet… also 6 kt von schräg hinten (nach uns wurde die Bahn dann auch auf die sinnvollere 07 gedreht). Wind von hinten geht ja, aber von schräg hinten ist immer hässlich. Die Landung war also zwar grundsätzlich in Ordnung aber leicht schiebend, was für das Fahrwerk immer nicht ganz so optimal ist, anyway, meine Qualitätsansprüche sind was das angeht sowieso eher zu hoch…

(Track gibt es heute nicht, da die Steckdose im Flieger kaputt war und mein Navi nicht genug Batterieladung hatte.)

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18 Jan2012

Nürnberg

  •   18. January 2012. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-ECHK, EDDN, EDMA

Nachdem heute sehr schönes Wetter war und für die nächste Zeit sehr schlechtes Wetter vorhergesagt wird, habe ich die Chance genutzt und einen spontanen Ausflug unternommen.

Wir waren erst ca. 14:30 Uhr am Flugplatz und mussten spätestens 17:24 Uhr wieder zurück sein, also war Alpen mit Zwischenlandung keine wirkliche Option. Wir sind daher nach Nürnberg geflogen. Am Boden war kaum Wind und man konnte schon von der Autobahn aus die Berge sehen, interessanterweise war aber doch eine recht bodennahe Inversion, über die der ganze Heizungs- und sonstige Dreck nicht hinauskam. Also gab es über der Inversion fantastische Fernsicht, man konnte wieder mal bis Nürnberg die Berge sehen.

Der Flug war entsprechend eher zum Genießen der Sicht, der Autopilot hat den Enroute-Teil ganz entspannt abgewickelt, es war auch kaum jemand sonst unterwegs. Schade, das im Winter immer so wenige Leute unterwegs sind, wo es doch immer super ruhige Flüge mit perfekter Sicht gibt. Naja, soll mir recht sein 🙂

Die Landung in Nürnberg war dann entsprechend auch sehr ruhig. Am Boden standen zwei Blackhawk-Hubschrauber von der US Army, die gerade gekommen waren. Also gab es sogar noch was technisch interessantes zu sehen.

Nach einer kurzen Pause sind wir dann auch gleich wieder zurück. Gegen die Sonne konnte man schön die Inversion sehen – sprich die Sicht nach schräg vorn zum Boden war teilweise schlecht. Man könnte immer fast denken dass dort Nebel ist, aber dem ist ja nicht so.

Wir haben dann 35 min schönsten Alpenblick genossen, bevor es sehr ruhig und entspannt zur Landung ging. Alles in allem also ein richtig schöner Genußflug…

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03 Jan2012

Friedrichshafen

  •   3. January 2012. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-ECHK, EDMA, EDNY

Heute haben wir – wie schon im letzten Jahr – gleich den ersten richtig schönen Tag des Jahres zur Eröffnung der Fliegersaison 2012 genutzt. Eigentlich wollte ich mal in Richtung Mainz oder Frankfurt-Hahn aufbrechen, aber nachdem da aus dem Westen ein Sturmtief herangerauscht kommt, und das Frankfurter TAF schon für Mittag 20G35 kt Wind versprochen hat, sind wir “nur” nach Friedrichshafen geflogen.

Beim Starten waren in Augsburg am Boden 10 kt Wind, also noch passabel, kurz nach dem Abheben war es aber schon recht bockig und in 3000 ft Höhe waren dann auch schon 41 kt Wind – natürlich für unsere Richtung schön mit 20 kt von links. Wir sind dann der A8 gefolgt nach Ulm und konnten die ganze Zeit fantastische Fernsicht genießen. Bereits von Augsburg aus waren die Alpen ganz klar und Richtung Bodensee wurde das natürlich immer besser. Von Ulm aus ging es dann über Biberach und Ravensburg nach Friedrichshafen, wo auch schon – für Bodensee-Verhältnisse frische – 9 kt Wind waren. Die Landung war fast perfekt und extrem ruhig – ein guter Start ins neue Jahr 😉

Wir haben dann in Friedrichshafen etwas gegessen und noch die Crew und Flugzeuge vom libanesischen Präsidenten begutachtet, die auch gerade am Aufbrechen zurück nach Libanon waren und offenbar für die Bordverpflegung erstmal den halben Imbiss-Stand leergekauft haben. Dann ging es mit einer Runde um die Insel Mainau zurück.

Schon kurz vor Memmingen konnte man in Richtung Osten eine große schwarze Rauchsäule sehen. Eines der heute recht häufigen Feuer in einem Wald konnte es angesichts der größe der Wolke nicht sein… wir dachten also an einen Öltank oder sowas. Von Augsburg aus konnte man sehen dass es nicht mehr allzu weit ist, also sind wir mal “gucken” geflogen: Es war in Dachau wo gerade eine große Halle in Flammen stand. Nettes Feuer… Interessant fand ich, dass die Rauchwolke relativ stationär da stand (in ca. 3000-3500 ft), obwohl dort eigentlich wieder um die 25 kt Wind waren.

Beim Vorbeifliegen an Augsburg hatte ich schon die ATIS abgehört und die sagte Wind mit 14 in Böen 24 kt aus 220… also versprach das eine lustige Landung zu werden, immerhin ja mit 7-14 kt Seitenwindkomponente. Wir sind dann wie die Faustregel sagt mal mit “halbem Gust-Factor” zu viel angeflogen, das funktioniert auch immer ganz gut. So war die erste etwas anstrengendere Landung 2012 auch butterweich und gut.

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24 Dec2011

Jahresabschluß 2011

  •   24. December 2011. Written by Udo   •   Posted in Allgemein

Leider war das Wetter in den letzten Wochen so schlecht, das es nicht nochmal fliegbar war. Aber im Januar wirds hoffentlich auch mal wieder schön…

Dennoch war das Jahr 2011 insgesamt fliegerisch gar nicht so schlecht: Zwei Mal im A340-Flugsimulator, die Ausflüge zu CeBIT und nach Hamburg und viele schöne kleinere Runden bei uns im Süden haben insgesamt 44:05 h Flugzeit und 52,0 h Blockzeit gebracht, also deutlich mehr wie letztes Jahr. Und mit 45 Landungen waren es auch mehr als im letzten Jahr.

Mal schauen was nächstes Jahr bringt und ob es wie geplant klappt, meine Lizenz in Amerika validieren zu lassen oder vielleicht doch endlich mal das AZF zu machen.

20 Nov2011

Nürnberg

  •   20. November 2011. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-EMUT, EDDN, EDMA

Heute war seit längerem ein Tag an dem kein Hochnebel den ganzen Tag über war, sondern nur am morgen etwas Nebel. Seit fast zwei Wochen buche ich jeden Tag deswegen auf den nächsten um…

Ich hatte die D-ECHK gebucht, die Halle wo sie steht war aber leer. Irgendwer hatte vergessen sie aus Donauwörth von der Wartung abzuholen. Zum Glück war die D-EMUT frei, so dass ich wieder mal unerwartet mit einem alten Uhrenladen fliegen konnte. Leider ist die D-EMUT seitdem sie nicht mehr für Schulungen zugelassen ist etwas dem Verfall preisgegeben. Die Stallwarnung ging ebenso nicht, wie eins der GPSe, der Sicherheitsgurt oder der Lautstärkeregler vom Intercom. Und eine Reihe der Zündkerzen waren auch arg verrußt so dass ich die beim Runup erstmal eine ganze Weile freibrennen musste. Da diese Sachen nicht erst plötzlich auftreten und unser Vereinschef – den ich nachher darüber informiert habe – auch nichts davon wusste, frage ich mich immer, wieviel Erfahrung die Charterer so haben und warum oder ob die das alles vielleicht gar nicht merken. Naja, egal…

Der Flug war sehr schön. Unterhalb der Inversion war die Sicht wie erwartet nicht sonderlich berauschend (so um die 15 km), aber darüber war eine Fernsicht wie selten. Wir sind in Richtung Nürnberg geflogen und ab kurz vor Donauwörth bis zum Altmühltal lag auch noch Bodennebel, aber wir hatten beste Sicht auf die Alpen und auch schon den Bayrischen Wald. Das blieb so bis Nürnberg, man konnte also gute 270 km weit sehen, das gibt’s nicht so oft… Die Landung war dann schön ruhig, also klappt auch noch fliegen mit Rundinstrumenten 🙂

Auf dem Rückweg war dann natürlich das Super-Panorama immer vor uns, aber nach schräg unten war es relativ schlecht. Man konnte schon sehen, das langsam am Boden wieder der Nebel entstehen wird. Wir sind dann mit einem kleinen Umweg nach Augsburg zurück und dort relativ allein auch wieder ruhig gelandet.

Eins ist mir noch aufgefallen: Das Glascockpit standardisiert Abläufe weil es die Checklisten gleich drin hat, es sorgt dann beim Piloten aber auch für Nachlässigkeit wenn er wieder mal was altes fliegt: in Nürnberg hatte ich den Transponder vergessen, der geht beim G1000 nämlich automatisch an. Der Mensch ist halt ein Gewohnheitstier…

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