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17 Apr2010

Vulkanaschebeobachtung nach Nürnberg

  •   17. April 2010. Written by Udo   •   Posted in Allgemein, D-EOIC, EDDN, EDMA

Nachdem in den letzten Wochen beruflich viel Stress war, ging es heute wieder einmal ans Fliegen.

Angesichts der Tatsache, dass beinahe der ganze europäische Luftraum wegen des Vulkanausbruchs in Island und der zugehörigen Aschewolke für IFR gesperrt war, wollten wir uns München und Frankfurt vornehmen (nur Low Approach, weil 680 € Gebühren in Frankfurt doch zu teuer sind). Auch zum Bedauern der Lotsen, die ich vorher angerufen hatte, war beides nicht möglich. Frankfurt durfte gar keinen VFR-Traffic in der Kontrollzone abwickeln. München meinte zunächst, wir sollten einfach reinfunken. Gesagt – getan – dann die Enttäuschung: Kein Low approach möglich und auch das Midfield-Crossing ging kompliziert nur über die Pflichtmeldepunkte und dann nur über die Schwellen der 26L / 26R – noch nicht mal kreisen über dem Platz war möglich. Interessant, dass das bei vollem Verkehr unter der Woche geht, aber wenn der Platz faktisch geschlossen ist, nicht. Naja… die Towerlotsen können bestimmt auch nicht dafür und machen nur was Ihnen gesagt wird.

Von München ging es dann weiter nach Nürnberg, die Sichten waren vergleichsweise schlecht, die Vulkanasche sehr gut erkennbar an einem schwarzgrauen Schleier (auf den Fotos nicht so gut zu erkennen wie in Natura). Interessant war hierbei, dass der Funk sehr schlecht war. Aus Berichten habe ich gelesen, das Vulkanasche den Funk beeinflussen kann und wir konnten das tatsächlich erleben.
Nürnberg war dann auch entsprechend leer. Es gab auch gar kein Chaos im Terminal, kaum Leute dort, nur wenige, die sich erkundigen wollten, ob ihr Flug geht.

Auf dem Rückweg dann schon im Transporter die Überraschung: Da steht ein A340 von Air Berlin abgefertigt auf dem Vorfeld. Der Marshaller hat uns erzählt, das der unbedingt nach Hamburg müsste und gleich startet und wollte von uns wissen wie das gehen kann… Tatsächlich ist der A340 unmittelbar vor uns gestartet, VFR und mit D-A…-Rufzeichen (also nicht mit dem AirBerlin-Rufzeichen). Er hat sich auch noch erkundigt, ob viele Segelflieger unterwegs sind, weil er würde ja “ganz normal” VFR fliegen.

Der Rückflug war dann recht bockig und wir konnten viele Segelflieger sehen. Klar bei der guten Thermik.

Die Landung in Augsburg fiel dann etwas hart aus, was mich zum Schluss gebracht hat, das sieben Wochen ohne Fliegen einfach viel zu lang sind. Gute Frage wie man den Schein erhalten will, wenn man nur seine 12 Stunden in zwei Jahren fliegt…

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28 Feb2010

Saarbrücken, Zweibrücken

  •   28. February 2010. Written by Udo   •   Posted in Allgemein, D-EOIC, EDDR, EDMA, EDRZ

Heute gab es endlich mal ein Wochenende an dem das Wetter schön werden sollte. Wir hatten die D-EOIC relativ spontan gebucht und wollten – je nach Wetter – etwas Airwork machen.

Ein Freund wollte auch fliegen, so dass wir uns auf einen gemeinsamen Flug nach Zell am See verabredet haben, unter der Bedingung dass es in den Alpen nicht sehr föhnig sein würde. Mein persönliches Wind-Limit für die Zugspitze liegt bei 25 kt, mit 18G28 kt wären wir knapp an der Grenze gewesen, wenn da nicht der Wind oben aus Nord-Westen und unten im Tal genau aus Süd-Osten gekommen wäre. Wir haben also auf die Turbulenzen verzichtet und uns einen anderen Plan ausgedacht.

Die Liste der Verkehrsflughäfen will ja auch abgearbeitet werden, so sind wir also in Richtung Westen aufgebrochen. Saarbrücken und Zweibrücken stehen auf der Liste, sind dicht beeinander und mit ca. 1:40 h von Augsburg auch als Tagesausflug bequem zu erreichen.

Beim Hinflug habe ich mich – wieder falsch, ich werde es jetzt wirklich nicht mehr machen 😉 – für einen Flug unterhalb vom Luftraum D Stuttgart entschieden. Leider war doch schon etwas Thermik, so dass es etwas bockig war. Sobald möglich sind wir dann auf FL 65 – über die wenigen Cumuli – gestiegen und haben den restlichen Weg einen angenehm ruhigen Flug gehabt.

Die Landung in Saarbrücken war dann sehr anspruchsvoll. Zwar hatten wir von Zweibrücken aus einen Direktanflug bekommen und damit gut 10 NM Final, aber der Seitenwind war so stark und böig, dass es einfach nicht klappen wollte, sich die richtige Mischung aus hängender Fläche und Seitenrudereinsatz zu erfliegen um auf der Centerline zu bleiben. Selbst bei vollem Seitenruder-Ausschlag sind wir noch gut abgedriftet. Dabei waren am Boden “nur” 12 kt Seitenwindkomponente. Die Landung war dann zwar etwas hart, aber dennoch insgesamt ganz in Ordnung.

In Saarbrücken waren wir willkommene Abwechslung in der Tristesse. Weder andere GA noch Airliner waren da, man war um uns sehr besorgt, insgesamt alles gut organisiert und sehr freundlich.

Zum “Ausgleich” der Seitenwindlandung in Saarbrücken wollten wir dann den kurzen Hüpfer nach Zweibrücken machen, dort versprach das METAR eine Landung genau im Wind bei 17 kt. Allerdings wollte der Seitenwind-Gott mir wohl noch eine Lektion erteilen, zur Überraschung hatte der Wind in Zweibrücken schnell gedreht und war auch knapp 70° von links, allerdings nur mit 10 kt. Die Landung verlief dementsprechend ruhig und sauber, in Zweibrücken ist zwar mehr GA aber dafür kein richtiges Terminal vorhanden, so dass wir gleich wieder weitergeflogen sind.

Nach der Lehre vom Hinflug sind wir zurück gleich auf FL 75 gestiegen und dort war es – von einer Airliner-Wirbelschleppe abgesehen – wieder sehr ruhig. Sehr problemlos gab es von Langen Radar auch eine Freigabe zum Durchflug von Luftraum D Stuttgart, so dass wir von Zweibrücken nahezu DCT nach Augsburg fliegen konnten. Das alles bei besten Sichten (siehe Fotos), wo man von Stuttgart aus sogar die Alpen sehen konnte.

Anflug und Landung in Augsburg waren dann auch wieder ruhig und angenehm, der Wind hatte mittlerweile gedreht und stark nachgelassen.

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04 Feb2010

Friedrichshafen – die Zweite

  •   4. February 2010. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-EMUT, EDMA, EDNY

Weil es in Friedrichshafen so toll ist, sind wir am dritten schönen Tag des Jahres auch wieder dorthin geflogen. Nach 4 Wochen unfliegbarem Wetter war heute ein kurzes Schönwetter-Fenster, welches wir gleich genutzt haben.

Der Flug war wieder sehr ruhig, nachdem nach den Stürmen der letzten Tage heute überall fast windstille herrschte. Heute sind wir den Autos nach Friedrichshafen gefolgt, erst der A8, dann quer über Ulm und der B30. Bei severe CAVOK und bester Fernsicht ein optischer Genuß.

Nach der Landung dann in Friedrichshafen die ungewöhnliche Anweisung, noch auf der Piste anzuhalten und zu warten. Vor uns musste noch ein Hubschrauber starten…

Nach der Pause konnten wir dann heute endlich auch einmal bis zum Ende des Bodensees fliegen, eine Runde um die Insel Mainau und dann wieder zurück nach Augsburg über Memmingen und Bad Wörishofen. Das alles bei immer noch bei bester Sicht.

Insgesamt war heute in der Luft auch sehr viel los – jeder der irgendwie konnte war heute in der Luft und wollte den Tag genießen. So war auch das JaBoG in Lagerlechfeld beim Ausflug und wir hatten ein paar interessante Begegnungen.

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04 Jan2010

Friedrichshafen

  •   4. January 2010. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-EOIC, EDMA, EDNY

Gleich den zweiten schönen Tag des Jahres 2010 konnten wir zur Eröffnung des Fliegerjahres nutzen.

Nachdem es nördlich der Donau und westlich der Schwäbischen Alb Schneefall und schlechtes Wetter gab, haben wir einen Ausflug mit der D-EOIC nach Friedrichshafen gemacht. Bei blauem Himmel und windstille ging es sehr ruhig zunächst nach Westen und dann nach Südwesten von Augsburg in Richtung Friedrichshafen. Die Sicht war sehr gut, sowohl Alpen als auch das Schlechtwettergebiet im Norden und Westen waren sehr gut auszumachen.

In Friedrichshafen haben wir dann eine ausführliche Pause gemacht und die gerade neu eröffnete Erweiterung des Flughafengebäudes begutachtet, die noch gar nicht fertig, aber schon in Betrieb ist.

Danach sollte es dann den Bodensee entlang in Richtung Konstanz gehen, wir sind dann aber bald nachdem wir WHISKEY passiert hatten umgekehrt, weil der Bodensee dort vernebelt war und kaum Bodensicht herrschte (in Friedrichshafen aber CAVOK!). Dann ging es zurück, wobei wir einen Low Approach in Memmingen machen wollten. Der Lotse klärte uns allerdings auf, das dieser nun auch Geld koste, und schlug vor, wir sollten doch ein paar Hundert Fuß über Grund südlich am Platz vorbeifliegen (das kostet nichts). Gesagt – getan ging es also direkt parallel zur Bahn durch die Kontrollzone und über den Platz. Später kam mir noch die Idee, dann wenigstens in Mindelheim-Mattsies einen Low Approach zu machen, allerdings konnten wir den Platz zunächst nicht finden – kein Wunder – die Bahn und Taxiways dort alle vollkommen verschneit, der Platz offenbar geschlossen. Also ging es danach weiter zurück nach Augsburg wo wir nach einem auch extrem ruhigen Rückflug wieder gelandet sind.

Das kalte und ruhige Wetter muss offenbar auch auf die Technik positiven Einfluß haben – jedenfalls hat der Pitch Stabilizer heute kein einziges Mal gesponnen und den ganzen Flug über funktioniert…

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22 Dec2009

Rundflug München, Midfield-Crossing EDDM

  •   22. December 2009. Written by Udo   •   Posted in D-EMUT, EDDM, EDMA, Lokaler Flug

Während große Teile Deutschlands im Schneechaos versinken, haben wir im Süden das Glück, das es den Föhn gibt. So konnten wir heute bei schönem und warmem Wetter fliegen.

Aus dem ursprünglichen Plan, zu den Alpen zu fliegen und dann im Voralpenland immer an den Bergen entlang bis zum Chiemsee wurde recht bald allerdings nichts, da wir bereits kurz hinter Augsburg knapp 30 kt Wind auf der Nase hatten, den dazu noch böig mit entsprechenden Turbulenzen.

Also sind wir kurzerhand in Richtung München geflogen, dann über Ammer- und Starnberger See in Richtung Forstenried. Von dort zum Messegelände und dann in Richtung HOTEL 1 von München, wo heute so wenig Verkehr war, das ein Midfield-Crossing überhaupt kein Problem war. Der Lotse hat sogar gefragt, ob wir direkt über beide Bahnen wollen oder viele Fotos machen. Entsprechend durften wir dann zwischen den Bahnen auch ein paar Vollkreise drehen und “warten”.

Nach dem Ausflug über FOXTROTT sollte es dann direkt nach Augsburg zurück gehen. Allerdings hatten wir ein Gebiet zu durchqueren, in dem wir bei IAS 110 kt noch mit GS 63 kt unterwegs waren! Natürlich haben die 47 kt Gegenwind – noch dazu auch in Böen – wieder kräftig am Flugzeug gewackelt. Entsprechend lang zog sich die Strecke von München nach Augsburg auch hin, was gar nicht so toll war, denn irgendwas muss an der Heizung nicht gestimmt haben. Bei 10 °C Außentemperatur muss jedenfalls nicht unbedingt sämtliche Motorabwärme in die Kabine geleitet werden (egal bei welcher Stellung der Heizung)… gefroren haben wir nicht und hatten leider auch nichts für einen Aufguss dabei…

In Augsburg selber war dann der Wind trotz Föhn mit 11 kt aus 310°, also konnten wir wieder einmal eine schöne Seitenwindlandung mit 10 kt Seitenwind üben, die auch sehr gut geglückt ist.

Das dürfte dann also ein schöner Abschluß des Fliegerjahres 2009 gewesen sein. Nächstes Jahr erwartet uns mit der geplanten Reise nach Kiruna (Schweden) auch wieder ein größerer Ausflug. Insgesamt sind heuer wieder 50,6 h und 43 Landungen zusammengekommen.

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21 Nov2009

Schwarzwald, Lahr, Karlsruhe/Baden-Baden

  •   21. November 2009. Written by Udo   •   Posted in Ausflug, D-EOIC, EDMA, EDSB, EDTL

Um mit den deutschen Verkehrsflughäfen ein Stück weiter zu kommen, und weil die Landschaft sehr reizvoll ist, sind wir heute die Donau bis zur Quelle entlang, dann über den Hochschwarzwald und schließlich zum “Black-Forest-Airport Lahr” geflogen.

Nachdem es wohl der letzte Frühlingstag im Spätherbst war, war die Luft relativ eisenhaltig und in Augsburg ging es zu wie in einem Bienenschwarm. Das Wetter war aber wunderbar, warm und sonnig, lediglich die Bodenseeregion mit Nebel zugelaufen. Der Flug auch erwartungsgemäß ruhig und so konnten wir die Aussicht genießen.

Der Anflug nach Lahr von Osten ist relativ sportlich, nur ein paar Kilometer neben dem Platz erhebt sich der Schwarzwald bis 4500 ft, Lahr hat aber nur 500 ft Platzhöhe. Da muss man also schnell Höhe vernichten…

Lahr selber ist eher enttäuschend, die Piste zwar sehr lang und das Vorfeld sehr groß – das war aber auch alles. Gebäude und Einrichtung erinnern noch an die kanadische AFB, alles wirkt sehr verschlafen.

Also sind wir nach sehr kurzer Pause weiter nach Karlsruhe/Baden-Baden. Der Platz ist recht nett, die Piste neu asphaltiert und auch sonst ein neues GAT und alles sehr gut ausgebaut. Leider war die Zeit zu knapp, um noch das Terminal anzuschauen, da wir vor SS+30 zurück in Augsburg sein mussten.

Der Rückflug führte uns dann über Pforzheim, Ludwigsburg, Aalen, Dillingen zurück nach Augsburg. Wieder ein sehr ruhiger und angenehmer Flug mit einem wunderschönen Sonnenuntergang. Sogar die Landungen im Minutentakt, die wir die ganze Zeit im Funk mitverfolgt haben, hatten sich in Augsburg “gelegt”, da wir vergleichsweise spät waren…

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